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‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘

13. Juni 2026 in Deutschland, 5 Lesermeinungen
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Harald Martenstein kritisiert in seiner Kolumne die unterschiedlichen Standards, die in den Medien und der Zivilgesellschaft für das Christentum und den Islam angewendet werden.


Berlin (kath.net/jg)
„Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn“, schreibt der Journalist Harald Martenstein in seiner Kolumne in der BILD-Zeitung. Er nimmt in seinem Beitrag die Doppelmoral des ZDF und der „sogenannten Zivilgesellschaft“ gegenüber dem Christentum einerseits und dem Islam andererseits aufs Korn.

Das ZDF hatte vor kurzem auf seiner Internetseite den katholischen Feiertag Fronleichnam erklären wollen und den Text mit dem Titel „Happy Kadaver“ überschrieben. Nach heftiger Kritik wurde die Überschrift geändert und der Hinweis gegeben, man habe keine religiösen Gefühle verletzen wollen.


Martenstein zitiert seinen Kollegen Ulf Poschardt, Herausgeber der WELT, der das ZDF aufgefordert hatte, einen ähnlichen Scherz auf Kosten des Islam zu versuchen. „Das wäre womöglich lebensgefährlich“, schreibt Martenstein wörtlich. Außerdem würde die „sogenannte Zivilgesellschaft Kopf“ stehen und dem Sender Islamophobie, Rassismus – als sei der Islam eine Rasse – vorwerfen. 

Der zweite Vorfall den Martenstein aufgreift, betrifft ein christliches Café in Leipzig, welches nach jahrelangem Terror, mutmaßlich von Linksextremen ausgeübt, schließen musste. Die Räumlichkeiten wurden wiederholt mit Buttersäure und Exkrementen verschmutzt, die Scheiben wurden eingeschlagen oder mit Hammer und Sichel beschmiert. 

Einer der Hauptvorwürfe der Angreifer betraf den Umstand, dass die Pfingstkirche, die das Café betrieben hat, nur heterosexuelle Paare traut. „Ich glaube, der Islam hält es ähnlich“, kommentiert Martenstein. Wenn eine Moschee auf die gleiche Weise angegriffen würde wie das Café, „wäre in Deutschland ganz schön was los“, schreibt er wörtlich und wünscht dem ZDF abschließend „Gottes Segen“.

 


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