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Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt

5. März 2026 in Spirituelles, 34 Lesermeinungen
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Neue Broschüre "Brot & Wein. Leib und Blut Christi empfangen" informiert aber auch: "Die vielerorts übliche Form des Eintauchens des Brotes in den Wein ist laut liturgischem Recht nur in Form einer vom Priester gereichten Mundkommunion erlaubt"


Salzburg (kath.net/KAP) Mit einer neuen Broschüre möchte die Liturgische Kommission für Österreich (LKÖ) für eine Kommunion in beiderlei Gestalt - also mit Brot und Wein - werben. "Mit der Corona-Pandemie ist die Kelchkommunion fast vollständig verschwunden - auch dort, wo sie regelmäßig gepflegt worden war", heißt es auf der Website des Liturgischen Instituts, www.liturgie.at, im Blick auf die neue Broschüre "Brot & Wein. Leib und Blut Christi empfangen". Auf zwölf Seiten informiert die Broschüre über die Bedeutung der Kommunion im Kontext von Eucharistiefeiern und stellt mögliche Formen der Kelchkommunion vor. 


Beide Gestalten der Kommunion - Brot und Wein - hätten ihre eigene tiefe Symbolik, die es im Gottesdienst nach Möglichkeit zu erinnern und zu feiern gelte. Das Brot als "Symbol für das Lebensnotwendige, das Gott den Menschen gibt und als Symbol des Teilens und gemeinsamer Teilhabe", der Wein als "Symbol des Festes", aber auch der "Hingabe, des Sich-Ausgießens - für andere". Entsprechend wird die Kommunion unter beiderlei Gestalt empfohlen. Wo dies noch nicht üblich ist, empfiehlt die Broschüre eine vorsichtige Einführung, die die Gemeinde auf Bedeutung und Vollzugsformen vorbereitet - etwa durch begleitende Artikel im Pfarrblatt oder bei Predigten. 

Mögliche Formen des Kommunionempfangs in Gestalt des Weines sind u.a. das gemeinsame Trinken aus einem Kelch oder die Bereitstellung verschiedener kleinerer Kelche und eines größeren Kelchs. Die vielerorts übliche Form des Eintauchens des Brotes in den Wein ist laut liturgischem Recht nur in Form einer vom Priester gereichten Mundkommunion erlaubt. Da diese Form der Kommunion zugleich jedoch eine praktikable und vielfach ausgeübte Variante der Kommunion unter beiderlei Gestalt darstellt, bietet die Broschüre eine Reflexion zum Potenzial (auch bei größeren Feiergemeinden möglich, Handkommunion bleibt erhalten) und gibt praktische Hinweise für die Umsetzung (z.B. Kelch geneigt halten).

Nicht vom liturgischen Recht gedeckt seien darüber hinaus während der Corona-Pandemie auch in katholischen Gemeinden üblich gewordene Formen der Kelchkommunion, bei denen kleinere Einzelkelche für all jene, die in beiderlei Gestalt kommunizieren wollen, im Voraus befüllt und auf Tabletts bereitgestellt werden. 

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Versusdeum 11. März 2026 
 

@Couperin

Ein Hauptargument ist m.W., dass Christus unter beiden Gestalten voll und ganz anwesend ist, es also nicht die Kommunion unter beiderlei Gestalten braucht. Und die wurde offenbar damals von den Reformatoren massiv propagiert (ich nehme an, u.a. mit dem buchstäblichen "Griff aller zum Kelch"), die aber ansonsten die Wesensverhandlung völlig leugneten oder zumindest die dauerhafte Realpräsenz Gottes verneinten. Symbolik vor Inhalt also. Und das trotz der harten und unmissverständlichen biblischen Ansage: "Wer den Leib des Herrn nicht von gewöhnlicher Speise unterscheidet, der isst und trinkt sich das Gericht"!


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