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Spanischer Priester wegen Kritik am radikalen Islam verurteilt

8. Oktober 2025 in Chronik, 6 Lesermeinungen
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Custodio Ballester drohen bis zu drei Jahre Haft. Er will das Urteil beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anfechten, sollte er zu einer Gefängnisstrafe verurteilt werden, kündigt er an.


Malaga (kath.net/CNA/jg)
Dem katholischen Priester Custodio Ballester drohen bis zu drei Jahre Haft, nachdem ihn ein Gericht in Malaga (Spanien) wegen „islamophober“ Aussagen schuldig gesprochen hat. Am 1. Oktober war der letzte Verhandlungstag. 

Der Verein spanischer Muslime gegen Islamophobie hat Ballester wegen eines Interviews angeklagt, das er 2017 gegeben hat, sowie wegen schriftlicher Stellungnahmen zum Islam. 

2016 hat er öffentlich auf einen Hirtenbrief von Kardinal Juan José Omella Omella, den Erzbischof von Barcelona, geantwortet und darin die Ansicht vertreten, dass ein Dialog mit dem Islam nicht möglich sei. Der Kardinal hatte hingegen den Dialog mit dem Islam als „notwendig“ bezeichnet. „Der Islam lässt keinen Dialog zu. Entweder Du glaubst, oder Du bist ein Ungläubiger, der auf die eine oder andere Weise unterdrückt werden muss“, schrieb Ballester wörtlich. Ein Jahr später gab er dem YouTube-Kanal „La Ratonera“ ein Interview, in dem die Bedrohung Europas durch den radikalen Islam das Thema war. 


Die Staatsanwaltschaft habe mit ihrem Vorgehen gezeigt, dass der Tatbestand der „Hassverbrechen“ nur dazu diene, die Gedanken- und Redefreiheit einzuschränken, kritisiert Ballester. Das Gesetz definiere nicht, was „Hass“ sei, nicht einmal die Staatsanwälte könnten den Begriff genau bestimmen. Sie würden jeden Fall von „Hassverbrechen“ neu konstruieren, dabei aber nur Christen anklagen, aber niemals Muslime.

Die Bedrohung für die Meinungsfreiheit sei real, sagt Ballester. Seine Aussagen seien weder diskriminierend noch hasserfüllt gewesen. Das Überleben der Meinungsfreiheit in Spanien hänge unter anderem vom Urteil in seinem Fall ab. Andernfalls würde sich Spanien in Richtung der kommunistischen kubanischen Diktatur bewegen. Er werde das Urteil vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anfechten, sollte ihn das Gericht zu einer Gefängnisstrafe verurteilen, kündigt er an.

 


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