Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  4. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  5. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  6. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  7. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  8. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  9. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  10. Beschließen ohne zu entscheiden?
  11. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  12. Die Nazi-Projektion
  13. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  14. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  15. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an

'In der Kirche möchte ich mich nicht mit Zeitgeistbewegungen beschäftigen'

13. Oktober 2025 in Österreich, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bekannter FPÖ-Politiker Haimbuchner übt deutliche Kritik an Erzbischof Lackner & Co., weil diese ein Problem haben, wenn Politiker Bibelzitate verwendet aber keines, wenn im Pfarrhof die Regenbogen-Fahnen gehisst werde


Linz (kath.net)

Oberösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) hat am Wochenende deutliche Kritik an der katholischen Kirche geübt und ihr vorgeworfen, dass diese sich von der Regenbogen-Community vereinnahmen lässt und "im Zeitgeist verhaftet" sei. "In der Kirche möchte ich mich nicht mit Zeitgeistbewegungen beschäftigen." Vor einigen Tagen hatte FPÖ-Chef Herbert Kickl bei einer Parteitagsrede den Hl. Paulus zititiert und daraufhin die üblichen Verbal-Reaktionen aus der katholischen Kirche bekommen. Haimbuchner, der gute Chancen hat, 2027 nächster Landeshauptmann von Oberösterreich zu werden, betont im Gespräch mit der "Presse", dass er gläubiger Christ sei und Mitglieder katholischen Kirche. Er sei auch neun Jahre lang Ministrant seiner Heimatgemeinde. "Meine Kinder werden, so gut es geht, im christlichen Glauben erzogen. Das ist nicht nur eine Glaubens-, sondern auch eine Kulturfrage. Unser Land ist christlich-jüdisch geprägt, und diesen Schatz müssen wir uns bewahren. Grundsätzlich ist Religion aber eine Privatsache."


Die FPÖ von heute sei seiner Meinung nach nicht mehr antiklerikal wie vor einigen Jahren. An Erzbischof Lackner, der Kritik wegen der Verwendung von Bibel-Zitaten geübt hat, richtet der FPÖ-Politiker aus, dass Bibelzitate nicht nur die Amtskirche sondern auch die FPÖ verwenden dürfe. "Wenn sie das jedoch macht, fühlt sich sofort ein Vertreter der Amtskirche bemüßigt, seinen Senf dazuzugeben. Wenn man aber selbst mit Regenbogen-Fahnen herumläuft und sich von einer anderen, im Prinzip antigläubigen, Community vereinnahmen lässt, gibt es keinen Aufschrei.[..] Ich werde ihm meine persönlichen Worte dazu schriftlich übermitteln, als Mitglied der katholischen Kirche und Beitragszahler."

Haimbuchner, der als deutlich gemäßigter als Herbert Kickl gilt, findet es erstaunlich, dass bei manchen Pfarren in der Diözese Linz nicht die Vatikanfahne sondern die  LGBTQ-Fahne gehisst werde.  "Es ist schon so, dass bei Kirchen oder in Pfarrhöfen zum Teil nicht mehr die Vatikanfahne gehisst wird, sondern die mühseligen Symbole einer Mainstream-Bewegung. Da sage ich, man lässt sich vereinnahmen." Die Kirche müsse Äquidistanz halten. Dies sage er nicht als Politiker  sondern als gläubiger Katholik. "Die Kirche ist leider Gottes sehr im Zeitgeist verhaftet. Das schadet ihr. Ich würde mir mehr Spiritualität wünschen und dass man sich mit dem Glauben an sich beschäftigt. In der Kirche möchte ich mich nicht mit Zeitgeistbewegungen beschäftigen.", betont er.

erzbischof@eds.at

lhstv.haimbuchner@ooe.gv.at

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  5. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  8. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  9. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  10. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  11. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  12. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  13. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  14. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  15. Die Nazi-Projektion

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz