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Chinesischer Bischof wegen ‚illegaler‘ Messe verhaftet

11. März 2025 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
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Nach Angaben der Polizei ist Bischof Peter Shao Zhumin ‚zu seiner eigenen Sicherheit‘ in Haft genommen worden. Sein Aufenthaltsort ist unbekannt, es ist auch unklar, wie lange er in Haft bleiben wird.


Wenzhou (kath.net/jg)
Peter Shao Zhumin, der katholische Untergrundbischof von Wenzhou (VR China) ist von der Polizei verhaftet worden. Er wurde am 7. März im Zusammenhang mit einer Messe in Haft genommen, die er am 27. Dezember öffentlich anlässlich des Beginns des Heiligen Jahres gefeiert hatte. An der Messe hatten 200 Gläubige teilgenommen, berichtet AsiaNews.

Die chinesischen Behörden behaupten, die Feier der Messe sei „illegal“ erfolgt, und sei ein „schweres Verbrechen“. Sie schrieb dem Bischof deshalb eine Geldstrafe in Höhe von 200.000 Yuan (25.420 Euro) vor. Bischof Shao weigerte sich, die Strafe zu zahlen, da nach seiner Auffassung bei der Feier der Messe kein Gesetz verletzt worden war.


Nach Angaben der Polizei wurde er „um seiner eigenen Sicherheit willen“ in Haft genommen. Sein Aufenthaltsort ist nicht bekannt, es auch unklar, wie lange er in Haft bleiben wird.

Laut Bericht von AsiaNews haben die Polizei und die Abteilung für religiöse Angelegenheiten eine Wallfahrt der Pfarre Cangnan mit mehreren hundert Teilnehmern beendet. Die Pfarre ist Teil der Untergrundkirche von Wenzhou.

In den letzten Jahren haben Beamte in Zivil jeden Sonntag die Untergrundkirchen betreten und Kindern und Jugendlichen den Zutritt zu den Gottesdiensten verboten. In letzter Zeit ist die Polizei dazu übergegangen, die Kirchen von 7 Uhr morgens bis zu Mittag zu beobachten, nicht nur um Kinder und Jugendliche von der Teilnahme an der Messe fernzuhalten, sondern auch um zu verhindern, dass Priester die Messe feiern.

Bischof Shao hat sich geweigert, katholischen Körperschaften beizutreten, die von der Kommunistischen Partei Chinas kontrolliert werden. Er wird deshalb von den Behörden nicht anerkannt.

Papst Benedikt XVI. hat den damals 43-jährigen Shao im Jahr 2007 zum Bischof-Koadjutor und Nachfolger von Vincent Zhi Wei-Fang ernannt. Wei-Fang starb im September 2016.

Da Shao nicht der Chinesischen Katholischen Patriotischen Vereinigung beigetreten ist, betrachten die chinesischen Behörden den Bischofsstuhl von Wenzhou als vakant. Sie unterstützen Ma Xianshi, einen Priester der „Patriotischen Vereinigung“, als Oberhaupt der Katholiken von Wenzhou.

Am 25. Februar hat Bischof Shao in einem Hirtenbrief die Gläubigen zum Gebet für den erkrankten Papst Franziskus eingeladen.

Die Untergrundgemeinde von Wenzhou hat einen Gebetsaufruf für Bischof Shao erlassen.

 

Foto: Symbolbild

 


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