Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vertrauenskrise in der Kirche
  2. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  3. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  4. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  5. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  6. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  7. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  8. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  9. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  10. MAGNIFICA HUMANITAS
  11. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
  12. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  13. US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen
  14. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  15. Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 ‚beunruhigend‘ und ‚verblüffend‘

Ermittlungsarbeit belastet Polizistenseelen

31. Jänner 2011 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Christliche Polizeivereinigung bietet Gesprächsgruppen an


Dresden (kath.net/idea) Die Begegnung mit dem Leiden von Kriminalitätsopfern und ihrer Angehörigen hinterlässt im Leben der ermittelnden Polizeibeamten Spuren. „Es entstehen Narben, die bleiben, und die durchaus wieder aufbrechen können, wenn Ähnliches geschieht“, sagte der stellvertretende Leiter des Ermittlungsdienstes bei der Schutzpolizei Sachsen - Polizeidirektion Dresden, Polizeihauptkommissar Reinhard Ladig (Dresden), gegenüber idea.

Ladig leitet ehrenamtlich die Christliche Polizeivereinigung (CPV) in Sachsen, die er mit aufgebaut hat. Wie er sagte, gehe die professionelle Distanz zum Geschehen in der unmittelbaren Begegnung mit dem Opfer verloren.


Ladig wirkte in den Sonderkommissionen (Soko) „Stephanie“ und „Heller“ mit: Die Soko „Stephanie“ sollte das Verschwinden eines Mädchens aufklären, das im Januar 2006 auf dem Schulweg entführt worden war; die 14-Jährige wurde nach 35 Tagen aus der Gewalt eines Sexualstraftäters befreit. Die Soko „Heller“ fahndete fast drei Jahre lang nach einem Täter, der eine neun- und eine elfjährige Schülerin verschleppt und vergewaltigt hatte; der 32-jährige Täter wurde im Sommer 2008 gefasst.

Erinnerungen bleiben lebendig

Bei der Soko „Heller“ habe er eines der Opfer mit dem Rollstuhl im Krankenhaus abgeholt und mit ihr nach dem Tatort gesucht, berichtete Ladig. In einer solchen Situation werde auch in einem christlichen Polizisten der Wunsch wach, den Täter unbedingt zu fassen und bei der Festnahme „nicht zu zimperlich“ zu sein.

Diese Gefühle, die in der unmittelbaren Begegnung mit den Opfern wach würden, entstünden nicht beim Aktenstudium oder bei der Beteiligung an groß angelegten Suchaktionen. Als Christ stelle er sich diesen Empfindungen und mache sich bewusst, dass auch dem Täter die Gnade und Vergebung Gottes gelte, sagte Ladig. Das helfe ihm, sich von solchen Gefühlen zu lösen. Die Betreuung durch Polizeipsychologen habe er persönlich als wenig hilfreich erlebt.

Polizisten brauchen Gesprächspartner

Für christliche Polizisten sei es häufig nicht möglich, in ihren Gemeinden Partner für das Gespräch über solche beruflichen Belastungen zu finden. In manchen Situationen dürften sie aus rechtlichen Gründen nicht über das Erlebte reden, manchmal fehle es aber auch an Gesprächspartnern mit Verständnis für die Belastungen des Polizeiberufs.

Gemeinsam mit anderen christlichen Polizisten organisiert Ladig deshalb in der CPV Sachsen alle acht Wochen Begegnungen, die dem Austausch dienen. So entstünden in der Polizei Kontakte zwischen Christen, die in einer bestimmten Situation miteinander sprechen und beten könnten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Seelsorge

  1. Kirgisistan: „Katholiken werden viele Steine in den Weg gelegt“
  2. US-Bischof an katholische LGBT-Seelsorger: Ganze Lehre vertreten
  3. Weihbischof bietet «Outdoor-Sprechstunde» auf Kölner Domtreppe an
  4. Tagebuch eines Landpfarrers - neu übersetzt und kommentiert
  5. Prostituiertenseelsorge wichtiger als Abendmahlsfeier
  6. Mehr Barmherzigkeit bitte!
  7. Strukturreformen können einer Neuevangelisierung im Wege stehen






Top-15

meist-gelesen

  1. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  2. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  3. Vertrauenskrise in der Kirche
  4. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  5. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  6. MAGNIFICA HUMANITAS
  7. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  8. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  9. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  10. 'Ich denke, dass Gott der Größte ist! Er kann alle Türen für uns öffnen'
  11. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  12. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  13. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  14. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  15. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz