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Papst Leo XIV. beruft obersten Kolumbusritter in den Vatikan

30. August 2026 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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"Knights of Columbus" zählen zu den vermögendsten und einflussreichsten katholischen Vereinigungen in den USA


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Patrick E. Kelly, Chef der nordamerikanischen Kolumbusritter, ist von Papst Leo XIV. zum Mitglied des Dikasteriums für die Laien, die Familie und das Leben im Vatikan berufen worden. Damit kann er künftig aktiv Einfluss auf die familienpolitische und bioethische Agenda des Heiligen Stuhls nehmen.

Die "Knights of Columbus" gelten als eine der vermögendsten und einflussreichsten katholischen Vereinigungen weltweit mit Schwerpunkt in Nordamerika. Sie zählen laut eigenen Angaben mehr als zwei Millionen Mitglieder, die in 17.000 lokalen Kapiteln organisiert sind. Laut der Finanzzeitschrift "Fortune" gehört ihnen eine Lebensversicherung mit einem Kapital von 123 Milliarden US-Dollar (rund 105 Milliarden Euro).


Geldgeber auch für den Vatikan

Die Gruppierung unterstützt wohltätige Zwecke, die Verkündigung der christlichen Botschaft durch die katholische Kirche und kulturelle Aufgaben. Unlängst finanzierten die Kolumbusritter die spektakuläre Renovierung des Bernini-Baldachins im Petersdom zum Heiligen Jahr 2025 mit Gesamtkosten von rund 700.000 Euro.

Kelly wurde 2021 zum 14. "Supreme Knight" (Obersten Ritter) gewählt. Sein Vorgänger Carl A. Anderson führte die Ritter von 2000 bis 2021. Die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. beriefen Anderson in den Nullerjahren in mehrere wichtige Vatikan-Gremien. Er saß unter anderem im Aufsichtsrat der Vatikanbank IOR und war Mitglied des Päpstlichen Familienrats. Papst Franziskus (2013-2025) traf Andersons Nachfolger Kelly zwar mehrere Male, er berief ihn jedoch in kein wichtiges vatikanisches Amt.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Foto: Oberster Kolumbusritter Kelly (c) Knights of Columbus


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