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| ![]() "Angriffe auf Christen werden in Deutschland ignoriert"vor 3 Stunden in Deutschland, 1 Lesermeinung WELT-Kommentatorin Dorothea Schupelius warnt vor fataler Gleichgültigkeit - Deutschland europaweit nach Frankreich auf Platz 2 bei christenfeindlichen Vorfällen Berlin (kath.net/gem/rn) „Alle Religionen sind gleich. Aber manche sind gleicher als andere. Wer Christen angreift, beleidigt oder aus dem öffentlichen Raum drängt, muss in Deutschland nur selten mit größerer Empörung rechnen.“ Mit diesen klaren Worten kritisiert die Journalistin Dorothea Schupelius in einem aktuellen Kommentar für die Tageszeitung WELT eine gefährliche Doppelmoral in der deutschen Öffentlichkeit und Politik im Umgang mit Christenfeindlichkeit. Während Angriffe auf andere Religionsgemeinschaften zu Recht scharf verurteilt würden, herrsche bei antichristlichen Vorfällen oft ohrenbetäubendes Schweigen oder eine verharmlosende Relativierung. Als eklatantes Beispiel nennt Schupelius das Café „Stay“ der freikirchlichen Zeal Church in Leipzig. Innerhalb von nur zwei Jahren wurde die Einrichtung sage und schreibe 26-mal von Linksextremen attackiert: Scheiben wurden eingeworfen, Fassaden mit Farbe und Hassparolen beschmiert, und an Heiligabend wurde sogar Buttersäure in den Räumen verspritzt. Die Konsequenz: Das Café musste schließen. Doch eine Welle der Solidarität oder öffentliche Empörung blieb aus. Stattdessen sei versucht worden, die Taten umzudeuten. Besonders befremdlich sei die Reaktion der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens gewesen. Diese erklärte auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA, sie sehe darin keinen Angriff auf die Religionsfreiheit. Es sei schließlich „kein religiöser Betrieb“, sondern ein „Wirtschaftsbetrieb“ attackiert worden, und das Motiv der Täter sei „nicht religiös, sondern ethisch“. Schupelius zieht hierzu einen klaren Vergleich: „Man stelle sich vor, es wäre ein muslimisches Café gewesen. Zu Recht wäre die öffentliche Empörung groß.“ Auch andere Vorfälle zeigen laut der Kommentatorin, wie gleichgültig die Gesellschaft auf Angriffe gegen das Christentum reagiert. Als im niedersächsischen Delmenhorst im Mai Unbekannte in einer Kirche Bibeln und Gesangbücher anzündeten, wiegelte die Polizei schnell ab und sah keinen politischen Hintergrund. Da Christen auf das Verbrennen ihrer heiligen Schriften im Regelfall nicht mit Gewalt reagieren, sei das Thema in den Medien sofort wieder ad acta gelegt worden. Ebenso geräuschlos verlief eine gezielte Provokation in Regensburg: In der Basilika Sankt Emmeram drehte eine Popsängerin ohne Genehmigung ein Musikvideo zu einem Song mit dem provokanten Titel „You believe in Jesus, I believe in Pussy“. Während der zuständige Pfarrer Roman Gerl von einem „absoluten No-Go“ und einer massiven Verletzung religiöser Gefühle sprach, blieben politische Reaktionen völlig aus. Dass das Video schließlich entfernt wurde, lag lediglich an der fehlenden Drehgenehmigung. Auch hier stellt Schupelius fest: Ein vergleichbarer Clip in einer Moschee hätte eine völlig andere gesellschaftliche Dynamik ausgelöst. Dass es sich dabei nicht um Einzelfälle handelt, belegen harte Zahlen. Schupelius verweist auf die Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen in Europa (OIDAC) mit Sitz in Wien. Demnach gab es im Jahr 2024 in Deutschland 471 registrierte Opfer von Gewalt gegen Christen. Damit belegt Deutschland im europaweiten Vergleich hinter Frankreich den unrühmlichen zweiten Platz bei christenfeindlichen Vorfällen. Besonders gefährdet seien dabei christliche Konvertiten und Gläubige mit Migrationshintergrund. Schupelius warnt eindringlich vor den Folgen dieser Gleichgültigkeit. Die Werte, auf denen das deutsche Gemeinwesen ruht – wie die Menschenwürde, die Gewissensfreiheit und die Religionsfreiheit –, seien historisch zutiefst christlich geprägt. Wer wegsieht, wenn das Christentum systematisch aus dem öffentlichen Raum gedrängt wird, schade letztlich der gesamten Demokratie: „Wer das Christentum aus dem öffentlichen Raum drängt, greift unsere freie Gesellschaft an.“ Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() Lesermeinungen
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