Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  2. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  5. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  6. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  7. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  8. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  9. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  10. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  11. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  12. Viel Lärm um nichts?
  13. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  14. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  15. Renaissance des Glaubens: Amerikas junge Männer kehren in die Kirchen zurück

Einfach mal sagen: „Ich habe genug“

15. April 2025 in Familie, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wenn die Börse verrücktspielt, dann sollten wir darüber nachdenken, ob unser Finanzmanagement mit unseren Werten zusammenpasst.


Wien (kath.net / pk) Wenn die Preise steigen und die Märkte zusammenbrechen, so wie in diesen Tagen, dann stellt sich für Katholiken die Frage: Wie ordne ich das ein? Für gläubige Menschen gehe es bei der finanziellen Ordnung nicht darum, jede Cent zu kontrollieren oder sich um die Sicherheit zu kümmern, heißt es in einem Beitrag auf „Aleteia“. Es geht vielmehr um etwas Tieferes.

Es sei ganz natürlich, sich angesichts dieser Turbulenzen ängstlich zu fühlen und dem Drang nachzugeben, seine Finanzen zu ordnen. Was bedeutet dies? „Für Katholiken geht es bei der finanziellen Ordnung nicht darum, jeden Dollar zu kontrollieren oder sich um die Sicherheit zu sorgen. Es geht um etwas Tieferes, nämlich: Unsere Ressourcen mit unseren Werten in Einklang zu bringen und Frieden nicht im Reichtum, sondern im Ziel zu finden.“

Im Zentrum der katholischen Lehre über die Finanzen steht das Konzept der Haushalterschaft. Der Katechismus drückt es so aus: „Am Anfang hat Gott die Erde und ihre Güter der Menschheit zur gemeinsamen Verwaltung anvertraut…“ (KKK 2402). Das heißt: Wir sind nicht Eigentümer, sondern Verwalter.


Damit ordnet sich alles neu: Unser Einkommen, unsere Ersparnisse und Investitionen sind nicht nur persönliches Vermögen. Sie sind Teil unserer Berufung, verantwortungsvoll, großzügig und rechtschaffen zu leben.

Der heilige Ignatius von Loyola lehrte die Tugend der „heiligen Gleichgültigkeit“. Das ist die Fähigkeit, geistig frei zu bleiben, egal ob wir reich oder arm sind. Wahre finanzielle Ordnung beginnt nicht mit Zahlen, sondern mit dieser inneren Freiheit – der Weigerung, sich vom Geld unsere Identität diktieren zu lassen oder unsere Entscheidungen zu dominieren.

Aber Freiheit erfordere auch „praktische Weisheit“, heißt es in dem Beitrag. „Besonders in unsicheren Zeiten reicht es nicht aus, auf das Beste zu hoffen. Wir sind aufgerufen, umsichtig zu handeln - zielgerichtet, diszipliniert und voller Glauben.“

Im Beitrag werden fünf konkrete Schritte genannt, um seine Finanzen zu ordnen.

Erstens: Erstellen Sie ein Budget, das Ihre Werte widerspiegelt. Beginnen Sie damit, Ihre tatsächlichen Bedürfnisse aufzulisten: Wohnen, Essen, Transport, Gesundheit... Nehmen Sie das als Basis – aber machen Sie sich bewusst, was davon wesentlich und was nur optional ist. Vergessen Sie nicht, Platz für Spenden einzuplanen, selbst wenn diese gering sind. Großzügigkeit, auch durch kleinen Beträge, macht das Herz weit.

Zweitens: Legen Sie einen Notfallfonds an. Legen Sie so viel beiseite, wie Sie können, um einen finanziellen Puffer zu haben. Hier geht es nicht darum, Geld zu horten, sondern sich abzusichern und verantwortungsvoll vorzusorgen.

Drittens: Vermeiden Sie Konsumschulden. Kreditkarten können das Leben leichter machen, aber sie können auch Gewohnheiten fördern, seinen Wünschen allzu rasch nachzugeben. Ein einfacher Lebensstil bringt oft mehr Freiheit als es ein hohes Kreditlimit.

Viertens: Investieren Sie klug und ethisch. Seien Sie vorsichtig mit schnellen Gewinnen und risikoreichen Plänen. Suchen Sie nach Fonds, die Unternehmen unterstützen, welche mit der katholischen Soziallehre übereinstimmen - Unternehmen, die die Menschenwürde achten, die Umwelt schützen und das Gemeinwohl fördern.

Fünftens: Gewöhnen Sie sich einen einfachen Lebensstil an. In einer Kultur, die Erfolg oft gleichsetzt mit der Anhäufung von vielen Dingen und Gütern, ist es eine radikale Entscheidung zu sagen „Ich habe genug.“ Einfachheit hat nichts mit Entbehrung zu tun, sondern es geht um Klarheit. Wenn Sie wissen, worauf es wirklich ankommt, bestimmen nicht ihre Finanzen ihre Entscheidungen, sondern Geld ist nur noch ein Mittel für Ihre Zwecke.

„Finanzieller Frieden entsteht nicht durch perfekte Tabellenkalkulationen oder optimistische Märkte“, heißt es in dem Beitrag. „Er entsteht, wenn man weiß, dass man in der richtigen Beziehung lebt – mit Gott, mit anderen und mit dem, was einem gegeben wurde. Bringen Sie Ihr Haus in Ordnung, nicht um sich vor der Welt zu schützen, sondern um freier zu sein, ihr zu dienen.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  3. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  4. "Derselbe Polarstern"
  5. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  6. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  7. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  8. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  9. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  10. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  11. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  14. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  15. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz