
Der Name 'Maria' - Ein „bitteres Meer“ und Schrecken der Dämonenvor 30 Minuten in Spirituelles, keine Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Hl. Bonaventura: "Den Dämonen ist Maria ein bitteres Meer, den Menschen ein Meeresstern, den Engeln die Erleuchtterin und allen Geschöpfen die Herrin."
Rom (kath.net)
Der Name Maria birgt eine tiefgründige geistliche Bedeutung, die besonders in der spirituellen Schatten- und Abwehrarbeit von großer Kraft ist. Ursprünglich aus dem Hebräischen (Miryam) hergeleitet, bringen Bibelwissenschaftler den Namen häufig mit den Begriffen mar (bitter) und yam (Meer) in Verbindung. Während dies einerseits auf das tiefe Leid und die Tränen der Muttergottes unter dem Kreuz verweist, enthüllt sich darin nach der Auslegung großer Heiliger eine mächtige Waffe im geistlichen Kampf.
Der heilige Bonaventura beschreibt in seinem Werk "Der Spiegel der Seligen Jungfrau" die mehrfachen Dimensionen dieses Namens: „Maria bedeutet ein bitteres Meer, Meeresstern, die Erleuchtete oder Erleuchterin. Maria wird als ‚Herrin‘ gedeutet. Den Dämonen ist Maria ein bitteres Meer, den Menschen ein Meeresstern, den Engeln die Erleuchtterin und allen Geschöpfen die Herrin.“
Der Kirchenlehrer erläutert weiter, dass Maria in zweifacher Hinsicht ein „bitteres Meer“ für die Mächte der Finsternis ist: Einerseits durch den überströmenden Reichtum ihrer Gnaden, andererseits durch die Macht, mit der sie den Teufel ins Verderben stürzt und gleichsam im Abgrund versenkt.
Diese theologische Intuition der Heiligen findet Bestätigung in der Praxis des Exorzismus. Der bekannte Vatikan-Exorzist Pater Gabriele Amorth berichtete mehrfach von seinen Konfrontationen mit dem Widersacher. Auf die Frage, warum der Name der Gottesmutter die gefallenen Engel so tief treffe, gestand der Teufel in einem Exorzismus:
„Ich habe noch mehr Angst, wenn du den Namen der Madonna aussprichst, denn ich werde mehr gedemütigt, indem ich von einer einfachen Geschöpft geschlagen werde, als von Ihm.“
Die Anrufung des Namens Maria erweist sich damit im geistlichen Leben nicht nur als Ausdruck kindlicher Verehrung, sondern als wirksamer Schutz und Schild gegen die Anfechtungen und Angriffe des Bösen. 
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