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| ![]() Priesterboom in den USA - Erneut mehr als 400 katholische Neupriestervor 3 Stunden in Aktuelles, 1 Lesermeinung Während in Europa in nicht wenigen Ländern die Priesterzahlen zurückgehen, gibt es in den USA auch 2026 einen Anstieg. 23 mehr Priesterweihen als im Vorjahr Washington D.C. (kath.net/KAP/red) In den USA werden heuer mehr als 400 Männer zu Priestern geweiht. Laut einer aktuellen landesweiten Erhebung des Center for Applied Research in the Apostolate (CARA) in Kooperation mit der US-Bischofskonferenz sind 428 Kandidaten für die Priesterweihe 2026 registriert, 23 mehr als im Vorjahr. Die Weihen finden traditionellerweise rund um das Apostelfest Peter und Paul am 29. Juni statt. Die Berufungsgeschichten vieler Priesteramtskandidaten waren keine geradlinigen Wege zur Weihe, geht aus einem aktuellen Bericht des katholischen Online-Portals "OSV News" (Montag Ortszeit) hervor. So berichten angehende Neupriester etwa von Jahren im Berufsleben oder einem zunächst ganz anderen Studium, bevor sich der geistliche Ruf konkretisierte. Der Impuls, diesem Ruf auch zu folgen, sei bei manchem etwa im Gebet, nach familiären Schicksalsschlägen oder intensiven Jugendexerzitien gekommen, heißt es in dem Bericht. Die CARA-Studie liefert zudem ein detailliertes statistisches Profil der diesjährigen Weihekandidaten. 62 Prozent sind weiß, 17 Prozent hispanischer Herkunft, 11 Prozent asiatisch oder pazifischer Abstammung und fünf Prozent afroamerikanisch. Rund ein Drittel stammt aus dem Ausland, darunter besonders häufig in Vietnam, Mexiko und Kolumbien; die meisten davon kamen im jungen Erwachsenenalter in die USA. Mehr als 60 Prozent verfügen über einen Hochschulabschluss, und rund zwei Drittel haben vor dem Eintritt ins Seminar bereits Berufserfahrung gesammelt. Auch kirchliche Prägungen spielen eine zentrale Rolle: Ein Großteil der Kandidaten war bereits früh in Pfarren aktiv, etwa als Ministranten oder in Jugendgruppen, und wurde häufig durch Priester, Familie oder Freunde zur Berufung ermutigt. Die Untersuchung zeigt zugleich eine große Vielfalt innerhalb der diesjährigen Weihekandidaten. 81 Prozent bereiten sich auf den Dienst in Diözesen oder Eparchien vor, 19 Prozent gehören einer Ordensgemeinschaft an. Die Ausbildung erfolgt überwiegend in Seminaren im Mittleren Westen der USA. Das Durchschnittsalter bei der Priesterweihe liegt bei rund 33 Jahren, die erste bewusste Auseinandersetzung mit dem Berufungsweg erfolgt im Schnitt bereits mit 16 Jahren.
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