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Knappe Mehrheit der US-Amerikaner für Abtreibung nur in wenigen Ausnahmen

vor 3 Stunden in Prolife, keine Lesermeinung
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Dies zeigt eine Umfrage des Gallup-Instituts. Starke Unterschiede gibt es entlang der Parteigrenzen zwischen Republikanern und Demokraten.


Washington D.C. (kath.net/LifeNews/jg)
Eine aktuelle Gallup-Umfrage zeigt, dass die Amerikaner knapp mehr für deutliche Einschränkungen von Abtreibungen als für eine breite Legalität sind. Vier Jahre nach der Dobbs-Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, welche die Regelung der Abtreibung wieder den Bundesstaaten übertragen hat, zeichnet sich ein leichter Trend in Richtung Lebensschutz in der öffentlichen Meinung ab.

Laut der Gallup-Umfrage zu Werten und Überzeugungen, welche von 1. bis 17. Mai 2026 durchgeführt worden ist, sprechen sich 49 Prozent der Amerikaner dafür aus, dass Abtreibungen illegal sein sollten – entweder in allen Fällen oder nur in wenigen Ausnahmen legal, wie Vergewaltigung, Inzest oder zur Rettung des Lebens der Mutter. Demgegenüber stehen 48 Prozent, die Abtreibungen in allen oder den meisten Fällen legal halten wollen. Dieser Vorsprung von einem Prozentpunkt für restriktivere Regelungen wird von Lebensschützern als wachsendes Bewusstsein für das Lebensrecht ungeborener Kinder gewertet.


Direkt nachdem das Urteil „Dobbs v. Jackson“ im Mai 2022 an die Öffentlichkeit gelangt war, hatte sich die Stimmung kurzzeitig zugunsten weitgehender Legalisierung der Abtreibung verschoben: Damals sprachen sich 53 Prozent für Legalität in allen oder den meisten Fällen aus – das erste Mal eine Mehrheit für diese Position in der langjährigen Tradition der Gallup-Umfragen. Seitdem ist die Unterstützung für weitgehende Abtreibungsfreiheit wieder zurückgegangen, sodass das Land nun wieder zu einer knappen, aber spürbaren Präferenz für Einschränkungen im Sinne des Lebensschutzes zurückkehrt.

Derzeit gelten in 19 Bundesstaaten stärkere Schutzregelungen für Ungeborene – von vollständigen Verboten bis hin zu Fristenregelungen ab der sechsten Woche oder später. Dies spiegelt die durch Dobbs ermöglichte dezentrale Entscheidungsfindung wider.

Die Umfrage unterstreicht tiefe Gräben in der US-Bevölkerung entlang der Parteizugehörigkeit. Nur 15 Prozent der Republikaner befürworten Legalität in allen oder den meisten Fällen, im Vergleich zu 75 Prozent der Demokraten. Unabhängige sind fast gleich aufgeteilt. 48 Prozent befürworten einen breiten Zugang. Bei der moralischen Bewertung zeigen sich ähnliche Verhältnisse: Lediglich 18 Prozent der Republikaner halten Abtreibung für moralisch akzeptabel, gegenüber 73 Prozent der Demokraten.

Bei der Selbstzuschreibung nennen sich 53 Prozent „pro-choice“ und 42 Prozent „pro-life“. Dieser Abstand ist seit dem Urteil „Dobbs v. Jackson“ relativ stabil. Allerdings zeigen Umfragen seit Langem, dass viele Menschen die Begriffe unterschiedlich interpretieren – so bezeichnen sich manche fälschlicherweise als pro-choice, vertreten inhaltlich aber eine „pro-life“-Position.

Frauen sind generell eher für legale Abtreibung als Männer. 55 Prozent der Frauen, aber nur 38 Prozent der Männer sind für weitgehende Legalisierung der Abtreibung. 56 Prozent der Frauen, aber nur 48 Prozent der Männer bezeichnen sich selbst als „pro-choice“.

 


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