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Nicaragua: Das Ortega-Regime verbietet Priester- und Diakonenweihen in vier Bistümern

14. März 2026 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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In allen betroffenen Bistümern waren die Ortsbischöfe zuvor ins Exil gezwungen worden – Damit verschärft sich die kritische pastorale Lage weiterhin.


Managua (kath.net) Das Regime unter Präsident Daniel Ortega und Vizepräsidentin Rosario Murillo hat Anfang März 2026 die Weihe von Priestern und Diakonen in vier Diözesen verboten. Diese Maßnahme verschärft die ohnehin kritische pastorale Lage im Land drastisch.

Das Verbot betrifft die Diözesen Jinotega, Siuna, Matagalpa und Estelí. In allen vier Bistümern befindet sich derzeit kein amtierende Ortsbischof, denn die jeweiligen Bischöfe waren zuvor vom Regime ins Exil gezwungen oder ausgewiesen worden. Beispielsweise wurde Bischof Carlos Herrera, Bistum Jinotega im November 2024 ausgewiesen, nachdem er die Störung einer Messe durch regierungstreue Beamte kritisiert hatte. Und die Bischöfe Rolando Álvarez (Archivfoto von seiner Verhaftung 2022) und Bischof Isidoro Mora: Beide wurden bereits zuvor nach Rom abgeschoben.


Dies hat massive Folgen für die Gläubigen in Nicaragua:
- Personalmangel: In der Diözese Matagalpa mussten bereits 70 % der Priester ins Exil fliehen. In Estelí und Jinotega hat sich die pastorale Kapazität halbiert.
- Fehlende Sakramentenspendung: Viele Gemeinden können keine regelmäßigen Eucharistiefeiern mehr abhalten.
- Blockierte Berufungen: Zahlreiche Seminaristen haben ihr Studium abgeschlossen, dürfen aber im Land nicht geweiht werden. Einige weichen für diskrete Weihen ins Ausland (z. B. Costa Rica) aus.

Dahinter stehen politische Motive, es geht um Ideologie statt Glaube. Beobachter und Forscher wie die Anwältin Martha Patricia Molina sehen in diesem Vorgehen eine gezielte Strategie zur Ausschaltung des kirchlichen Einflusses. Die Kirche gilt dem Ortega-Regime als „Dorn im Auge“, da sie sich der totalitären Kontrolle widersetzt. 

Trotz der massiven Verfolgung betonen Geistliche im Exil, dass die Kirche in Nicaragua zwar „gekreuzigt“, aber keineswegs tot sei. Das religiöse Leben und die Berufungen bestünden im Untergrund fort.

 


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