Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  3. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  4. Der entschärfte Gott
  5. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  6. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  7. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  8. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  9. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  10. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  11. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  12. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  13. Realitätsverlust im Bistum Chur
  14. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  15. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!

Hoffen heißt umkehren

1. Februar 2025 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: zweite Jubiläumsaudienz am Samstag zum Heiligen Jahr. Maria Magdalena, die ‚Apostolin der Apostel‘. Das Wesen der Umkehr


Rom (kath.net) Zweite Jubiläumsaudienz zum Heiligen Jahr 2025. Papst Franziskus stellt diese Audienzen in den Horizont der Hoffnung. In seiner Katechese konzentriert sich der Papst auf das Thema „Hoffen heißt umkehren. Maria Magdalena“ (Joh 20,14-16).

***

Die Katechese des Papstes:

Das Jubiläum ist für die Menschen und die Erde ein Neuanfang. Alles muss im Traum Gottes neu durchdacht werden. Wir wissen, dass das Wort „Umkehr“ einen Richtungswechsel bedeutet. Alles kann endlich aus einer anderen Perspektive betrachtet werden, und so richten sich auch unsere Schritte auf neue Ziele aus. So entsteht die Hoffnung, die nie enttäuscht. Die Bibel erzählt davon auf vielfältige Weise. Auch für uns wurde der Glaube durch Begegnungen mit Menschen angeregt, die in ihrem Leben Veränderungen zugelassen haben und, sozusagen, in die Träume Gottes eingetreten sind. Denn selbst wenn es viel Böses in der Welt gibt, können wir diejenigen erkennen, die anders sind: Ihre Größe, die oft mit Einfachheit einhergeht, gewinnt uns für sich.


In den Evangelien tritt Maria Magdalena unter allen anderen Figuren besonders hervor. Jesus heilte sie mit seiner Barmherzigkeit (vgl. Lk 8,2), und sie veränderte sich: Die Barmherzigkeit brachte sie zurück in die Träume Gottes und gab ihrem Weg neue Ziele.

Das Johannesevangelium erzählt von ihrer Begegnung mit dem Auferstandenen auf eine Weise, die zum Nachdenken anregt. Mehrmals wird betont, dass Maria sich umwandte. Der Evangelist wählt seine Worte mit Bedacht! Weinend schaut Maria zunächst ins Grab und wendet sich dann um: Der Auferstandene befindet sich nicht auf der Seite des Todes, sondern auf der Seite des Lebens. Er könnte für eine alltägliche Person gehalten werden. Doch als sie ihren Namen hört, sagt das Evangelium, dass Maria sich erneut umwendet. So wächst ihre Hoffnung: Sie sieht das Grab, aber nicht mehr wie zuvor. Sie kann ihre Tränen trocknen, denn sie hat ihren Namen gehört – so spricht nur ihr Meister ihn aus. Die alte Welt scheint noch da zu sein, doch sie ist es nicht mehr. (…)

Liebe Brüder und Schwestern, von Maria Magdalena, die die Tradition „Apostolin der Apostel“ nannte, lernen wir die Hoffnung. Man tritt in die neue Welt ein, indem man sich mehr als einmal bekehrt. Unser Weg ist eine ständige Einladung, die Perspektive zu ändern. Der Auferstandene führt uns Schritt für Schritt in seine Welt, vorausgesetzt, wir behaupten nicht, schon alles zu wissen.

Fragen wir uns heute: Kann ich mich umwenden und die Dinge anders betrachten? Habe ich den Wunsch nach Umkehr?

Ein zu sicheres und stolzes Ich hindert uns daran, den auferstandenen Jesus zu erkennen: Auch heute hat er das Aussehen gewöhnlicher Menschen, die leicht hinter uns zurückbleiben. Selbst wenn wir weinen und verzweifeln, lassen wir ihn hinter uns. Anstatt in die Dunkelheit der Vergangenheit oder in die Leere eines Grabes zu blicken, lernen wir von Maria Magdalena, uns dem Leben zuzuwenden. Dort wartet unser Meister auf uns. Dort wird unser Name gerufen. Denn im echten Leben gibt es einen Platz für uns. Es gibt einen Platz für dich, für mich, für jeden von uns. Niemand kann ihn uns wegnehmen, denn er war von jeher für uns bestimmt. Jeder kann sagen: Ich habe einen Platz, ich bin eine Sendung!

Foto (c) Vatican Media

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  6. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  7. Vom Elend der Fürbitten
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  10. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  11. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  12. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  13. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  14. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  15. Der entschärfte Gott

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz