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Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington

24. Jänner 2026 in Prolife, 11 Lesermeinungen
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„Ich möchte Ihnen von Herzen kommende Wertschätzung aussprechen, meine spirituelle Verbundenheit zusichern“, während Sie bezeugen, „dass der Schutz des Lebensrechts unverzichtbare Grundlage aller anderen Menschenrechte bildet“. Von Petra Lorleberg


Vatikan-Washington DC (kath.net/pl) „Der Schutz des Rechts auf Leben ist die unverzichtbare Grundlage aller anderen Menschenrechte“, und es gilt: „Eine Gesellschaft ist nur dann gesund und entwickelt sich wahrhaftig weiter, wenn sie die Heiligkeit des menschlichen Lebens wahrt und sich aktiv für dessen Förderung einsetzt“. Das betont Papst Leo XIV. in seiner Grußbotschaft an die diesjährigen Teilnehmer der weltgrößten jährlichen Menschenrechtsdemonstration, dem March for Life in Washington DC. Diane Montagna veröffentlichte das am Donnerstagabend bekanntgemachten Schreiben von Papst Leo in voller Länge. Der March for Life wird am heutigen Freitag stattfinden, es werden erneut sehr viele - möglicherweise hunderttausende - Teilnehmer erwartet.

Papst Leo, der erste US-amerikanische Papst hatte Berichten zufolge seinerzeit noch unter dem Namen Robert Prevost an mindestens einem March for Life teilgenommen, berichtet das US-amerikanische „National Catholic Register“ und erläutert weiter: „Mehrere Päpste haben sich in unterschiedlichen Formen, beispielsweise über soziale Medien, zum US-amerikanischen Marsch für das Leben geäußert. Leos Botschaft scheint jedoch der erste offizielle Brief direkt von einem Papst mit seiner Unterschrift zu sein.“

kath.net dokumentiert das Papstschreiben „An die Teilnehmer des Marsches für das Leben 2026“ in voller Länge in kath.net-Übersetzung:

An die Teilnehmer des Marsches für das Leben 2026
Ich sende Ihnen allen, die Sie am Marsch für das Leben 2026 teilnehmen, herzliche Grüße. Ich möchte Ihnen ebenfalls meine von Herzen kommende Wertschätzung aussprechen und Ihnen meine spirituelle Verbundenheit zusichern, während Sie sich zu diesem ausdrucksvollen öffentlichen Zeugnis versammeln, um zu bekräftigen, dass „der Schutz des Rechtes auf Leben die unverzichtbare Grundlage aller anderen Menschenrechte bildet“ (Ansprache an die beim Heiligen Stuhl akkreditierten Mitglieder des Diplomatischen Korps, 9. Januar 2026).


In der Tat gilt: „Eine Gesellschaft ist nur dann gesund und entwickelt sich wahrhaftig weiter, wenn sie die Heiligkeit des menschlichen Lebens wahrt und sich aktiv für dessen Förderung einsetzt“ (ebd.). In diesem Sinne möchte ich Sie, insbesondere die jungen Menschen, ermutigen, sich weiterhin dafür einzusetzen, dass das Leben in all seinen Phasen geachtet wird – durch geeignete Maßnahmen auf allen Ebenen der Gesellschaft, einschließlich des Dialogs mit zivilgesellschaftlichen und politischen Entscheidungsträgern.

Möge Jesus, der uns seine ewige Gegenwart versprochen hat (vgl. Mt 28,20), Sie heute begleiten, wenn Sie mutig und friedlich für die ungeborenen Kinder eintreten. Indem Sie sich für sie einsetzen, dürfen Sie wissen, dass Sie Gottes Gebot erfüllen, ihm im Geringsten unserer Brüder und Schwestern zu dienen (vgl. Mt 25,31–46).

In diesem Sinne vertraue ich Sie alle sowie alle, die Sie mit ihren Gebeten und Opfern unterstützen, der Fürsprache der Maria Immakulata, Schutzpatronin der Vereinigten Staaten von Amerika, an und erteile Ihnen gern meinen Apostolischen Segen als Unterpfand himmlischer Gnaden.

Aus dem Vatikan, 17. Januar 2026
Leo XIV.

Der March for Life, der Marsch für das Leben, ist die weltgrößte jährliche Menschenrechtsdemonstration. Sie wird seit 1973 in Washington DC abgehalten. Der diesjährige March for Life findet am 23. Januar statt, sein Motto lautet: „Das Leben ist ein Geschenk.“

Die Teilnehmerzahlen zu schätzen ist jedes Jahr erneut schwierig – und obendrein schwankt die Zahl deutlich je nach politischer Einstellung der Schätzenden. In den Jahren vor der Covid-Pandemie waren vermutlich rund eine halbe Million Menschen mitgelaufen, möglicherweise sogar deutlich mehr. Videomaterial zeigt jedenfalls, dass die Teilnehmer sich wie ein gewaltiger Fluss auf die National Wall in Washington DC ergießen.

Die US-amerikanische katholische Bischofskonferenz (USCCB) unterstützt das ProLife-Event ausdrücklich, Bischöfe und Kardinäle demonstrieren mit und treten als Sprecher auf, auch Priester und Ordensfrauen sowie große Gruppen von Schülern und Studenten katholischer Schulen und Universitäten mit ihren jeweiligen Fahnen marschieren gut erkennbar und sehr fröhlich mit. Häufig werden Messen und Gebetsvigilen abgehalten, die von zehntausenden katholischer Jugendlichen begeistert besucht werden. Im Vorfeld hatte die USCCB bereits wieder zum Gebet der diesjährigen ProLife-Novene aufgerufen, siehe Link.

Auch im deutschsprachigen Raum wird immer wieder zu verwandten Veranstaltungen aufgerufen. In Deutschland wird am 19.9.2026 der Marsch für das Leben in Berlin und Köln stattfinden, in der Schweiz ebenfalls am 19. September 2026 der 16. „Marsch fürs Läbe“ in Zürich. Weiter Veranstaltungen und Veranstaltungsorte sind möglich. Der Marsch für das Leben findet auch in weiteren europäischen Städten statt, beispielsweise in Paris (Marche pour la vie seit 2005) und in Warschau (Marsz dla Życia i Rodziny seit 2006).
Archivfoto Papst Leo XIV (c) Vatican News

In der dem March for Life/Washington vorausgehenden Gebetsvigil in der Basilica of the National Shrine of the Immaculate Conception versammelten sich auch dieses Jahr wieder bemerkenswert viele Bischöfe, Priester und rund 6.500 gläubige Laien, die Kirche war bis auf den letzten Platz belegt:


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