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Keine Strafen für Baseball-Spieler wegen Bibelversen auf Kappen mit Regenbogen

vor 3 Stunden in Chronik, 1 Lesermeinung
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Die MLB respektiere sowohl das Recht der Spieler und Fans, ihren religiösen Glauben auszudrücken, als auch die Unterstützung für die LGBTQ-Bewegung, stellte der Geschäftsführer der Liga klar.


San Francisco (kath.net/jg)
Rob Manfred, Commissioner (Geschäftsführer) der US-Baseballliga Major League Baseball (MLB), hat Senator Josh Hawley mitgeteilt, dass die Spieler der San Francisco Giants keine Strafen oder Disziplinarmaßnahmen zu erwarten haben, weil sie Bibelverse auf ihren mit Regenbogensymbolen bestickten Kappen geschrieben haben, die sie anlässlich der „Pride Night“ tragen sollten.

Senator Hawley hatte Manfred am 16. Juni einen Brief geschrieben, in welchem er gefragt hatte, warum die MLB -Spieler verwarnt wurden, die sich während eines Spiels in der „Pride Night“ von San Francisco öffentlich zu ihrem christlichen Glauben bekannt hatten.

In einem Schreiben vom 19. Juni, das Hawley auf X veröffentlichte, erklärte Manfred, dass die Liga zunächst routinemäßig eine „mündliche Verwarnung“ ausgesprochen habe, berichtet der Sender Fox News. Die Verwarnung erfolgte jedoch, bevor die MLB erfahren habe, dass die Spieler der Giants nicht klar darüber informiert worden waren, dass sie die regulären Kappen tragen durften und nicht zur Teilnahme an der „Pride“-Aktion verpflichtet waren. „Die Spieler wurden weder mit Geldstrafen belegt noch diszipliniert, und das wird auch künftig nicht geschehen“, betonte Manfred.


Die Auseinandersetzung begann während des Spiels der Giants in der „Pride Night“ am 12. Juni. Mehrere Spieler hatten Bibelstellen auf die regenbogenfarbenen Kappen mit dem „Pride“-Logo geschrieben. Einer von ihnen notierte beispielsweise „Genesis 9:12-16“ – eine Passage, in welcher der Regenbogen als Zeichen des Bundes Gottes mit den Menschen nach der Sintflut beschrieben wird.

Die MLB sah darin zunächst einen Verstoß gegen die Uniform-Regeln, die das Verändern von Spielkleidung oder Ausrüstung verbieten. Diese Regel sei mit der Spielergewerkschaft ausgehandelt worden und gelte unabhängig vom Inhalt der Botschaft, so Manfred. Ziel sei es, zu verhindern, dass Spieler in Uniform zu Sprachrohren für politische oder gesellschaftliche Themen werden.

Manfred räumte nun ein, dass die Kommunikation der Giants mit den Spielern in diesem Jahr „unzureichend und unklar“ gewesen sei. Einigen Spieler sei nicht klar gewesen, dass sie die normale Kappe tragen durften. Tatsächlich verzichtete mindestens ein Spieler auf die Pride-Kappe und trug stattdessen die Standardversion.

Die Liga habe seit 2023 grundsätzlich spezielle Uniformen für Themenabende eingeschränkt, mache aber für die Giants (San Francisco) und Dodgers (Los Angeles) eine Ausnahme, da beide Teams in Städten mit großen LGBTQ-Gemeinschaften spielen und diese unterstützen wollen. Voraussetzung sei jedoch, dass kein Spieler oder Mitglied der Mannschaft zur Teilnahme gezwungen werde.

Senator Josh Hawley wertete Manfreds Antwort als Eingeständnis, dass die Liga falsch gehandelt habe, indem sie die Spieler wegen des Ausdrucks ihres christlichen Glaubens bedroht habe. Die Kontroverse hat auch das US-Justizministerium auf den Plan gerufen. Harmeet Dhillon, Assistant Attorney General für Bürgerrechte, hat den Fall an die Equal Employment Opportunity Commission (EEOC) verwiesen. Es wird geprüft, ob es sich um religiöse Diskriminierung handeln könnte.

Manfred betonte in seinem Schreiben, die MLB respektiere sowohl das Recht der Spieler und Fans, ihren religiösen Glauben auszudrücken, als auch die Unterstützung für die LGBTQ-Bewegung.

Der Commissioner der MLB hat weitreichende Kompetenzen, Spieler, Teams oder andere Beteiligte zu bestrafen. Er kann zum Beispiel Sperren oder sogar Geldstrafen verhängen.

 


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Lesermeinungen

 Versusdeum vor 2 Stunden 
 

Von wegen keine Ideologie

"Ziel sei es, zu verhindern, dass Spieler in Uniform zu Sprachrohren für politische oder gesellschaftliche Themen werden." Und wenn man Spieler zwingt, etwas politisches zu tragen (oder wie hier angeblich "vergisst", ihnen zu sagen, dass sie es nicht müssen), dann werden sie nicht zu "Sprachrohren für politische oder gesellschaftliche Themen"? Ach so, die eigene Ideologie ist natürlich OK, nur die Meinung Andersdenkender oder die Glaubensfreiheit von Christen nicht (bei Moslems ist man da ja "toleranter" unterwürfig.
Es sei nochmal an das Interview mit einem dt. Nationalspieler erinnert, der damals etwas verklausuliert, aber unmissverständlich, sagte, wer vor dem Spiel nicht für "Black Lifes Matter" knien wolle, werde gar nicht erst aufgestellt. Ideologie statt Fähigkeiten also, wie bei Quoten & Co.! Gott sei Dank haben sie bei dieser WM die aggressiven Ideologien ausgeblendet, die mehrfach den Ball zur Nebensache gemacht und ein frühes "Aus" der dt. Teams mitverursacht hatten.


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