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"Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"

vor 3 Stunden in Spirituelles, 6 Lesermeinungen
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Die Diskussion über die Alte Messe berge die Gefahr in sich, die Menschen vom Wesentlichen abzulenken, warnt der französische Priester Père Michel-Marie Zanotti- Sorkine.


Paris (kath.net/jg)
Der französische Priester Père Michel-Marie Zanotti-Sorkine hat in einem Interview mit Academia Christiana zu einer Beruhigung in der Diskussion um die Messe im alten Ritus aufgerufen. Im Zentrum sollte Christus stehen, nicht die Frage der Liturgie, betont er.

„Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen“, warnt Zanotti-Sorkine. Er sieht die Frage pragmatisch. „Zur Messe des Heiligen Pius V. gehen oder die FSSPX besuchen? [...] Geht hin, wenn es eure Seele nährt, aber hört auf, eure Zeit mit diesen Kapellenkriegen zu verschwenden“, sagt er wörtlich.


Die Diskussion um die Liturgie berge eine große Gefahr in sich. „Die ‚kleine interne Kirchenpolitik‘ ist eine monumentale spirituelle Falle, die uns vom Wesentlichen abbringen soll: von Christus“, sagt Zanotti-Sorkine.

Das Video ist ein kurzer Ausschnitt aus einem längeren Interview, das Zanotti-Sorkine dem französischen Institut Academia Christiana gegeben hat. Das etwa eine Stunde dauernde Gespräch ist am 13. Juli auf YouTube veröffentlicht worden.

Foto: Symbolbild Messe im alten Ritus


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Lesermeinungen

 Versusdeum vor 38 Minuten 
 

@Jothekieker

Man könnte es auch richtig verstehen im Sinne der Vermeidung des "divide et impera": Solange wir uns über die Frage "welche Liturgie" entzweien oder gar spalten lassen, haben die "Anderekirchler" freie Bahn. Also warum nicht TC zurückziehen und beide Formen freigeben? Problem erledigt!


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 naiverkatholik vor 1 Stunden 
 

Versus Deum mal anders

Werktagsmesse irgendwo in Deutschland: 15 Gläubige sitzen im Altarraum auf Stühlen um den Volksaltar. Wohin schauen sie? Sich an. Nein, eher auf das Geschehen ganz nah am Altar, christuszentriert. Der Priester steht am Volksaltar und steht und schaut während der ganzen Messe versus deum, Richtung Hochaltar. Im Wesentlichen schaut er auch auf das eucharistische Geschehen am Altar. Praktischer Nachteil:Knien schwer möglich für einige.Nachteile im großen Kirchraum bei wenigen Gläubigen gibt es auch. Ist das so Vorgefundene eine eher gute Lösung oder eine eher schlechte? Ich sage: Eine sehr gute. Und fange nicht an, hier auch mögliche Negativa zu suchen.


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 Wynfried vor 1 Stunden 

Eine wahre Erkenntnis!

Bei einer Diskussion um die Frage der Liturgie und warum er die Alte Messe besuche, brachte es ein Bekannter auf ähnliche Weise sehr gut auf den Punkt:
"Ich gehe nicht wegen der Alten Messe in die Alte Messe, sondern wegen Gott."

Robert Spaemann hat einmal gesagt, dass man einen bestimmten Ritus nicht verabsolutieren darf. Das hat die Kirche auch nie getan. Es gab ja fast immer in ihr eine Pluralität von anerkannten Riten. Aber einen alten, legitimen Ritus zu unterdrücken, auszugrenzen oder gar abzuschaffen wäre immer als ein Akt der Tyrannei betrachtet worden.

Kardinal Ratzinger sagte 1988 vor den Bischöfen Chiles, „daß Schismen nur dann entstehen können, wenn in der Kirche einige Wahrheiten und einige Werte des christlichen Glaubens nicht mehr gelebt und geliebt werden.“

Die Liturgie kann und darf von ihrem eigenen Selbstverständnis her niemals Grund für Spaltungen sein. Alles andere ist vom Teufel.


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 Stefan Fleischer vor 1 Stunden 

Zur Messe des Heiligen Pius V. gehen oder die FSSPX besuchen? [

Dass die FSSPX eine eigene Messe haben soll, ist mir nicht bekannt. Dazu bräuchte es doch eine Bewilligung aus Rom. Alles andere wäre bereits das Schisma.
Im Übrigen sollte in der Diskussion auch vermehrt klar unterschieden werden zwischen dieser Bruderschaft und jenen anderen, welche sich ebenfalls der Tradition verpflichtet fühlen, aber in Einheit und im Gehorsam gegenüber dem Papst.


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 Versusdeum vor 2 Stunden 
 

Gerade weil es um Christus geht,

ist die Liturgiefrage zentral. Wobei auch hier gilt: Ja, der überlieferte Ritus der Kirche ist grundsätzlich gottzentrierter (sogar sprachlich, z.B. beim "Volksaltar"), aber letztlich entscheidend sind die innere Einstellung und äußere Ausgestaltung: Hl. Messe als Kult des Allerhöchsten oder als "Gemeinschaftsmahl", Kirchensprache oder Volkssprache, gemeinsame Gebetsrichtung oder "sich anschauen", Treue Wiedergabe oder willkürliche Veränderung der Texte, innere Teilnahme aller oder sich produzieren weniger (z.B. des selbsternannten Dorfadels oder gar offen in schwerer Sünde lebender), Gottesdienst oder politisch-ideoöogischer Aktivismus usw.
Habe das bei Freikirchlern gelernt: Sie stehen zwar theolohisch anderswo, sind aber auf Gott hin ausgerichtet. "Unsere eigenen" Anderekirchler stehen uns theoretisch näher, aber es scheint ihnen egal zu sein, was Gott will bzw. uns für unser ewiges Heil anbietet, selbst bei den Sakramenten (z.B "Frauenpriestertum" oder Sündenvergebung)


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 Jothekieker vor 2 Stunden 
 

Nicht zielführend

Die Frage der Freiheit der Alten Messe kann man nicht klären, indem man die Diskussion darüber verdammt.


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