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Euthanasie in Kanada: Menschen mit Behinderung haben mittlerweile Angst vor dem Gesundheitssystem

28. Oktober 2025 in Chronik, 3 Lesermeinungen
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Menschen mit Behinderung, die mit ihren regulären Beschwerden medizinische Hilfe in Anspruch nehmen wollen, erhalten oft den Vorschlag, medizinisch assistierten Suizid zu begehen, sagt die Geschäftsführerin eines Behindertenverbandes.


Ottawa (kath.net/LifeNews/jg)
In Kanada haben Menschen mit Behinderung mittlerweile Angst, medizinische Leistungen in Anspruch zu nehmen, weil ihnen oft der Vorschlag gemacht wird, medizinisch assistierten Selbstmord in Anspruch zu nehmen. Dies berichtete Krista Carr, Geschäftsführerin von Inclusion Canada, einem Verband von Menschen mit Behinderung, bei einer Anhörung beim Finanzausschuss des kanadischen Parlaments.


„Menschen mit Behinderung haben jetzt in vielen Fällen große Angst, sich mit ihren regulären Anliegen an das Gesundheitssystem zu wenden, weil ihnen oft MAID (Medical Assistance In Dying – medizinisch assistierter Suizid) als Lösung für ihr als unerträglich angesehenes Leiden vorgeschlagen wird, das durch einige der von diesem Ausschuss behandelten Probleme verursacht wird, wie Armut und andere Situationen, in denen sich Menschen mit Behinderung im Vergleich zu anderen Kanadiern unverhältnismäßig oft befinden.“ 

Auf Nachfrage des Abgeordneten Garnett Genuis von der Konservativen Partei bestätigt Carr, dass Menschen mit Behinderung bei Besuchen in Krankenhäusern oder bei Ärzten MAID vorgeschlagen wird, obwohl sie wegen ganz anderer Anliegen medizinische Hilfe in Anspruch nehmen wollen. Sie höre Beschwerden dieser Art jede Woche, sagte sie.

Seit der Legalisierung der Euthanasie in Kanada im Juni 2016 sind insgesamt ungefähr 90.000 Personen durch MAID gestorben.

 


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