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| ![]() Christus bringt ein Licht, das stärker ist als die Blindheit des Bösenvor 7 Stunden in Aktuelles, keine Lesermeinung Leo XIV. am Sonntag ‚Laetare’ in der Pfarrei Sacro Cuore di Gesù im Stadtteil Ponte Mammolo: der Ruf zum neuen Blick des Glaubens und zur Verantwortung der christlichen Gemeinschaft. Der Weg vom Dunkel zum Licht. Von Armin Schwibach Rom (kath.net/as) Am vierten Fastensonntag besuchte Papst Leo XIV. die römische Pfarrei Sacro Cuore di Gesù im Stadtteil Ponte Mammolo in Rom. Bei seiner Ankunft am Nachmittag wurde er im Hof des Oratoriums von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien empfangen. In den Räumen der Pfarrei begegnete er älteren Menschen, Kranken sowie einer Gruppe von Armen und Obdachlosen, die den Duschdienst der Gemeinde nutzten. Auch Freiwillige der Caritas und der Gemeinschaft von Comunità di Sant’Egidio nahmen an der Begegnung teil. In seiner Predigt bei der Eucharistiefeier legte Papst Leo XIV. den biblischen Text des Tages aus. Zu Beginn stellte er die Feier in den Zusammenhang des vierten Fastensonntags, der traditionell „Laetare“ genannt wird: „Unsere Eucharistiefeier ist heute mehr als sonst von Freude geprägt. Die Schönheit unserer Begegnung steht im Zusammenhang mit dem Sonntag, der ‚Laetare‘ genannt wird, ‚Freue dich‘, nach den Worten des Propheten Jesaja: ‚Freue dich, Jerusalem‘“. Von diesem Ausgangspunkt aus lenkte der Papst den Blick auf die Situation der Welt. Viele Menschen litten unter Gewalt und Konflikten: „Gegenwärtig leiden viele unserer Brüder und Schwestern in der Welt unter gewaltsamen Konflikten, die aus der absurden Vorstellung entstehen, Probleme und Gegensätze mit Krieg lösen zu können, während ohne Unterlass für den Frieden dialogisiert werden muss“. Es gebe Stimmen, die den Namen Gottes mit solchen Entscheidungen des Todes in Verbindung brächten. Doch „Gott kann nicht von der Finsternis in Dienst genommen werden. Er kommt vielmehr immer, um der Menschheit Licht, Hoffnung und Frieden zu schenken, und Frieden sollen jene suchen, die ihn anrufen“. Darin liege die Botschaft dieses Sonntags: „Über jeden Abgrund hinaus, in den der Mensch durch seine Sünden fallen kann, kommt Christus, um ein Licht zu bringen, das stärker ist und ihn aus der Blindheit des Bösen befreien kann, damit ein neues Leben beginne“. Leo XIV. wandte sich dem Evangelium von der Heilung des Blindgeborenen zu und beschrieb diese Begegnung als Bild einer neuen Geburt: „Die Begegnung zwischen Jesus und dem Blindgeborenen kann mit der Szene einer Geburt verglichen werden, durch die dieser - wie ein Kind, das ans Licht kommt - eine neue Welt entdeckt und sich selbst, die anderen und das Leben mit den Augen Gottes sieht“. Aus dieser Darstellung entwickelte er eine Frage: „Worin besteht dieser Blick? Was offenbart er? Was bedeutet es, mit den Augen Gottes zu sehen?“. Das Evangelium des Johannes zeige zunächst, dass ein solcher Blick die Vorurteile überwindet. Oft werde ein leidender Mensch als Ausgestoßener betrachtet oder als Problem, dem man ausweichen wolle. Menschen zögen sich in eine „gesicherte Festung eines egoistischen Individualismus“ zurück. Häufig höre man die Worte: „Solange alles gut ging, waren viele Freunde da; im Augenblick der Prüfung jedoch sind viele gegangen, sie sind verschwunden“. Christus verhalte sich anders: „Jesus handelt nicht so: Er schaut den Blinden mit Liebe an, nicht als minderwertiges Wesen oder als störende Gegenwart, sondern als einen Menschen, der ihm teuer ist und Hilfe braucht“. Dadurch werde ihre Begegnung zu einem Ort, an dem sich das Werk Gottes zeige. Im Zeichen der Heilung werde die schöpferische Macht Gottes sichtbar. Der Papst verwies auf die Handlung Jesu mit Schlamm und Speichel und erklärte, dass der Mensch dadurch gleichsam die Geste der Schöpfung wieder erlebe. So erscheine der Mensch wieder in seiner Würde als Geschöpf nach dem Bild und Gleichnis Gottes: „Indem er das Augenlicht zurückgewinnt, wird er Zeuge des Lichtes“. Der Weg dieses Mannes bleibe jedoch nicht ohne Mühe. Er müsse sich an eine Wirklichkeit gewöhnen, die ihm bisher unbekannt gewesen sei, Farben und Formen unterscheiden lernen und seine Beziehungen neu ordnen. Gleichzeitig wachse die Ablehnung seiner Umgebung. Selbst seine Eltern hätten nicht den Mut gehabt, ihn zu verteidigen. In der Befragung, der er unterzogen worden sei, stehe nicht nur der Geheilte im Mittelpunkt, sondern vor allem Christus selbst, dem vorgeworfen worden sei, den Sabbat verletzt zu haben. In dieser Reaktion werde eine andere Form der Blindheit sichtbar: „Es zeigt sich eine andere Blindheit, eine noch schwerere: die Blindheit, das Angesicht Gottes nicht zu erkennen, obwohl es vor den Augen steht“. Statt der Begegnung mit Gott wählten manche die Sicherheit einer rein formalen Beachtung einer Disziplin. Gegenüber dieser Haltung halte Christus nicht inne: „Es gibt keinen Sabbat, der einen Akt der Liebe hindern kann“. Der Sinn des Sabbats für Israel und der Sinn des Sonntags für die Christen bestehe darin, das Geheimnis des Lebens als Geschenk zu feiern und den Ruf eines leidenden Menschen nicht zu überhören. Von dieser Betrachtung aus wandte sich der Papst an die Gläubigen und stellte fest, dass auch Christen Gefahr laufen könnten, blind zu werden, wenn sie die Nöte der anderen nicht wahrnähmen. Christus rufe zu einer anderen Lebensweise. Die erste christliche Gemeinschaft habe diesen Weg verstanden. Sie sei im Gebet beständig gewesen und habe alles mit Freude und Einfachheit des Herzens geteilt. Trotz Schwierigkeiten hätten die Christen nicht aufgegeben, sondern aus der Kraft der Taufe als neue Menschen gelebt und in der Gemeinschaft eine Familie gefunden. Leo XIV. verband diese Darstellung mit der Geschichte der Pfarrei, die seit vielen Jahrzehnten tätig sei. Die Gemeinde habe sich besonders den Situationen von Armut und Ausgrenzung gewidmet und auch die Nähe zum Gefängnis von Rebibbia berücksichtigt. Er erinnerte daran, dass die Pfarrei Menschen aus anderen Ländern unterstütze, indem sie ihnen beim Erlernen der Sprache, bei der Suche nach einer Wohnung und bei der Arbeit helfe. Schwierigkeiten seien vorhanden, auch weil manche die Not der Schwächeren ausnutzten. Gleichzeitig seien die Bemühungen der Gemeinde sichtbar, durch Dienste der Caritas, durch Häuser für Frauen und Mütter in schwierigen Situationen sowie durch weitere Initiativen zu helfen. Auch das Engagement für Kinder und Jugendliche im Oratorium wurde erwähnt. Im weiteren Verlauf griff der Papst ein Wort des Kirchenvaters Augustinus von Hippo auf. Dieser habe gefragt: „Welches Gesicht hat die Liebe? Welche Gestalt, welche Größe, welche Füße, welche Hände?“ und geantwortet: „Sie hat Füße, die zur Kirche führen; sie hat Hände, die den Armen geben; sie hat Augen, mit denen man den erkennt, der in Not ist“. In Bezug auf die Liebe füge Augustinus hinzu: „Haltet sie fest, umarmt sie: Nichts ist süßer als sie“. Am Ende seiner Betrachtungen wandte sich der Papst erneut an die Gemeinde und beschrieb das Licht, das den Christen anvertraut sei: „Das ist das Geschenk des Lichtes, das euch anvertraut ist, damit ihr es in euch und unter euch wachsen lasst und es in der Welt verbreitet durch das Gebet, die Teilnahme an den Sakramenten und die Liebe“. Dieser Weg solle fortgesetzt werden. Die Predigt schloss mit einem Hinweis auf das Patrozinium der Pfarrei. Das Herz Jesu, dem die Gemeinde geweiht sei, möge die Gemeinschaft formen und bewahren, damit sie „mit denselben Gesinnungen Christi“ lebe und „mit Freude und Hingabe den Schatz der Gnade bezeuge, den ihr empfangen habt“.
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