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SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-diskutiert
| ![]() Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfungvor 7 Stunden in Kommentar, 10 Lesermeinungen Ein Ende des Dramas ist nicht zu erwarten. Dennoch ist die letzte Synodalversammlung ein Grund für ein schonungsloses Fazit. Der Synodale Weg hat unsere schlimmsten Erwartungen übertroffen. Der Montagskick von Peter Winnemöller Linz (kath.net) Es geht nun mit Siebenmeilenstiefeln auf den letzten Akt des Synodalen Weges vom 29. bis 31. Januar zu. Alle Hoffnungen jedoch, dass der Spuk ein Ende findet, sind jedoch leider nicht hilfreich. Denn eines ist inzwischen gewiss: Der Synodale Weg mit seinen doktrinellen und rechtlichen Verwerfungen ist tief in den Ordinariaten der Bistümer verankert. Egal, was Rom sagt oder tut, dort geht man den Weg einfach weiter. Was die Kirche lehrt, interessiert dort längst nur noch am Rande. Die Agenda des Zeitgeistes ist tief in die Kirchenleitungen eingedrungen. Man äußert sich integrativ, divers und einladend. Es geht schon lange nicht mehr um Wahrheiten oder um das Seelenheil der Menschen. Das einzige Bestreben ist, die Lehre und die Verkündigung so weit zu verflachen, dass man die Kirchensteuerzahler bei der Stange behält. Zu erkennen ist dies äußerlich an solchen Papieren wie dem sogenannten Segenspapier oder der Handreichung zur Sexualpädagogik. Beiden Papieren gemeinsam ist, dass sie tief in die Lehre der Kirche eingreifen, aber nicht als lehrmäßige Papiere daher kommen, sondern als Handreichungen mit vermeintlichem Empfehlungscharakter für Bischöfe. Aus der Politik kennt man solche Verfahren in der EU. Da werden im EU-Parlament Berichte verabschiedet, die keinerlei bindende Wirkung haben. Trotzdem wirken derartige Berichte dann in der EU selbst und in den Mitgliedsländern so, als hätten sie Rechtscharakter. Verbände, Lobbyisten und zuweilen auch Politiker selbst verweisen auf diese Berichte und billigen dem normativen Charakter zu. Bei den beiden genannten Papieren kommt noch ein mindestens sonderbarer Weg des Zustandekommens hinzu. Die Segenshandreichung, die einen eklatanten Verstoß gegen die Morallehre der Kirche darstellt und die geradezu eine Ansammlung von Irrtümern darstellt, wurde von der Gemeinsamen Konferenz aus Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) verabschiedet. Diese unverbindliche Gesprächskreis hatte plötzlich gesetzgebenden Charakter, obwohl er ekklesiologisch keinerlei Bedeutung hat. Plötzlich war ein Papier in der Welt, dem mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein großer Teil der deutschen Bischöfe gar nicht zustimmen kann und der, würde der Heilige Stuhl mal endlich seinen Mut wiederfinden, längst kassiert gehörte. Jeder Bischof, der dieses Papier der Schande in seinem Bistum in Kraft setzt, lädt schwere Schuld auf sich, weil er mit dem Seelenheil der ihm anvertrauten Gläubigen ein ganz übles Spiel spielt. Natürlich ist, das hat das römische Glaubensdikasterium mehrfach festgestellt, niemand berechtigt, eine nichteheliche Lebensgemeinschaft ganz gleich welcher Art zu segnen. Die Illusion der Erlaubtheit zu erzeugen, ist eine sträfliche Irreführung einfacher Gläubiger und allzu gutmütiger Seelsorger. Ähnliches gilt für das Papier zur Sexualpädagogik, welches kürzlich von der Schulkommission in die Welt gesetzt wurde. Vom Ständigen Rat wurde das Papier abgelehnt. In einem an Revolte grenzenden Akt wurde es dann von der Schulkommission der deutschen Bischöfe als Handreichung veröffentlicht. Das Papier ist ein Schandfleck in der Geschichte des deutschen Episkopats. Es enthält Kenteler-Pädagogik in Reinkultur, ist ein so übler Verrat an der der christlichen Anthropologie, dass man es kaum in Worte zu fassen vermag. Fachleute sprechen bei diesem Papier von Kindswohlgefährdung. Mit Bischof Stefan Oster hat sich ein Bischof so massiv von diesem Papier distanziert, wie es wohl noch nie ein Bischof von einer Handreichung der DBK getan hat. Mit Kardinal Woelki und Bischof Voderholzer haben sich zwei weitere Hirten der Kritik angeschlossen. Jeder Bischof, der dieses Papier in seinem Bistum in Kraft setzt, bringt Gläubige wie Religionslehrer in massive Gewissensnöte. Eltern, in deren Bistum dies Papier gilt, muss die Abmeldung ihrer Kinder von katholischen Schulen und vom Religionsunterricht dringend empfohlen werden. Diese beiden Papier zeigen die volle Dramatik der Folgen des Synodalen Weges auf. Es geht nicht um Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch, es geht um die Dekonstruktion der Lehre der Kirche. Kritiker haben von Anfang an davor gewarnt, dass die deutschen Laienfunktionäre vom sogenannten „ZdK“ nichts anderes im Kopf haben, als ihre über 50 Jahre alte Reformagenda plus LGBT-Agenda umzusetzen. Das und nichts anderes ist im Jahr 2019 in Lingen ins Werk gesetzt worden. In dem Drama um das offenbar werden der schweren Verfehlungen des Klerus und des Episkopats in Sachen Schutz der Kleinsten haben die feigen Bischöfe ängstlich besorgt um ihre Pfründe nach dem Strohhalm einer Neuauflage des Gesprächsprozesses von 2011 gegriffen. Allein, die Laienfunktionäre hatten den Trick von Erzvertuscher Zollitsch durchschaut und in dieser Runde verlangt, dass auch über doktrinelle Fragen verhandelt werden soll. Nun gibt es am Ende des Weges zum blanken Entsetzen der Damen Rath und Kluitmann noch immer keine Priesterinnen. Ehe für alle gibt es auch nicht. Und Bischöfe werden auch nicht dämonkratisch gewählt. Aber auf der Erfolgsseite stehen obigen Handreichungen, die jedoch nur ein Pyrrhussieg sind. Die echte Folge des Synodalen Weges ist der nicht mehr aufzuhaltende Niedergang der Kirche in Deutschland. Seit Beginn des Synodalen Weges hat die Kirche in Deutschland ungefähr 3,5 Millionen Mitglieder verloren. Seit Beginn des Synodalen Weges ist der Besuch der Heiligen Messe am Sonntag um 30 Prozent zurück gegangen. Seit Beginn des Synodalen Weges ist die Zahl der Priesterweihen final zusammengebrochen. Bistümer wie Hildesheim, Hamburg, Osnabrück und einige andere haben keinen einzigen Kandidaten im Studium, was bedeutet, dass es in den kommenden zehn Jahren in diesen Bistümern wohl kaum mal eine Priesterweihe geben wird. Nach jüngsten Umfragen lehnen 65 Prozent der deutschen Katholiken inzwischen die Kirchensteuer ab. Die Vertrauenswerte der Kirche sind im Keller. Nur 11 Prozent der Menschen in Deutschland vertrauen der katholischen Kirche. Mit jedem neuen Missbrauchsbericht, den ein deutsches Bistum vorlegt, muss man sich eingestehen, dass auch die aktuell im Amt befindlichen Bischöfe zum Teil einfach nur tricksen und vertuschen, was das Zeug hält, aber kaum wirklich aufklären und schon gar nicht aufräumen. In orwellscher Manier werden dann nicht selten jene Bischöfe, denen nichts oder nur wenig anzulasten ist, von fanatischen Medienvertretern verfolgt, weil sie den Müll des Synodalen Weges nicht mitmachen und zur Lehre der Kirche stehen. Die wohl allerschlimmste Folge des Synodalen Weges ist ein in einer Tiefe zerstrittener Episkopat in Deutschland, der zu nichts mehr in der Lage ist, als angesichts der marodierenden Synodalisten schlicht zu kapitulieren. Die Deutsche Bischofskonferenz ist in Fragen der Moral und der Ethik angesichts massiver gesellschaftlicher Verwerfungen nicht mehr sprechfähig. Sie war zum Beispiel in der Debatte um die Nominierung der Juristin Frauke Brosius-Gersdorf ein Totalausfall. Stellungnahmen der Bischofskonferenz oder einzelner Bischöfe zu gesellschaftlich relevanten Themen, vor allem im Bereich Ethik, Familie, Anthropologie müssen inzwischen jedem Gläubigen einfach peinlich sein. Der Zustand des deutschen Episkopats und seine Unfähigkeit miteinander und mit anderen als mit Funktionären zu reden, ist ein Menetekel der Kirche in Deutschland und hängt linear mit der kommunikativen und doktrinellen Missgeburt Synodaler Weg zusammen. Verantwortlich dafür und damit auch für den Zustand der Kirche, des Episkopats als Kollegium und nicht zuletzt auch für den Zustand der Pastoral und der Verkündigung in Deutschland sind die beiden für den Synodalen Weg verantwortlichen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Reinhard Marx und Georg Bätzing. Was sich diese beiden Kirchenfürsten geleistet haben, ist erbärmlich und es wäre geradezu lächerlich, hätte es nicht so einen massiven und nachhaltigen Schaden am Leib der Kirche in unserem Land zur Folge gehabt. Damit ist noch gar nicht die schallende Ohrfeige genannt, die diese beiden Mitraträger dem Heiligen Vater, Papst Franziskus, verpasst haben. Der eine wie der andere hat nämlich den Brief des Papstes, den dieser an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland mit eigener Hand geschrieben hat, ignoriert und mit Füßen getreten. Neuevangelisierung findet in Deutschland nicht nur nicht statt, sie wird auch von nicht wenigen Hirten der Kirche aktiv bekämpft, während diese munter an der Dekonstruktion der Lehre der Kirche, die sie selber ganz offensichtlich gar nicht mehr glauben, mitarbeiten. Auch weltweit hat sich inzwischen herumgesprochen, was dieser deutsche Synodale Weg im Kern ist. Auf dem jüngsten Konsistorium in Rom gab es zahlreiche nicht mehr verhohlene kritische Stimmen daran. Der Papst hat mit Katharina Westerhorstmann eine ausgeschiedene Teilnehmerin des Synodalen Weges empfangen. Die Gründer des Neuen Anfangs waren in einer Privataudienz beim Papst. Erst jüngst hat der Heilige Vater Bischof Rudolf Voderholzer empfangen und diesen ermutigt, glaubenstreue Katholiken zu unterstützen. Vielleicht sollten wir unsere Erstwohnsitze nach Regensburg, Passau oder Köln verlegen. Eines jedoch dürfte unzweifelhaft sein. In der Weltkirche ist zumindest grundsätzlich angekommen, welch ein Drama der Synodale Weg ist. Es bleibt noch die Hoffnung, dass die Satzung der Synodalkonferenz abgelehnt wird. Bekommen nämlich die Laienfunktionäre des „ZdK“ Hoheit über den Haushalt des Verbands der Diözesen Deutschlands, könnte das Austreten aus der Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR), die dann nicht mehr identisch mit der Una sancta sein dürfte, zur moralischen Pflicht werden. Mitleid mit den Bischöfen angesichts des „ZdK“ ist nicht angezeigt. Solange die Bischöfe das „ZdK“ als Vertretung der Laien anerkennen, haben sie es nicht anders verdient. Das gilt übrigens auch für die die Schelte von gläubigen Laien, die sich gegen Bischöfe richtet, die die Speichellecker der Laienfunktionäre geben. Wer ein „ZdK“ will, soll gerne eines bekommen. Für gläubige Katholiken hat dieses verdorbene Gremium keinerlei Bedeutung mehr. Es ist nur noch ein Ärgernis, das hoffentlich bald abgeräumt wird. Am Ende sind immer noch viele Fragen offen. Kommt es zum schmutzigen Schisma, bei dem niemand mehr weiß, wo die wahre Kirche noch zu finden ist? Werden vielleicht am Ende doch die verantwortlichen Bischöfe zur Rechenschaft gezogen? Vermutlich nicht mehr im Diesseits. Interveniert Rom? Wenn ja, wie? Viel Hoffnung für die verfasste Kirche, also die äußere Gestalt als KdöR, besteht nicht. Hoffnung wächst in dem Gemeinschaften der Tradition, in geistlichen Bewegungen und Gemeinschaften, in ökumenischen Initiative, wie dem Gebetshaus Augsburg und nicht zuletzt in all den kleinen Graswurzelbewegungen, die überall im Land sprießen. Die Kirche wird nicht untergehen, auch in Deutschland nicht. Wir werden allerdings vermutlich weiterhin mit unerfreulichen Entwicklungen in etlichen Bistümern rechnen müssen. Ob sich die Bischöfe auf der kommenden Vollversammlung, wenn ein neuer Vorsitzender zu wählen ist, zu einem Befreiungsschlag, der auf Wiedergewinnen der Einheit untereinander und mit der Weltkirche abzielt, werden wir sehen. Auch wenn es nur wenig Hoffnung gibt, die Hoffnung stirbt zuletzt. Gebet für die Bischöfe bleibt nötig. Und am Ende ist auch ein westfälisch geknurrtes Gebet mit geballter Faust in der Tasche ein Gebet.
Bild oben: Das in etwa ist die kirchliche Trümmerlandschaft, die der Synodale Weg hinterlässt. Foto: Peter Winnemöller mit AI erstellt. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() Lesermeinungen
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