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Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft

vor 20 Minuten in Deutschland, keine Lesermeinung
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Die Anti-AfD-Kampagne von deutschen Kirchenvertretern haben offensichtlich nicht viel genützt. Jeder dritte Christ wählte die AfD


Magdeburg (kath.net/rn)

Die AfD ist bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September nun auch bei den evangelischen und katholischen Wählern zur stärksten Kraft aufgestiegen. Das geht aus Daten einer Wahltagsbefragung der Forschungsgruppe Wahlen (Mannheim) hervor.  Insgesamt erzielte die AfD bei der Wahl 43,8 Prozent der Stimmen (+23 Prozentpunkte gegenüber 2021) und liegt damit weit vor der CDU (17,2 Prozent/-19,9), der SPD (9,3 Prozent/+0,9), Bündnis 90/Die Grünen (8,9 Prozent/+3), der Linken (8,6 Prozent/-2,4) und dem erstmals angetretenen BSW (5,3 Prozent).


Jeder dritte Christ wählte die AfD

Auch unter den gläubigen und kirchengebundenen Wählern zeigt sich dieser Trend deutlich: Jeweils ein Drittel der evangelischen (33 Prozent) und der katholischen Wähler (32 Prozent) gab der AfD ihre Stimme. Innerhalb der Konfessionen votierten Männer (38 Prozent ev. / 37 Prozent kath.) spürbar häufiger für die Partei als Frauen (29 Prozent ev. / 26 Prozent kath.)

In Sachsen-Anhalt gehört ein knappes Zehntel der Bevölkerung einer evangelischen Landeskirche an (9,9 Prozent), während der Anteil der Katholiken bei lediglich 2,9 Prozent liegt. Unter den Konfessionslosen erreichte die AfD laut der Befragung mit 47 Prozent nahezu die absolute Mehrheit.

Ergebnisse bei den konfessionellen Wählern im Überblick

Bei den christlichen Wählern erlitt die bisher stark vertretene CDU deutliche Verluste, bleibt aber zweitstärkste Kraft:CDU: 26 % bei Protestanten | 26 % bei Katholiken  Grüne: 12 % bei Protestanten | 12 % bei Katholiken  SPD: 11 % bei Protestanten | 12 % bei Katholiken  Die Linke: 6 % bei Protestanten | 6 % bei Katholiken  BSW: 5 % bei Protestanten | 4 % bei Katholiken  Die Forschungsgruppe Wahlen befragte am Wahltag insgesamt 18.384 Wähler, von denen 9.302 Angaben zu ihrer Konfession machten.


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