Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  5. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  6. Voll in die Falle getappt
  7. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  8. Die große Täuschung
  9. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  10. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  13. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  14. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  15. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung

Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote

vor 12 Stunden in Chronik, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Wall Street Journal" warnt: Was als Schutzmaßnahme für die psychische Gesundheit der Jugend beginnt, könnte sich als Trojanisches Pferd für die Zensur Erwachsener erweisen.


New York (kath.net/gem/rn)

Der Ruf nach einem gesetzlichen Verbot von Sozialen Medien für Kinder unter 16 Jahren wird weltweit lauter. Doch was als Schutzmaßnahme für die psychische Gesundheit der Jugend beginnt, könnte sich als Trojanisches Pferd für die Zensur Erwachsener erweisen. In einem vielbeachteten Essay für das Wall Street Journal warnt die Kolumnistin Louise Perry vor den Schattenseiten der gut gemeinten Gesetze.

Das Problem ist für Eltern offensichtlich: Wer seinem Kind ein Smartphone schenkt, stellt ihm bildlich gesprochen eine Box mit Pornografie, Drogenangeboten, Cybermobbing und russischen Hackern direkt ins Kinderzimmer. Perry beschreibt ein „Koordinationsproblem“: Eltern wissen um die Gefahren, geben aber dem Gruppendruck nach, um ihre Kinder nicht zu sozialen Außenseitern zu machen. Ein staatliches Verbot würde diesen Druck von den Schultern der Eltern nehmen.


Die Angst vor dem „gläsernen Nutzer“

Doch Perry, die die Situation in Großbritannien und Australien genau beobachtet, sieht eine gefährliche Entwicklung. Um ein Alterverbot für Unter-16-Jährige effektiv durchzusetzen, müssen Plattformen das Alter aller Nutzer zweifelsfrei verifizieren.

Ausweispflicht im Netz: Nutzer müssten digitale IDs, Führerscheine oder andere sensible Dokumente hinterlegen, um Zugang zu Plattformen zu erhalten.

Ende der Anonymität: Dies würde das Ende der anonymen Meinungsäußerung bedeuten. Politische Dissidenten oder Kritiker könnten abgeschreckt werden, ihre Meinung online zu teilen, wenn sie sich zuvor staatlich identifizieren müssen.

Sicherheit als Vorwand für Zensur?

Die Autorin warnt davor, dass Regierungen den Begriff „Sicherheit“ missbrauchen könnten, um unliebsame politische Kritik zu unterbinden. In Ländern wie Australien oder Großbritannien, die keinen Verfassungszusatz wie den US-amerikanischen „First Amendment“ (Redefreiheit) besitzen, ist die Hemmschwelle für staatliche Eingriffe niedriger.

Beispiel Australien: Dort rechtfertigte ein führender Politiker Einschränkungen der Redefreiheit explizit mit dem Erhalt des „multikulturellen Zusammenhalts“.

Beispiel Großbritannien: Perry verweist auf Fälle, in denen Bürger wegen Social-Media-Kommentaren, die als politischer Widerspruch gewertet werden konnten, mit Haftstrafen bedroht wurden.

Das Dilemma bleibt bestehen: Als Mutter wünscht sich Perry den staatlichen Schutz für ihre Kinder vor räuberischen Tech-Konzernen. Als Bürgerin jedoch warnt sie davor, dass der Staat Erwachsene wie Kinder behandelt. Die Gefahr besteht darin, dass Gesetze, die Kinder vor den Schrecken des Internets bewahren sollen, letztlich dazu genutzt werden, Regierungen vor Kritik zu bewahren.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Richelius vor 3 Stunden 
 

Discord fängt gerade mit Alterskontrollen an. Sie verifizieren das Alter einmal und dann werden die dazugehörigen Infos gelöscht. Das ist ein durchaus gangbarer Weg.
Leider haben sich gerade die Sozialen Medien als Bedrohung für Kinder und Jugendliche herausgestellt.

@ Patroklos:
„Mühelos“ ist das Einrichten einer solchen Sperre ganz sicher nicht. Man braucht erhebliches Wissen, damit eine Sperre am PC nicht ganz einfach umgangen werden kann.


0
 
 Aventinus vor 5 Stunden 
 

Also @chorbisch, dann loggen wir uns alle, wenns nach Ihnen geht ...

... bald hier in kath.net mit unserem internetfähigen Personalausweis ein (bei meinem ist das zwar sicherheitshalber samt RFID-Funktion abgeschaltet) und die kath.net Redaktion prüft dann vor Freischaltung (über Einwohner-Meldestellen-Software, ID-App, ... etc.) unsere Schreibberechtigung? Aber vorher auch schon "altersabhängig" die Leseberechtigung! Denn man könnte als minderjährige, lautere und ahnungslose Kinderseele auch hier Gefährdenes über das Böse und Abgründige dieser Welt mitbekommen? Der Haupteffekt für den Staat, der hier jetzt honigsüß mit Kinderschutz ködert, wäre aber diese so per ID-Erfassung aller kath.net-Leser und (noch wichtiger!) -Schreiber erfolgende Registrierung aller eventueller Dissidenten, die seine Repräsentanten und Zuarbeiter (auch die staatl. besoldeten Bischöfe gehören dazu) womöglich kritisieren oder ablehnen. Unsere Verfassung untersagt allerdings in Artikel 5 GG solcherlei staatl. Machenschaften deutlichst: "Eine Zensur findet nicht statt" steht dort.


0
 
 chorbisch vor 7 Stunden 
 

@Jothekieker

Gehört es für Sie auch zur "Freiheit", andere aus der sicheren Deckung der Anonymität anzupöbeln?

Oder Verleumdungen zu verbreiten, vielleicht auch noch künftig gefälschte Bilder? Dieses seltsame KI-Modul, das auf Kommando Nacktbilder einer bestimmten Person erstellen kann?

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, alle diese Dinge unterstelle ich Ihnen nicht im Geringsten. Und natürlich könnte so etwas politisch missbraucht werden, nicht nur von den Linken.

Aber kürzlich wurde auf youtube ein Beitrag eingestellt, im dem ich vorkomme und über ein an sich völlig harmloses Thema etwas sage. Die meisten Kommentare waren in Ordnung, aber es gab auch einige üble und beleidigende Dinge darunter. Ohne Grund.

Die Redakteurin, die den Film angefertigt hat, hat diesen Mist löschen lassen, aber ohne sie stünde das noch drin, und ich hätte vermutlich wenig Chancen, gegen die Schmierfinken vorzugehen.

Und ich weiß nicht, ob ich mich für solche Projekte nochmal zur Verfügung stellen werde.


1
 
 Patroklos vor 8 Stunden 
 

Big Brother

Auf jedem Gerät läßt sich mühelos eine Jugendschutzkontrolle und Sperren für genau definierte Internetseiten einrichten. Es ist absolut unnötig, daß der Staat hier nun Zugangssperren und -kontrollen für alle einrichtet.
Aber es geht den Verantwortlichen gar nicht um Jugendschutz. Es geht letztlich um Kontrolle des Internets. Es geht darum, daß Personen mit einer potentiell mißliebigen Meinungen sich eine Selbstzensur auferlegen. Es geht darum, in der Perspektive das Internet als Raum der Freiheit zu beseitigen.
Man sollte nie vergessen: Auch in China gibt es Internet! Aber ein staatlich kontrolliertes und reglementiertes. Natürlich nur zu Wohle aller....


1
 
 Johannes14,6 vor 11 Stunden 
 

Einen Vorteil hat das Ganze:

Die Ausgaben für die Meldestellen können eingespart werden, denn Meinungsäußerung und Urheber sind unmittelbar identifiziert und mit entsprechender KI als "verdächtig" zu registrieren/ sanktionieren.

Ironie aus. Unter dem Vorwand: Kinderschutz soll das Grundrecht der Meinungsfreiheit ausgehebelt werden, eine gefährliche Entwicklung!

Und was für ein Paradox: Jugendliche bis 16 sollen von Informationen der Social Media ferngehalten werden, aber mit 16 wahlberechtigt sein?

ELTERN sind in der Verantwortung, Kinder für den Umgang mit Medien zu befähigen, sicher keine leichte Aufgabe.

www.youtube.com/watch?v=9B3KOFg9dww Nius dazu am 9.2.26


2
 
 Jothekieker vor 12 Stunden 
 

Wie zur Zeit der Coronarepressionen

Der Staat verkauft Sicherheit gegen Freiheit. Ob die gekaufte Sicherheit wirklich sicher ist, mag angezweifelt werden. Daß die verkaufte Freiheit aber für immer weg ist, das ist sicher.


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Voll in die Falle getappt
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  7. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  8. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  9. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  10. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  11. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  12. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  13. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  14. Die große Täuschung
  15. Niederösterreich: Pfarrer während Messfeier verstorben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz