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| ![]() Australisches Gericht weist Berufung ab: Biologische Realität nicht durchgesetztvor 11 Stunden in Chronik, 1 Lesermeinung Ein Gesetz, das geschrieben wurde, um Frauen zu schützen, wird nun benutzt, um eine Frau dafür zu bestrafen, dass sie einen Raum für Frauen geschaffen hat, kritisiert Robert Clarke von ADF International. Sydney (kath.net/jg) Die Full Court des Federal Court of Australia entschied, dass die frauenspezifische Mitgliedschaftspolitik der App „Giggle for Girls“ eine direkte Diskriminierung gegenüber „Roxanne“ Tickle darstellt, einem biologischen Mann, der sich als Frau identifiziert. Das Gericht wies die Berufung der App-Gründerin Sall Grover zurück und gab der Gegenberufung Tickles statt. Tickle erhält 20.000 Australische Dollar (AUD, ca. 12.300 Euro) Schadensersatz sowie die Übernahme der Gerichtskosten bis zu einer Obergrenze von 100.000 AUD (ca. 61.500 Euro). Bereits im August 2024 hatte ein Gericht niedrigerer Instanz festgestellt, dass Grover „indirekt diskriminiert“ habe, indem sie Tickle von der App entfernte. Damals hieß es in dem Urteil, dass „Sex“ nicht ausschließlich ein biologisches Konzept sei. (Siehe Link) Grover legte Berufung ein und argumentierte, der Begriff „weiblich“ beziehe sich auf biologische Frauen. Das Bundesgericht folgte dieser Argumentation nicht und verschärfte das ursprüngliche Urteil sogar noch. Rechtliche Grundlage für den Fall ist der Sex Discrimination Act, der 2013 um den Aspekt „gender identity“ (Geschlechtsidentität) erweitert und um klare Definitionen von „Mann“ und „Frau“ gekürzt wurde. Sall Grover zeigte sich tief enttäuscht und erklärte: „Ich bin absolut am Boden zerstört. Männer, die behaupten, Frauen zu sein, haben in Australien mehr Rechte als echte Frauen. Es sind die Frauen, die diskriminiert werden, nicht die Männer, die vorgeben, wir zu sein. Aber in einem Sinne hat sich nichts geändert: Morgen wachen wir alle auf, und Männer werden immer noch keine Frauen sein.“ Sie kündigte an, den Fall vor den High Court, das höchste Gericht Australiens, zu bringen. Die Organisation ADF International, die Grover und die App unterstützt hat, kritisierte das Urteil scharf. Robert Clarke sagte: „Ein Gesetz, das geschrieben wurde, um Frauen zu schützen, wird nun benutzt, um eine Frau dafür zu bestrafen, dass sie einen Raum für Frauen geschaffen hat. Das ist die praktische Bedeutung dieses Urteils.“ Weiter betonte Clarke, dass die Aufnahme von Geschlechtsidentität in das Antidiskriminierungsgesetz dazu geführt habe, die grundlegendste Vorstellung davon, was eine Frau ist, zu untergraben. Der Bedarf an geschlechtsspezifischen Räumen sei im internationalen Menschenrecht anerkannt und müsse auch in Australien gelten.
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