Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  2. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  3. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  4. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  5. USA werden im Jahr 2100 ein katholisches Land sein
  6. Papst Leo an Politiker: Man kann nicht katholisch sein und gleichzeitig für Abtreibung sein
  7. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  8. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  9. Sozialethiker Rhonheimer: Jesus war kein Kapitalismuskritiker
  10. Weißes Haus: FBI untersucht auf „Inlandsterrorismus und Hasskriminalität gegen Katholiken“
  11. Australien wirf Iran Steuerung von antisemitischen Terroranschlägen vor
  12. Wir sind hier, um der Welt zu erklären, dass auch Wladimir Putin für seine Verbrechen bezahlen muss"
  13. „Schick diese Artikel gerne an alle neugierigen und fragenden Freunde weiter!“
  14. "Ohne ihr heldenhaftes Handeln hätte es deutlich schlimmer kommen können"
  15. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge

Ideologie des politischen Islam ist zum Mainstream des Islam geworden

3. September 2024 in Chronik, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Abwertung von Juden, Homosexuelle und Frauen ist unter Muslimen signifikant stärker verbreitet als im Rest der Bevölkerung. Das gilt auch für Muslime, die in Europa leben, schreibt die Politikwissenschaftlerin Nina Scholz.


Wien (kath.net/jg)
Die Politikwissenschaftlerin und Autorin Nina Scholz warnt in einem Gastkommentar für die österreichische Tageszeitung Kurier vor Gutgläubigkeit im Umgang mit dem Islam in Europa.

Die „Ideologie des politischen Islam“ habe sich in den letzten 45 Jahren zum Mainstream des Islam entwickelt, schreibt sie. Das gelte auch für die Moslems in Europa. „Religiöser Extremismus, Unduldsamkeit, die Einteilung der Menschen in Muslime und ‚Ungläubige’, die Utopie von einer islamischen Weltherrschaft, Überlegenheitsdenken, Intoleranz und die Akzeptanz von Gewalt zur ‚Verteidigung des Glaubens’ zeigen sich auch in der Mitte islamischer Gesellschaften und europäischer islamischer Communitys“, schreibt sie wörtlich.


„Die traurige Wahrheit ist, dass der Verbandsislam in Europa von Organisationen des politischen Islam wie der Muslimbruderschaft oder Milli Görüs dominiert wird, die zwar gewaltfrei auftreten, deren Ideologie sich aber nicht wesentlich von jener der Dschihadisten unterscheidet“, schreibt sie wörtlich.

Gewaltfreiheit sei eine zwar notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für das friedliche Zusammenleben in einer Gesellschaft. Zahlreiche Untersuchungen hätten gezeigt, dass eine große Zahl Moslems die Werte westlicher, pluralistischer Demokratien nicht teilt und Gewalt zur „Verteidigung des Islam“ für gerechtfertigt erachtet. Die Abwertung von Juden, Homosexuellen und Frauen sei unter Muslimen signifikant stärker verbreitet als im Rest der Bevölkerung, wobei Einwanderer aus anderen Kulturkreisen eingeschlossen sind. Diese Haltung sei umso stärker, je religiöser sich die Befragten einschätzen.

Auffallend sei, dass die Mehrheit der Muslime so gut wie nie Gewalt und Fanatismus im Namen des Islam öffentlich ablehne. Eine Handvoll islamische Vereine hätten 2017 versucht, Muslime zu einer bundesweiten Demonstration gegen Gewalt und Terror in Köln zu mobilisieren. Das Ergebnis war enttäuschend, nur wenige hundert Muslime seien dem Aufruf gefolgt. „Die großen Islamverbände, die sich gern als Repräsentanten aller Muslime gerieren, mobilisieren nur dann, wenn sie der Meinung sind, der Islam und die ‚religiösen Gefühle’ der Muslime seien beleidigt worden“, schreibt Scholz wörtlich.

Als Beleidigung des Islam gelte nicht die Selbstbezeichnungen von Terrorgruppen wie „Jaish-e-Mohammad“ (Armee Mohammads) oder „Hisbollah“ (Partei Gottes), sehr wohl aber Karikaturen des Propheten Mohammed in einer dänischen Zeitung.

Migration aus mehrheitlich muslimiischen Ländern nach Europa werde zu Veränderungen führen. Die „fortgesetzte massive Einwanderung aus Ländern, in denen derartige Islam- und Gesellschaftsvorstellungen von maßgeblichen Teilen der Bevölkerung getragen werden, wird das Klima in Europa zwangsläufig verändern und hat das Potential, das friedliche Zusammenleben in einer offenen Gesellschaft zu zerstören“, schreibt Scholz abschließend.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Bistum Hildesheim: Kein Verständnis für Kritik an Auftritt eines Imams bei Abschlussfeier
  2. Imam mit Verbindung zur IGMG predigt bei Abschlussfeier einer katholischen Schule
  3. Berlin: Fastenbrechen mit ‚Allahu akbar‘-Rufen vor evangelischer Kirche
  4. Berliner Schule wollte Nicht-Muslime zum Ramada-Fastenbrechen verpflichten
  5. Vatikan bekräftigt zum Ramadan Gemeinsamkeiten mit Muslimen
  6. Erstmals in Berlin: Bezirksrathaus erhält Ramadan-Beleuchtung
  7. Moschee unter Salafismus-Verdacht zitiert Koranstelle mit Aufforderung zur Tötung Ungläubiger
  8. Progressive Imamin Ateş: Österreich ist ein ‚Hotspot für Islamisten‘ geworden
  9. Muhammad erstmals beliebtester Vorname in England und Wales
  10. ‚Mädelsabend in der Moschee‘: Seminarreihe für Mädchen und Frauen ab 13 zur Vorbereitung auf die Ehe






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Oktober 2025 mit kath.net in MEDJUGORJE mit P. Leo MAASBURG
  3. Papst Leo an Politiker: Man kann nicht katholisch sein und gleichzeitig für Abtreibung sein
  4. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge
  5. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  6. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  7. USA: Dominican Sisters of St. Cecilia heißen dieses Jahr 21 Postulantinnen willkommen
  8. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  9. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  10. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  11. Wie zwei Konvertiten spannend den Glauben vermitteln
  12. US-Erzdiözese Denver: Pfarreien nominieren 900 junge Männer für das Priestertum
  13. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  14. Ökumenische Begegnungen zwischen Rom und Konstantinopel
  15. Polen: Tschenstochau feiert "Schwarze Madonna" mit Friedensappell

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz