Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  4. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  5. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  6. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  7. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  8. Der Bischof und der Denunziant
  9. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  10. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  11. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  12. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  13. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt
  14. Töten bis zur Geburt - Aber US-Gouverneurin bleibt 'stolze Katholikin'
  15. Neues Eigentümer-Ehepaar lässt Ex-Epstein-Ranch drei Tage lang exorzieren

Einfach mal sagen: „Ich habe genug“

15. April 2025 in Familie, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wenn die Börse verrücktspielt, dann sollten wir darüber nachdenken, ob unser Finanzmanagement mit unseren Werten zusammenpasst.


Wien (kath.net / pk) Wenn die Preise steigen und die Märkte zusammenbrechen, so wie in diesen Tagen, dann stellt sich für Katholiken die Frage: Wie ordne ich das ein? Für gläubige Menschen gehe es bei der finanziellen Ordnung nicht darum, jede Cent zu kontrollieren oder sich um die Sicherheit zu kümmern, heißt es in einem Beitrag auf „Aleteia“. Es geht vielmehr um etwas Tieferes.

Es sei ganz natürlich, sich angesichts dieser Turbulenzen ängstlich zu fühlen und dem Drang nachzugeben, seine Finanzen zu ordnen. Was bedeutet dies? „Für Katholiken geht es bei der finanziellen Ordnung nicht darum, jeden Dollar zu kontrollieren oder sich um die Sicherheit zu sorgen. Es geht um etwas Tieferes, nämlich: Unsere Ressourcen mit unseren Werten in Einklang zu bringen und Frieden nicht im Reichtum, sondern im Ziel zu finden.“

Im Zentrum der katholischen Lehre über die Finanzen steht das Konzept der Haushalterschaft. Der Katechismus drückt es so aus: „Am Anfang hat Gott die Erde und ihre Güter der Menschheit zur gemeinsamen Verwaltung anvertraut…“ (KKK 2402). Das heißt: Wir sind nicht Eigentümer, sondern Verwalter.


Damit ordnet sich alles neu: Unser Einkommen, unsere Ersparnisse und Investitionen sind nicht nur persönliches Vermögen. Sie sind Teil unserer Berufung, verantwortungsvoll, großzügig und rechtschaffen zu leben.

Der heilige Ignatius von Loyola lehrte die Tugend der „heiligen Gleichgültigkeit“. Das ist die Fähigkeit, geistig frei zu bleiben, egal ob wir reich oder arm sind. Wahre finanzielle Ordnung beginnt nicht mit Zahlen, sondern mit dieser inneren Freiheit – der Weigerung, sich vom Geld unsere Identität diktieren zu lassen oder unsere Entscheidungen zu dominieren.

Aber Freiheit erfordere auch „praktische Weisheit“, heißt es in dem Beitrag. „Besonders in unsicheren Zeiten reicht es nicht aus, auf das Beste zu hoffen. Wir sind aufgerufen, umsichtig zu handeln - zielgerichtet, diszipliniert und voller Glauben.“

Im Beitrag werden fünf konkrete Schritte genannt, um seine Finanzen zu ordnen.

Erstens: Erstellen Sie ein Budget, das Ihre Werte widerspiegelt. Beginnen Sie damit, Ihre tatsächlichen Bedürfnisse aufzulisten: Wohnen, Essen, Transport, Gesundheit... Nehmen Sie das als Basis – aber machen Sie sich bewusst, was davon wesentlich und was nur optional ist. Vergessen Sie nicht, Platz für Spenden einzuplanen, selbst wenn diese gering sind. Großzügigkeit, auch durch kleinen Beträge, macht das Herz weit.

Zweitens: Legen Sie einen Notfallfonds an. Legen Sie so viel beiseite, wie Sie können, um einen finanziellen Puffer zu haben. Hier geht es nicht darum, Geld zu horten, sondern sich abzusichern und verantwortungsvoll vorzusorgen.

Drittens: Vermeiden Sie Konsumschulden. Kreditkarten können das Leben leichter machen, aber sie können auch Gewohnheiten fördern, seinen Wünschen allzu rasch nachzugeben. Ein einfacher Lebensstil bringt oft mehr Freiheit als es ein hohes Kreditlimit.

Viertens: Investieren Sie klug und ethisch. Seien Sie vorsichtig mit schnellen Gewinnen und risikoreichen Plänen. Suchen Sie nach Fonds, die Unternehmen unterstützen, welche mit der katholischen Soziallehre übereinstimmen - Unternehmen, die die Menschenwürde achten, die Umwelt schützen und das Gemeinwohl fördern.

Fünftens: Gewöhnen Sie sich einen einfachen Lebensstil an. In einer Kultur, die Erfolg oft gleichsetzt mit der Anhäufung von vielen Dingen und Gütern, ist es eine radikale Entscheidung zu sagen „Ich habe genug.“ Einfachheit hat nichts mit Entbehrung zu tun, sondern es geht um Klarheit. Wenn Sie wissen, worauf es wirklich ankommt, bestimmen nicht ihre Finanzen ihre Entscheidungen, sondern Geld ist nur noch ein Mittel für Ihre Zwecke.

„Finanzieller Frieden entsteht nicht durch perfekte Tabellenkalkulationen oder optimistische Märkte“, heißt es in dem Beitrag. „Er entsteht, wenn man weiß, dass man in der richtigen Beziehung lebt – mit Gott, mit anderen und mit dem, was einem gegeben wurde. Bringen Sie Ihr Haus in Ordnung, nicht um sich vor der Welt zu schützen, sondern um freier zu sein, ihr zu dienen.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Der Bischof und der Denunziant
  3. Wie die deutsche Bundesregierung Ihre Steuergelder verschwendet!
  4. 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana
  5. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  6. Cardinal Confusione
  7. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  8. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  9. Medjugorje und Papst-Akademie laden zu ersten "Mariologischen Tagen"
  10. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  11. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  12. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  13. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  14. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  15. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz