![]() |
Loginoder neu registrieren? |
|||||||||||||||||||||||||||||
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
| ||||||||||||||||||||||||||||||
SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-diskutiert
| ![]() Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertitenvor 9 Stunden in Weltkirche, 3 Lesermeinungen Entscheidend sei vor allem das Zeugnis des eigenen Lebens – es sei wichtiger als bloße Worte, schreibt Bischof Antonio Suetta. Der Hirtenbrief erscheint vor dem Hintergrund eines deutlichen Anstiegs der muslimischen Bevölkerung in Europa. San Remo (kath.net/jg) In seinem am 24. Mai veröffentlichten Hirtenbrief mit dem Titel „Es gibt keine größere Liebe“ greift Bischof Suetta die wachsende Präsenz muslimischer Migranten in seiner Region auf. Angesichts dieser Entwicklung stelle sich die Frage nach der christlichen Haltung: Wie verbinde man Respekt vor dem Glauben der Muslime mit dem Auftrag, das Evangelium zu verkünden? Der Bischof kündigt konkrete Programme zur Ausbildung und Begegnung an, um Zeugnis zu geben und den Glauben auch gegenüber Muslimen im eigenen Territorium zu bezeugen. Suetta beruft sich dabei auf das Vorbild des heiligen Franziskus von Assisi, der vor im Jahr 1219 den Sultan Al-Malik al-Kamil in Ägypten traf. Franziskus, dessen 800. Todestag dieses Jahr gefeiert wird, habe seine Brüder angewiesen, keine Streitgespräche zu führen, sondern ihren christlichen Glauben offen zu bekennen, den dreieinen Gott zu verkünden und zur Taufe einzuladen. Entscheidend sei vor allem das Zeugnis des eigenen Lebens – wichtiger als bloße Worte. Der Bischof betont gemeinsame Anliegen mit Muslimen, etwa den Einsatz für eine grundlegende Moral in einer säkularisierten Welt. Viele Muslime würden öffentliche Unmoral in westlichen Ländern fälschlicherweise mit dem Christentum gleichsetzen. Erst durch authentische Begegnungen mit überzeugten Christen könnten sie erkennen, dass die Säkularisierung eine Verfälschung des Christentums darstelle. Die Verkündigung beginne bereits mit einem offenen Empfang und klarem Zeugnis – stets in Nächstenliebe und ohne Zwang. Suetta erinnert an die kirchliche Lehre, dass das Heil nur in Christus möglich sei. Es sei kein Akt der Nächstenliebe, diese Wahrheit zu verschweigen. Mit einem eindrücklichen Bild vergleicht er die Evangelisierung mit dem Werfen eines Rettungsseils an einen Ertrinkenden: Schweigen aus falscher Rücksicht bedeute, den anderen seinem Schicksal zu überlassen. Er zitiert den heiligen Paulus: „Wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!“ Besonders ermutigt zeigt sich das St. Nicholas Tavelic Netzwerk (TavNet), ein missionarisches Netzwerk von Konvertiten vom Islam zur katholischen Kirche. Die Organisation, die oft unterirdisch arbeitende Gemeinschaften von Konvertiten begleitet, begrüßte den Hirtenbrief ausdrücklich. Numair R., Leiter des britischen Zweigs, erklärte, viele glaubten, die Mission unter Muslimen finde nur in muslimischen Ländern statt – „in Wirklichkeit liegt sie direkt vor unserer Haustür“. Er betont wie der Bischof: Schweigen sei keine Nächstenliebe. Eine klare und sichtbare christliche Identität sei unerlässlich, um Muslime zu erreichen, die das Christentum zunächst mit westlicher moralischer Verwahrlosung assoziierten. Joseph L., Leiter des französischen Zweigs, ergänzt, Konvertiten bräuchten keine diplomatischen Floskeln, sondern ernsthafte Begleitung, rigorose Katechese, Sakramente und ein echtes katholisches Zuhause. Evangelisierung dürfe niemals erzwungen, aber auch nicht verschwiegen werden. Der Hirtenbrief erscheint vor dem Hintergrund eines deutlichen Anstiegs der muslimischen Bevölkerung in Europa. In Italien hat sich diese Schätzung zufolge in den vergangenen zwei Jahrzehnten etwa verdoppelt – von rund 800.000 im Jahr 2006 auf über 1,5 Millionen im Jahr 2023. In Europa wuchs der Anteil von etwa 2 % (1950) auf 6 % (2020). Bischof Suetta verbindet seinen Aufruf auch mit dem 60. Jahrestag der Konzilserklärung Nostra Aetate und schließt mit einem Gebet zur Gottesmutter Maria, die auch von Muslimen verehrt wird: Die Freude der Auferstehung solle die Gläubigen stärken, Gottes Liebe allen weiterzugeben. Der Hirtenbrief markiert eine klare Position: Die Kirche muss ihren universalen Missionsauftrag („Geht hin zu allen Völkern“) auch im eigenen Land ernst nehmen – mit Respekt, aber ohne die Wahrheit des Evangeliums zu relativieren. TavNet betet dafür, dass weitere Bischöfe diesem Beispiel folgen.
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() Lesermeinungen
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuItalien
Islam
Mission
| ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-gelesen
| |||||||||||||||||||||||||||
![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||
© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz | ||||||||||||||||||||||||||||||