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Wieso wurde die chinesische atheistische Pianistin Weng Yirui (31) katholisch?

30. Jänner 2025 in Jugend, 3 Lesermeinungen
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Als Weng Yirui mit dem Klavierunterricht begann, hatte sie keine Ahnung, dass sie Gott durch die Musik begegnen wird.


Mailand (kath.net/pl) Ihr Lehrer in China konzentrierte sich ausschließlich auf die Technik, aber die junge Weng Yirui war sich sicher, dass diese Musik noch mehr zu bieten hatte, auch wenn sie nicht verstand, was es war. „Heute weiß ich, dass diese Motive ohne Gott nie möglich gewesen wären. Sie hätten existiert, aber in China wurde das Thema nicht einmal erwähnt“, erklärt die junge Frau im Interview mit der in Mailand herausgegebenen Online-Zeitung „Tempi“. Das berichtete das katholische Online-Magazin „Aleteia“.

Mit 22 Jahren zog sie nach Italien, um in Mailand ihre Musikstudien zu vertiefen. „Einer der ersten Orte, die unsere Italienischlehrerin mit uns besuchte, war der Mailänder Dom. Ich war sprachlos: Ich hatte noch nie etwas so Schönes gesehen und fragte mich sofort, warum ein so prächtiges Gebäude gebaut worden war.“ In ihrer Freizeit entdeckte die junge Frau andere Kirchen in der italienischen Stadt. „Ich war überrascht von der Stille. Ich sah diese Menschen, die in den Kirchenbänken saßen oder standen, ohne zu sprechen. Ich fragte mich, was sie taten. Dann bemerkte ich, dass alle auf das Kruzifix schauten, doch ich konnte nicht verstehen, warum.“


Diese Fragen brannten in ihr wie Glut unter Asche, besonders, nachdem sie 2018 am Mailänder Konservatorium das Studium der Kirchenmusik begann. Beim Einüben von Vivaldis Gloria fragte sich Yirui nach der Bedeutung der Worte „Agnus Dei, Filius Patris“ (Das Lamm Gottes, Sohn des Vaters). Tatsächlich löste dieses Werk von Vivaldi eine Reihe existenzieller Fragen über Gott und den Tod Jesu aus. Ihr Lehrer erzählte ihr von Jesus. Ihr Verständnis für geistliche Musik, die sie fasziniert hatte, ohne dass sie ihre spirituelle Tiefe verstand, begann im Licht der christlichen Religion erhellt zu werden. „Die Begegnung mit Gott hat mein Leben wirklich verändert, denn jetzt habe ich vor nichts mehr Angst.“

Dann begegnete sie Pfr. Francesco Zhao von der chinesischen katholischen Gemeinde in Mailand. „Er hat nie versucht, mich zu bekehren, und ich hatte zunächst auch nicht die Absicht, dies zu tun“, erzählt die Musikerin. Doch dank dieses Priesters entdeckte sie die Schönheit des Gebets und begann, Katechismusunterricht zu nehmen.

Eines Tages, vor einem Konzert, versuchte sie zu beten, betete ein Ave Maria und bat die Jungfrau Maria, sie während des Konzerts zu beschützen. „Zu meiner großen Überraschung spielte ich besser und machte keine Fehler. Von diesem Tag an begann ich, öfter zu beten“, erklärt sie.

Am 8. April 2023 wurde sie in Mailand getauft. Heute betet Yirui regelmäßig, und der Glaube ist zu einer Säule ihres Lebens geworden, sowohl privat als auch beruflich.

Gleichzeitig beobachtet sie aufmerksam die Situation junger Menschen in China, wo der christliche Glaube unterdrückt wird. Sie hofft, dass diese jungen Menschen eines Tages wie sie die Wahrheit entdecken können, die über die von der Gesellschaft auferlegten materialistischen Werte hinausgeht. „Ich bete, dass junge Menschen in China die Wahrheit erkennen und ihr folgen können, nicht die Gesellschaft.“

 


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