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Die Achillesferse des Teufels

3. Dezember 2025 in Spirituelles, 8 Lesermeinungen
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Die Demut, die unterschätzteste und doch wichtigste Tugend, ist der mächtigste Player im Kampf gegen das Böse.


New York (kath.net / pk) Johannes Maria Vianney, der heilige Pfarrer von Ars, erzählte von einem Gespräch, das er einmal mit dem Widersacher führte. „Ich kann alles tun, was du tust“, sagte der Teufel zu ihm. „Ich kann auch deine Bußen tun; ich kann dich in allem nachahmen. Es gibt jedoch eine Sache, die ich nicht tun kann: Ich kann dich nicht in deiner Demut nachahmen.“ Vianney antwortete darauf. „Deshalb besiege ich dich.“

An der Erkenntnis des berühmten französischen Heiligen sollten wir gelegentlich unseren Glauben messen. Wenn wir alle unsere Aktivitäten einmal beiseitelassen, die unser Glaubensleben ausmachen - wie steht es eigentlich um unsere Demut?

Eine recht beachtliche Messlatte für die Demut hat Mutter Teresa aufgestellt. Ganz konkret schlägt sie vor, Neugier zu vermeiden, Kritik anzunehmen, selbst wenn sie ungerechtfertigt ist, sowie kleine Ärgernisse mit Humor zu nehmen. Außerdem rät sie dazu, möglichst wenig über sich selbst zu sprechen, sich nicht in fremde Angelegenheiten einzumischen und sich nicht auf die Fehler von anderen zu fokussieren. Weitere Tipps: „Wähle immer die schwierigere Aufgabe!“, „Sei höflich und taktvoll, auch wenn du von jemandem provoziert wirst“, „Gib in Diskussionen nach, auch wenn du im Recht bist“.


Die Demut Gottes hat ganz am Anfang der Menschheitsgeschichte schon eine Rolle gespielt. Der Engel Luzifer wählte den Weg des Stolzes; wer wollte sich dem nicht unterordnen, der ihn geschaffen hatte. Sein erster  großer Erfolg gegen die Menschheit war die Verführung von Eva und Adam.

Die große Siegerin über Satan ist die Muttergottes. Ihre Waffe ist die Demut, die Achillesferse des Teufels, wie es in einem Beitrag des „National Catholic Register“ heißt. Die Wunderbare Medaille, die 1830 der heiligen Katharina Labouré in Frankreich offenbart wurde, zeigt die Gottesmutter, wie sie auf die Schlange tritt. Und in den Erscheinungen Unserer Lieben Frau von Guadalupe in Mexiko bedeutet ihr Name in der Landessprache „die, die die Schlange zertritt“.

Marias Macht über die bösen Geister werde besonders in der Endzeit zum Vorschein kommen, wenn Satan auf ihre Ferse lauert, das heißt auf ihre demütigen Diener und ihre armen Kinder, die sie zum Kampf gegen ihn aufrufen wird, schreibt der heilige Ludwig Maria Grignion de Montfort in seinem Werk „Die wahre Verehrung Mariens“.

Demut sei die Mutter aller Tugenden, sagte Mutter Teresa: Reinheit, Nächstenliebe und Gehorsam. Durch Demut wird unsere Liebe echt, hingebungsvoll und leidenschaftlich. Wer demütig ist, dem kann nichts etwas anhaben, weder Lob noch Schande, denn man weiß, wer man ist, heißt es in dem Beitrag.

„Wenn man dir Vorwürfe macht, wirst du nicht entmutigt sein. Wenn man dich einen Heiligen nennt, wirst du dich nicht auf ein Podest stellen. Demut macht, wie wir an Jesus, Maria und den Heiligen sehen, immun gegen die Dunkelheit. Sie macht den Teufel machtlos und führt uns durch das Beispiel Jesu Christi zur Heiligkeit.“


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