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'Gott segne den Westen. Mögen die Kräfte des Himmels uns begleiten'

vor 13 Stunden in Chronik, 1 Lesermeinung
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Der argentinische Präsident Milei verglich in Davos die aktuelle Lage des Westens mit den biblischen Plagen Ägyptens. Dunkelheit und Verlust der Freiheit drohten die Zivilisation zu zerstören. Doch Milei verbreitete Optimismus


Davos (kath.net) In einer leidenschaftlichen und philosophisch tief verwurzelten Rede hat Argentiniens Präsident Javier Milei beim Weltwirtschaftsforum (WEF) 2026 den „Wiederaufstieg der Freiheit“ ausgerufen. Er zog eine Bilanz seiner bisherigen Amtszeit und warnte den Westen vor dem moralischen und wirtschaftlichen Verfall durch staatliche Regulierung. Die Welt habe begonnen, „zu erwachen“. In seiner mit Spannung erwarteten Rede in Davos erklärte der argentinische Präsident das Zeitalter des politischen Utilitarismus und der staatlichen Allmacht für beendet. Unter dem Motto „Machiavelli ist tot“ forderte er eine Rückkehr zu den ethischen Wurzeln des Westens.

Milei argumentierte, dass der vermeintliche Gegensatz zwischen wirtschaftlicher Effizienz und sozialer Gerechtigkeit ein „falsches Dilemma“ sei. Gestützt auf die Lehren der Österreichischen Schule der Nationalökonomie betonte er, dass wahre Effizienz nur aus der unbedingten Achtung des Privateigentums und des Naturrechts entstehen könne. „Das, was gerecht ist, kann nicht ineffizient sein“, so Milei. Er warf internationalen Organisationen vor, unter dem Deckmantel edler Absichten eine „sozialistische Agenda“ zu verfolgen, die unweigerlich in Armut und Tyrannei führe – mit explizitem Verweis auf die „Drogen-Diktatur“ in Venezuela.


Stolz präsentierte Milei die Zahlen seiner bisherigen Regierungszeit seit 2023. Er verwies auf die Beseitigung des Haushaltsdefizits, die Senkung der Inflation von 300 auf 30 Prozent und eine Halbierung der Armutsrate von 57 auf 27 Prozent. Diese Erfolge seien das Ergebnis von über 13.500 Strukturreformen und der konsequenten Deregulierung unter dem von ihm titulierten „Ministerium für steigende Erträge“. Sein Ziel sei klar: „Make Argentina Great Again“.

Ein besonderes Augenmerk legte Milei auf die technologische Entwicklung. Er bezeichnete Künstliche Intelligenz als die „Nadelmanufaktur des 21. Jahrhunderts“, die massives Wachstum ermögliche – sofern die Politik aufhöre, die Innovatoren zu „schikanieren“. Dystopische Szenarien wies er als „Unsinn“ zurück und forderte die Staaten auf, den Fortschritt schlicht in Ruhe zu lassen.

Zum Abschluss schlug der Präsident einen Bogen zur jüdisch-christlichen Tradition. Er verglich die aktuelle Lage des Westens mit den biblischen Plagen Ägyptens: Dunkelheit und Verlust der Freiheit drohten die Zivilisation zu zerstören. Doch Milei verbreitete Optimismus: Die Wiedergeburt der Freiheitsideen in Amerika (USA) und Argentinien diene als „Leuchtfeuer“ für die gesamte westliche Welt.  "Gott segne den Westen. Mögen die Kräfte des Himmels uns begleiten. Und es lebe die Freiheit, verdammt noch mal!", sagte Milei am Ende.

 

 


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Lesermeinungen

 Wilolf vor 11 Stunden 
 

Noch ein falsches Dilemma:

Genauso wenig, wie es einen tatsächlichen Gegensatz zwischen wirtschaftlicher Effizienz und sozialer Gerechtigkeit gibt, gibt es auf längere Sicht einen wirklichen Gegensatz zwischen Ökonomie und Ökologie: Was mittelfristig ökologisch ist, ist auch ökonomisch.
Ein Beispiel: Der Gips aus den Entschwefelungsanlagen der Kraftwerksschornsteine lässt sich sehr gut verkaufen.
Ein Gegenbeispiel: Wo Regierungen ideologisch und ohne jegliche ökonomische und ökologische Rücksichtnahme reine Klientelpolitik für die Windstromlobby betreiben, da bleiben Ökologie UND Wirtschaft auf der Strecke.


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