Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  3. ZDF hasst Katholiken
  4. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  5. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  6. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  7. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  8. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  9. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  10. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  11. Besorgniserregende antidemokratische und gewaltaffine Haltungen bei jungen Muslimen
  12. Die Menschenwürde hat keinen Reisepass
  13. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  14. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  15. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘

Damian Thompson über Leo XIV.: Zeit, den ‚katholischen Bürgerkrieg‘ ein wenig herunterzufahren

2. Juni 2026 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Mitherausgeber des britischen Spectator sieht in Papst Leo XIV. einen Mann des Ausgleichs.


London (kath.net/jg)
Der katholische Journalist, Autor und Redakteur Damian Thompson, Mitherausgeber des Magazins Spectator, hat sich am 30. Mai auf X zur Situation der katholischen Kirche unter Papst Leo XIV. zu Wort gemeldet und vorgeschlagen, den „katholischen Bürgerkrieg“ ein wenig herunterzufahren.

Papst Leo sei zwar nicht „ideal für Traditionalisten“, aber er versuche auch nicht, dieselben „anarchischen Ideen“ durchzudrücken wie Franziskus und vertraue nicht auf dieselben „opportunistischen Ideologen“ wie sein Vorgänger. Man könne zwar darüber verärgert sein, dass Leo einen Block Eis gesegnet oder Sarah Mullally, die anglikanische Erzbischöfin von Canterbury, mit vollem ökumenischem Entgegenkommen empfangen habe. Er habe sich aber keinen Millimeter in Richtung Anerkennung anglikanischer Weihen bewegt, etwas, womit Franziskus „geflirtet“ habe. Leo sei nicht an weiblichen Diakonen interessiert und setze Traditionis custodes nicht mit Enthusiasmus um. Seine christuszentrierte Predigt sei weit entfernt von dem „alarmierenden Indifferentismus“ der bei Franziskus in dessen „verrückteren Ausbrüchen“ zu sehen gewesen sei. 


Er habe keine „finsteren Wirrköpfe per Fallschirm“ auf wichtigen Bischofssitzen platziert, habe aber, wie übrigens die meisten Päpste, keine Eile, sein Kabinett umzubauen. Was die Piusbruderschaft angehe, hätte er sich vielleicht mit ihren Vertretern treffen sollen. Man müsse aber verstehen, dass der Vatikan von den endlosen, fruchtlosen Verhandlungen der letzten Jahre genug habe und die Drohung, illegitim Bischöfe zu weihen, die jetzt umgesetzt werde, als Erpressung empfunden habe. Außerhalb der sozialen Medien fühlen sich „Mainstream-Traditionalisten (einschließlich ihrer Verbündeten im Kardinalsrang)“ von der SSPX beleidigt, besonders von den aggressiven Andeutungen, dass Messen im Novus Ordo ungültig sein könnten.

„Und die Deutschen?“, fragen Kommentatoren. Leo scheine weniger geneigt, ihnen nachzugeben als Franziskus, schreibt Thompson. Es sei bedeutsam, dass sie ihren großartigen Plan für eine Synodalversammlung oder wie auch immer sie es nennen verschieben oder absagen mussten. Was das spezifische Thema der Segnung von Homosexuellen angeht, scheine Leo die Kopten davon überzeugt zu haben, dass Fiducia supplicans nicht mehr ernst genommen werden muss. „Ja, verrückte Dinge passieren immer noch in Europa, aber das geht seit 50 Jahren so“, resümiert Thompson.

Die „melodramatischen Aussagen“ der „Ultratraditionalisten“ wirkten daher jetzt weniger angemessen als sie es unter Franziskus gewesen sein könnten, dessen „chaotische Herrschaft“ in die Geschichte eingehe – „nicht schnell genug, aber die Richtung der Reise ist nicht die, die die Synodalfraktion, so einflussreich vor fünf Jahren, gewählt hätte“. „Und als Krönung haben wir gerade eine durchdachte Enzyklika gehabt, die die meisten katholischen Beobachter beeindruckt hat“, schreibt Thompson abschließend.

 


© Foto: Vatican Media

 

 

 

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Sextus 2. Juni 2026 
 

Massimo Faggioli


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Leo XIV.

  1. Der Turm Christi und das Haus Gottes: eine Katechese aus Steinen, Farben und Licht
  2. Jedes Kind ist ein Traum Gottes. Über Würde, Nächstenliebe und die Freundschaft mit Christus
  3. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  4. ‚Seid Menschen!‘ - Über Heiligkeit, Berufung und den Auftrag der Jugend
  5. Frieden, Wahrheit und das Programm für Europa
  6. Papstreise nach Spanien gestartet: Aufruf an Putin zu Verhandlungen
  7. Das Babel-Syndrom. Die gezählte Seele und der steinerne Himmel der Maschinen
  8. MAGNIFICA HUMANITAS
  9. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  10. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  4. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  5. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  6. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  7. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  8. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  9. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  10. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung
  11. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  12. Das Maß vor dem Gesetz. Würde, Recht und die Grenzen der Macht
  13. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  14. Papst reagiert bestürzt auf Ermordung von Bischof Afonso/Mosambik
  15. Neuer Trend in den USA: Abkehr von nüchternen Kircheninnenräumen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz