
Papst reagiert auf Sex-Vorwürfe gegen Erzbischof von Rabatvor 11 Minuten in Weltkirche, keine Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Leo ernennt spanischen Ordensmann Dorado zum Koadjutor und damit mutmaßlichen Nachfolger von Erzbischof López.
Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Nach Sex-Vorwürfen gegen den Erzbischof von Rabat, Cristóbal Kardinal López Romero, hat der Papst einen Amtshelfer eingesetzt. Leo XIV. ernannte am Samstag den spanischen Ordensmann Mario León Dorado (52) zum Koadjutor-Erzbischof, wie der Vatikan mitteilte. Mit dieser Aufgabe ist in der Regel ein Nachfolgerecht verbunden. León Dorado verwaltet die marokkanische Hauptstadtdiözese bereits übergangsweise seit López Romeros Rückzug im Juli dieses Jahres.
Zu diesem Zeitpunkt hatte der Vatikan Ermittlungen gegen den 74-jährigen Kardinal eingeleitet. Anlass waren Vorwürfe mehrerer erwachsener Frauen, er habe sich ihnen gegenüber sexuell "unangemessen" verhalten. López Romero bestreitet die Anschuldigungen, lässt aber bis auf Weiteres seine Amtsgeschäfte ruhen, um die Ermittlungen nicht zu behindern. Zudem verzichtet er auf öffentliche Auftritte. 
Kardinal López, der bereits als 16-Jähriger in den Orden der Salesianer Don Boscos eintrat, war unter anderem in Spanien, Paraguay, Marokko und Bolivien tätig. 2017 ernannte ihn Papst Franziskus zum Erzbischof von Rabat in Marokko, wo eine kleine katholische Minderheit lebt. 2019 macht er ihn zum Kardinal.
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Foto: Papst Leo XIV. (C) Vatican Media
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