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| ![]() „Bin ich Konvertitin oder von Kindesbeinen an katholisch?“vor 50 Minuten in Jugend, keine Lesermeinung Glaubenszeugnis einer 19-jährigen Niederländerin: Als Baby getauft, dann keine weiteren Sakramente empfangen. Mit 15 wurde sie durch christliche Influencer auf den Glauben aufmerksam, begann die Bibel zu lesen und die katholische Messe zu besuchen. 's-Hertogenbosch (kath.net/pl) „Wenn ich gefragt werde, ob ich Konvertitin bin, antworte ich immer mit ‚Ja‘. Vor allem deshalb, weil mir der Glaube nicht von klein auf vermittelt wurde; ich bin also keine Katholikin ‚von der Wiege an‘. Als Kind empfing ich weder die Erstkommunion noch die Firmung, und meine Eltern sind nicht (oder nicht mehr) gläubig.“ Das schreibt die 19-jährige Margit van Son, auf der Website der niederländischen Wochenzeitung „Katholiek Nieuwsblad“. Die Autorin ist Lehramtsstudentin und hat beim „Katholiek Nieuwsblad“ eine eigene Jugendkolumne. Konvertiten seien ja Menschen, die erst spät zum Glauben gefunden haben. Doch frage sie sich in letzter Zeit häufiger, ob sie wirklich eine „Konvertitin“ sei. Denn häufig werde ein Konvertit „als jemand wahrgenommen, der von außerhalb des Glaubens kommt. Jemand, der Christus noch nicht kannte, der vielleicht nicht wusste, wie es im Inneren einer Kirche aussieht oder was an Ostern und Weihnachten gefeiert wird. Bei mir war das nicht der Fall.“ Denn trotz allem hatten ihre Eltern ihr einiges über das Christentum vermittelt, sie sei ja als Baby getauft worden, ihre Familie betete zu Hause das Vaterunser und sie habe eine katholische Grundschule besucht, „auch wenn sich der katholische Aspekt dort auf die Weihnachtsgeschichte und schulfrei am Karfreitag beschränkte“. Wirklich aufmerksam auf den Glauben sei sie aber erst vor einigen Jahren geworden, als sie Beiträge einiger Influencer über die Bibel entdeckte: „Sie sprachen von Gott und ließen sich taufen. Ich verstand das nicht so recht. Warum taten sie das? Aber als Fünfzehnjährige ist man ziemlich empfänglich für Influencer, und so war meine Neugier geweckt.“ Sie suchte und fand eine Bibel auf dem Dachboden und fing an zu lesen, „einige Monate später hatte ich genug Mut gefasst, um zum ersten Mal zur Messe zu gehen. Ich verstand kein Wort. Das Messbuch war verwirrend, und ich hatte keine Ahnung, was ich wann sagen sollte. Aber das Vaterunser kam mir irgendwie bekannt vor.“ Inzwischen hat die junge Frau auch Erstkommunion und Firmung empfangen und nichts könne sie mehr davon abhalten, regelmäßig die Kirche zu besuchen. Wenn sie sich nun frage, ob sie Konvertitin oder Katholikin von der Wiege an sei, komme sie zu der Antwort: vielleicht gebe es auch eine dritte Kategorie, nämlich den „kulturell-katholischen Konvertiten“. Und „vielleicht sollten wir uns also nicht allzu sehr den Kopf darüber zerbrechen, in welche Schublade jemand passt. Letztendlich sind wir alle ‚Nachfolger Jesu‘ – reicht diese Bezeichnung nicht aus?“
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