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Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“

vor 8 Stunden in Kommentar, 7 Lesermeinungen
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„Paradoxerweise wollen die Piusbrüder die katholische Kirche retten, indem sie wie Protestanten den Papst nur anerkennen als Ehrenoberhaupt…, wenn er sich ihrer Interpretation der kirchlichen Glaubenslehre unterwirft.“ Von Gerhard Cardinal Müller


Vatikan (kath.net) Aus aktuellem Anlass der illegalen Bischofweihen für die Piusbruderschaft Pius X. ist klar festzustellen, dass es sich um einen schismatischen Akt handelt. Jede Bischofsweihe ohne die vorherige Erteilung der Communio mit dem Papst ist ein schwerer Schlag gegen die Einheit der Kirche und eine Wunde am Leib Christi und damit eine Todsünde gegen Gott, die auch das ewige Heil ihrer Spender und Empfänger in Frage stellt. Sie können sich nicht auf eine Notlage herausreden. Und ihre Sympathisanten sollten nicht mit irgendwelchen Aufrechnungen der Fehler, Häresien und liturgischen Missbräuche ihrer modernistischen Antipoden die klare Sachlage verwirren oder sich selbst täuschen. Es geht hier nicht um die ältere Version der substantiell identischen Liturgie, sondern um die Einheit der heiligen, katholischen und apostolischen Kirche im geoffenbarten Glauben, „die zu weiden unser Erlöser nach seiner Auferstehung dem Petrus und den übrigen Apostel anvertraut hat, die für immer als Säule und Fundament der Wahrheit errichtet ist. Diese Kirche, in dieser Welt als Gesellschaft verfasst und geordnet, ist verwirklicht in der katholischen Kirche, die vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird.“ (Lumen gentium 8).


In pastoralen und liturgischen Fragen kann mit größerer Sensibilität vorgegangen werden. Es sollten vom Papst und den Bischöfen ernannte Ansprechpartner für die Priester und Seminaristen der Piusbruderschaft Pius X. geben, die den schismatischen Kurs dieser Gruppe erkennen und die zu Recht um ihr Heil fürchten, wenn sie sich dem Papst widersetzten. Den Einsichtigen soll so die Abkehr von diesen schismatischen Provokationen und die Rückkehr zur vollen Einheit mit dem Papst ermöglicht werden. Denn die Grenze zum Schisma ist endgültig überschritten, wenn der römische Papst als sichtbares Prinzip und immerwährendes Fundament der Einheit der Kirche in der geoffenbarten Wahrheit nicht voll anerkannt wird. Paradoxerweise wollen die Piusbrüder die katholische Kirche retten, indem sie wie die Protestanten den Papst nur anerkennen als Ehrenoberhaupt der Christenheit, wenn er sich ihrer Interpretation des Evangeliums bzw. des kirchlichen Glaubenslehre unterwirft. Der bedeutende polnische Kardinal Stanislaus Hosius, der auch Präsident des Konzils von Trient war und das die Piusbruderschaft zu Recht hoch schätzt, hat gegenüber den Protestanten seiner Zeit das gesagt, was auch gegenüber den Schismatikern unserer Zeit noch gilt: Catholicus non est, qui a Romana ecclesia in fidei doctrina discordat.

Katholisch kann keiner sein, der in der Lehre des Glaubens von der römischen Kirche abweicht.

Archivfoto: Kardinal Müller im Presseraum des Vatikans (c) Michael Hesemann/kath.net


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Lesermeinungen

 Versusdeum vor 2 Stunden 
 

Das muss die beginnende Endzeit sein

Die, die allzu sehr am überlieferten Glauben und Liturgie der Kirche festhalten, erhalten auf ihre Bitten offenbar nicht einmal Antwort und werden morgen als ausgeschlossen gelten (nicht die einfachen Gläubigen!), weil man ihnen keinen Bischof zugesteht, während die, die Kirche, Glaube und Liturgie zerstören, weiterwursteln dürfen. Die aktuelle Lage und die sarkastischen Worte Kardinal Müllers, dessen klaren Worte ich ansonsten sehr schätze, wühlen mich fast so sehr auf, wie das vergangene Pontifikat.
Ich hatte erst als Jugendlicher erfahren, dass es früher einen anderen Ritus gegeben hatte, besuche seit Jahrzehnten beide und kenne ebensolang viele gute Priester und ganz selbstverständlich katholische Gläubige, die bei Pius "überwintern" und darauf hoffen, dass Rom eine allgemeine Kurskorrektur vornimmt. Offensichtlich ist das nicht geplant, wie das Festhalten an TC beweist, mit dem sich die Kirche erneut "selbst infrage[stellt]" (Papst Benedikt, noch als Kardinal)


2
 
 Bilbo B. vor 3 Stunden 
 

Tieftraurig

Wir erleben nun eine Abspaltung von der katholischen Kirche in Echtzeit; das macht tieftraurig. Der Kardinal hat auch diesmal genau die richtigen Worte getroffen. Er verweist auch auf das schmutzig-unsichtbare Schisma auf dem linken, breiten und tiefen postmodernistischen Strassengraben, von Leuten, die dem Geiste nach gar nicht mehr katholisch sind, aber aus taktischen Gründen mit ihrer Wühlarbeit weiterhin so tun als ob.


4
 
 Christine vor 3 Stunden 

EWTN Interview

FSSPX) weiht neue Bischöfe: Schisma oder Notstand? | Ein Kirchenrechtler erklärt!

www.youtube.com/watch?v=UTC63LYbFcs


0
 
 gospas_kind vor 3 Stunden 
 

Danke!

Klare und unmissverständliche Worte von Kardinal Müller! Da gibt es nichts umzudeuten.

Einige dürfen sich von Kardinal Müller ganz persönlich angesprochen fühlen, einiges dessen, was er erwähnt, müssen wir seit Wochen hier lesen.

Die Herren der Piusbruderschaft setzen morgen mal wieder ein Zeichen gegen die Einheit, um die es ihnen nie ging. Den Anhängern muss man sagen: erspart uns die Krokodilstränen.


2
 
 VirgoChristi vor 6 Stunden 
 

Bravo! Richtige Klarstellung des Kardinals

Der Dank gebührt dem Kardinal für seine treffende Analyse der Situation. Es braucht mehr Demut und Gehorsam dem Willen Gottes und dem Lehramt der Kirche gegenüber...nur so kommen wir aus der verfahrenen Situation heraus!


5
 
 rosenstaedter vor 6 Stunden 
 

Danke für die klaren Worte von Kardinal Müller


5
 
 Christine vor 7 Stunden 

Hl. Augustinus

Der Hl. Augustinus sagt:

Bedingung des Heiles (!) ist, nicht nur „dem Leibe“, sondern auch „dem Herzen“ nach im Schoße der Kirche zu verbleiben.


5
 

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