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Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück

25. August 2025 in Jugend, 10 Lesermeinungen
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Die religiöse Landschaft Großbritanniens könnte einen der wichtigsten Generationenwechsel der letzten Jahrzehnte durchleben.


London (kath.net/jg)
Junge Briten stehen an der Spitze einer unerwarteten Erneuerung des Christentums im Vereinigten Königreicht, berichtet GB News.

Im letzten Jahrzehnt ist das Christentum zwar insgesamt stark zurückgegangen. Weniger als zwei Prozent der Briten nehmen regelmäßig an den Gottesdiensten der anglikanischen Kirche („Church of England“) teil. Seit Ende der Lockdowns haben die Kirchen im Vereinigten Königreich eine deutliche Zunahme an treuen Besuchern zu verzeichnen.

Das Marktforschungs- und Datenanalyseunternehmen YouGov hat recherchiert, dass sich der Anteil derer, die an Gott glauben, unter den18- bis 24-Jährigen in dreieinhalb Jahren fast verdreifacht hat, von 16 Prozent im August 2021 auf 45 Prozent im Januar 2025.

Auch unter den 25- bis 49-Jährigen gibt es mehr Gläubige. Der Anteil ist im selben Zeitraum von 21 Prozent auf 33 Prozent gestiegen.

Die Teilnahme an Gottesdiensten hat ebenfalls zugenommen. Laut zweier Umfragen, die YouGov 2018 und 2024 durchgeführt hat, ist in diesem Zeitraum die Zahl der Erwachsenen, die mindestens einmal im Monat einen Gottesdienst besucht haben, um 56 Prozent gestiegen. Der Anteil der Gottesdienstbesucher an der Bevölkerung stieg von 8 Prozent im Jahr 2018 auf 12 Prozent im Jahr 2024. Hochzeiten, Taufen und Begräbnisse waren jeweils ausgeschlossen. In absoluten Zahlen heißt das, dass die Zahl der Gottesdienstbesucher innerhalb von sechs Jahren von 3,7 Millionen auf 5,8 Millionen Menschen gestiegen ist. Zwischen den Geschlechtern gibt es einen deutlichen Unterschied. 13 Prozent der Männer nehmen regelmäßig an Gottesdiensten teil, aber nur zehn Prozent der Frauen.


Das Wachstum wird auch hier von der jungen Generation wesentlich mitgetragen. Die Zahl der 18- bis 24-Jährigen, die regelmäßig einen Gottesdienst besuchen, ist von nur vier Prozent im Jahr 2018 auf 16 Prozent im Jahr 2024 gestiegen, hat sich also vervierfacht. Der stärkste Anstieg war unter jungen Männern zu beobachten. Bei diesen ist der Anteil von vier auf zwanzig Prozent gestiegen. Bei jungen Frauen ist ebenfalls ein deutlicher Anstieg festzustellen, von drei auf zwölf Prozent.

Die ethnische Vielfalt unter den Christen nimmt ebenfalls zu. Die Daten zeigen, dass 32 Prozent der 18- bis 54-jährigen Kirchgänger aus ethnischen Minderheiten stammen, während sie in der Gesamtbevölkerung nur 19 Prozent ausmachen.

Parallel dazu hat sich der Verkauf von Bibeln innerhalb von fünf Jahren fast verdoppelt, von 2,69 Millionen Pfund im Jahr 2019 auf 5,02 Millionen Pfund im Jahr 2024.

Über die Ursachen dieser Entwicklung gibt es wenig sicheres Wissen. Damian Feeney von der anglikanischen Holy Trinity Pfarre in Ettingshall sagte gegenüber GB News, dass viele Faktoren dafür verantwortlich sein könnten. Viele junge Menschen würden Struktur, Form und Routine für ihr Leben suchen und hätten den Wunsch nach Stabilität in einer Zeit, in der vieles instabil sei. Immer wieder wird auch vom Einfluss sozialer Medien gesprochen, wo christliche Influencer die Botschaft des Evangeliums verbreiten und viele Menschen erreichen.

Feeney warnte aber vor voreiligen Generalisierungen und betonte, dass jede Person ihre eigene Geschichte und ihren eigenen Weg habe. Die Kirche müsse den jungen Menschen wirklich zuhören, um ihre Herausforderungen zu verstehen und diese in Beziehung zu Jesus Christus und seiner Botschaft bringen, sagte er.

Der Anteil der Anglikaner an den regelmäßigen Kirchgängern ist seit 2018 von 41 Prozent auf 34 Prozent gesunken. Der Anteil der Katholiken ist im selben Zeitraum von 23 auf 31 Prozent gestiegen, Angehörige von Pfingstgemeinden machen mittlerweile zehn Prozent aus.

Der Bericht von YouGov stellt fest, dass die jüngere Generation für den christlichen Glauben überwiegend offen ist, während in der älteren Generation „Ablehnung“ und „Apathie“ gegenüber dem Christentum verbreitet sind.

 

Foto: Symbolbild

 

Korrektur: Der vorletzte Absatz wurde geändert. Die Prozentzahlen beziehen sich auf die regelmäßigen Kirchgänger, nicht - wie ursprünglich geschrieben - auf die Bevölkerung.

 


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