
Mehr als 1,1 Mio. Gläubige besuchten Athos-Reliquie in Belgradvor 9 Stunden in Aktuelles, keine Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Unter den Verehrern des heiligen Gürtels der Jungfrau Maria war auch der serbische Präsident Vucic: Präsenz der Reliquie "große Ehre und Hoffnung für das serbische Volk".
Belgrad/Zürich (kath.net/ KAP)
Mehr als 1,1 Mio. Gläubige wollten bislang in Belgrad den heiligen Gürtel der Jungfrau Maria sehen, wie der "Nachrichtendienst östliche Kirchen" (NÖK) in seiner aktuellen Ausgabe berichtet. Die Reliquie, die eigentlich im Kloster Vatopedi auf dem Athos aufbewahrt wird, war vom 20. Mai bis 5. Juni in der Kathedrale des Hl. Sava ausgestellt worden. Ursprünglich hätte die Reliquie am 29. Mai zurückgebracht werden sollen, die Frist wurde jedoch wegen des großen Interesses zwei Mal verlängert.
Am 20. Mai empfingen der serbische Patriarch Porfirije in Begleitung mehrerer Bischöfe der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) und der serbische Präsident Aleksandar Vucic auf dem Flughafen in Belgrad die Reliquie, die vom Abt des Klosters Vatopedi, Ephraim (Koutsou), überbracht wurde. Porfirije verwies darauf, dass der heilige Gürtel eine gewisse Zeit in Belgrad aufbewahrt, dann aber von Fürst Lazar dem Kloster Vatopedi übergeben worden sei. Vatopedi sei eng mit dem serbischen Volk verbunden, da dort der hl. Sava als Mönch gelebt habe, ebenso sein Vater, der hl. Simeon. Nach sechs Jahrhunderten erinnere nun die Reliquie an die "Liebe des heiligen Fürsten Lazar gegenüber seiner Heimat und seinem Volk, aber auch an das Bewusstsein, dass alles Gute, jede Schönheit, Fülle, Wahrheit und Gerechtigkeit auf dem unverrückbaren Grundstein gründen, der Jesus Christus heißt." 
Wundertätige Reliquie
Abt Ephraim antwortete auf Porfirijes Dankesworte, er folge mit "großem Eifer" der Einladung des Patriarchen nach Belgrad, damit der heilige Gürtel nach vielen Jahrhunderten Belgrad besuche. Dies sei eine "Pflicht und Bedürfnis", auf diese Weise werde Fürst Lazar, der als Großmärtyrer heiliggesprochen wurde, geehrt. Dem serbischen Volk versprach er "großen Trost" und beteuerte die Wundertätigkeit der Reliquie.
Präsident Vucic bezeichnete die Ankunft des heiligen Gürtels als "große Ehre und Hoffnung für das serbische Volk". Er glaube, dass der heilige Gürtel Wunder bringen werde, "auf die wir hoffen, um das serbische Schiff in einen ruhigen Hafen führen zu können". Er verwies darauf, dass die Reliquie bisher selten den Athos verlassen habe, was die Bedeutung des Ereignisses verdeutliche.
Großes Medienecho
Zu Christi Himmelfahrt, das in Serbien entsprechend dem Julianischen Kalender dieses Jahr am 21. Mai gefeiert wurde, wurde die Reliquie in Belgrad an der Spitze der üblichen Prozession getragen. An der Prozession nahmen neben zahlreichen Gläubigen und Geistlichen auch mehrere serbische Minister sowie Vertreter der Polizei und der Armee teil.
Die Ausstellung der Reliquie löste laut NÖK ein beträchtliches Medienecho aus, verschiedene Geistliche sprachen in den Medien über die Bedeutung des heiligen Gürtels, über den Glauben und die Kirche sowie über die enge Bindung zum Kloster Vatopedi. Ende Mai erklärte Abt Ephraim, dass das Kloster Vatopedi alle Spenden der Gläubigen, die während der Ausstellung der Reliquien getätigt wurden, der SOK überlasse. Patriarch Porfirije dankte den Mönchen von Vatopedi und informierte die Gläubigen, dass die Spenden zur Unterstützung serbischer Familien in Kosovo und für andere humanitäre Zwecke eingesetzt würden.
Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Foto: Heilige Maria, Archiv
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. |