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„Die Generation Z, die in Manhattan zur Messe kommt, sucht keine alternative Clubszene“

15. April 2026 in Jugend, 1 Lesermeinung
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New Yorker Katholikin Kayla Bartsch: „Die meisten aktuellen Berichte der Mainstream-Medien haben übersehen, dass Pfarreien wie St. Joseph junge Menschen in großer Zahl anziehen, weil ihre Gottesdienste gleichzeitig lehramtstreu und modern sind“.


New York (kath.net/pl) „Die meisten aktuellen Berichte der Mainstream-Medien haben übersehen, dass Pfarreien wie Pfarrei St. Joseph junge Menschen in großer Zahl anziehen, weil ihre Gottesdienste gleichzeitig lehramtstreu und modern sind – eine anscheinend seltene, aber bei gläubigen Katholiken aller Altersgruppen sehr beliebte Kombination. Weder die strenggläubigen ‚Traditionalisten‘ noch die ‚Kumbaya‘- Babyboomer können die breite, urbane Bevölkerung für sich gewinnen.“ Das schreibt Kayla Bartsch, Mitglied der New Yorker Pfarrei St. Joseph in Greenwich Village. Ihr Beitrag im „National Catholic Register“ trägt den Titel: „Meine Pfarrei in Manhattan ging dieses Ostern viral – Was die Schlagzeilen verpassten“.

„Von all den Freunden, die ich seit meinem Umzug nach New York letztes Jahr in St. Joseph kennengelernt habe, besucht keiner jeden Sonntag die Messe, um seinen sozialen Status aufzupolieren oder sich mit seinen jungen Altersgenossen zu vernetzen. Sie gehen dorthin, um Gott nahe zu sein, damit er ihnen nahe sein kann“, schildert die junge Autorin. Denn die Kirche verkünde „eine Wirklichkeit, die den modernen, säkularen Ansichten, die unserer selbstbezogenen Kultur der Selbstoptimierung zugrunde liegen, diametral entgegensteht. Die Kirche lehrt, dass wir nicht uns selbst gehören, sondern von Gott für Gott geschaffen sind.“


In einer Gemeinde wie St. Joseph werde „der Kern und der unersetzliche Sinn der Messe durch klassische liturgische Elemente unmittelbar erfahrbar: eine Predigt, die den Zuhörer auf Christus ausrichtet, Musik, die die Seele zum Himmel erhebt, und eine allgegenwärtige Atmosphäre heiliger Andacht“, betont Bartsch.

Die junge Autorin erinnert gleichzeitig aber daran, dass zwar „viele Diözesen einen Zuwachs an jungen Konvertiten verzeichnen“, aber dennoch „weiterhin mehr Katholiken, die von Geburt an katholisch sind, die Kirche verlassen, als neue hinzukommen“. Allerdings sei dies „kein Grund für Zweifel oder Angst. Katholisch zu sein bedeutet, sich von Trends abzugrenzen, alten Glaubensvorstellungen anzuhängen und einer immerwährenden Kirche treu zu sein. Katholiken müssen sich in ihrem Leben bewusst dafür entscheiden, ihren Glauben Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr zu leben.“

Großen Wert legt die Autorin abschließend darauf, dass es „natürlich“ die Messe selbst, „die so viele junge Erwachsene in diese Gemeinden zieht, alles andere als eine vorübergehende Modeerscheinung“ sei, „sie ist ein uralter Ritus. Die ersten Messbücher – Texte, die die Messordnung enthalten – wurden vor fast 1000 Jahren in Klöstern gefunden. Das Sakrament der Eucharistie umspannt zwei Jahrtausende und hat seinen Ursprung in den Worten und Taten Christi beim Letzten Abendmahl. Die Generation Z, die in Manhattan zur Messe kommt, sucht Teilhabe an dieser radikalen Tradition – nicht aber an einer alternativen Clubszene oder einem Programm zur Selbstinszenierung. Die Kirche hat unzählige Trends überdauert und wird auch in Zukunft viele überdauern. Ich hoffe, dass meine Generation weiterhin im Leib Christi eine Heimat findet, und vertraue dabei auf den Herrn, nicht auf TikTok.“

Ein Blick auf die Homepage der Pfarrei führt praktisch sofort auf die Angebote „Messzeiten und Beichtzeiten“, kurz darunter erscheint schon eine Hinführung zur Eucharistischen Anbetung vor dem ausgesetzten Allerheiligsten, die Tag und Nacht möglich ist, Motto: „Die Stadt, die niemals schläft, hat eine Kapelle, die niemals schließt.“ Hier kann – nach Registrierung mit Personalausweis und Adresse – eine Schlüsselkarte erhalten werden, mit der man jederzeit diese Anbetungskapelle betreten kann. In einem Stundenplan kann man sich elektronisch zur Übernahme einer Stunde stiller eucharistischer Anbetung verpflichten, offenbar melden sich immer zwei Personen verbindlich zur Anbetung an. Ein (möglicherweise KI-generiertes) Bild zeigt einen Blick in diese Anbetungskapelle, einige junge Erwachsene sind ins Gebet vertieft, ein junger Mann blättert in einem Buch, das eine Bibel oder ein Stundenbuch darstellen könnte, eine junge Frau kniet vor einer Art Lettner auf dem Boden in unmittelbarerer Nähe zur Monstranz. Ein junger Dominikanerpater geht gerade nach vorn zum Altarbereich.

Bild © St Joseph’s Catholic Church in Greenwich Village

 


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