Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  2. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  3. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  4. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  5. Écône, zum Zweiten
  6. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  7. Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘
  8. „Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich“
  9. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  10. Leo XIV. auf Lampedusa: Zum Nächsten wird man!
  11. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"
  12. Papst ernennt Sr. Alessandra Smerilli zur Präfektin des Entwicklungsdikasteriums
  13. Vatikan hofft weiterhin auf Dialog mit der Piusbruderschaft
  14. Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!
  15. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“

„Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich“

vor 5 Stunden in Kommentar, 19 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nach der Exkommunikation der schismatischen Bischöfe der Piusbruderschaft und in der Hoffnung auf ihre Wiederversöhnung mit Gott und der Kirche. Von Gerhard Cardinal Müller, Rom


Rom (kath.net) 

Trotz ausdrücklichen Verbotes hat der Obere einer Priestergemeinschaft, die sich nach dem früheren Papst Pius X. benennt, aber dem aktuellen Papst Leo XIV öffentlich trotzt, vier Bischöfe weihen lassen. Die beiden weihenden Bischöfe waren dem italienischen Priester Davide Pagliarani gehorsam statt dem Nachfolger Petri. Das ist der offenbarste Widerspruch zur katholischen Kirche, der sie ins Schisma führte und eine latente Häresie offenlegt. 

Historisch ist das vergleichbar mit der „Weihe“ von Nikolaus von Amsdorf zum „Bischof“ am 20. Januar 1542 in Naumburg, an der demonstrativ Martin Luther teilnahm, freilich ungültig und unerlaubt, weil ihr die apostolische Sukzession fehlte. Die Weihe in Econe am 1. Juli war zwar nach katholischer Sakramentenlehre gültig aber unerlaubt. Dennoch war dies der protestantischen Ablehnung des Petrus-Dienstes des römischen Papstes erschreckend ähnlich. Denn nicht erst durch den Akt der unerlaubten Bischofsweihe zogen sich die weihenden und geweihten Bischöfe die Exkommunikation zu, sondern auch durch ihre hartnäckige Leugnung des universalen Jurisdiktionsprimates des Papstes. Für die Dauer seines Pontifikats kommt dieser einzig und allein Leo XIV. zu und darf und kann von niemand anderem in Frage gestellt oder an Bedingungen geknüpft werden. Im Kanon von Kapitel 3 der Dogmatischen Konstitution über die Kirche „Pastor aeternus“ definiert das I. Vatikanische Konzil den katholischen Glauben dogmatisch folgendermaßen und dies sollte den Piusbrüder in den Ohren klingen: „Wer deshalb sagt, der Römische Papst besitze lediglich das Amt der Aufsicht bzw. Leitung, nicht aber die volle und höchste Jurisdiktionsgewalt über die ganze Kirche, nicht nur in Angelegenheiten, die den Glauben und die Sitte, sondern auch in solchen, die die Disziplin und Leitung der auf der ganzen Erde verbreiteten Kirche betreffen; oder er habe diese seine Vollmacht nicht ordentlich und unmittelbar sowohl über alle und die einzelnen Hirten und die Gläubigen, der sei ausgeschlossen – anathema sit.“ (DH 3064). Er ist also von der Heilsgemeinschaft der Kirche getrennt und sein ewiges Seelenheil steht in Frage, wenn er sich nicht zu Lebzeiten bekehrt.


Dieser Ernst der Heilsfrage, der  zeigt, dass eine schismatische Weihe nicht ein   (reifungsbedingtes) pubertäres Aufbegehren gegen die väterliche Autorität des Papstes ist, entlarvt die sonderbare Rechtfertigung von schismatischen Akten mit einem angeblichen Notstand, der zum offenen Ungehorsam gegen den Papst zwinge, als die Ausgeburt von theologischem Unsinn, ja von Wahnwitz. Träfe die Behauptung zu, dass hier ein Notstand vorliege, der es einem Priester erlaubt, Bischöfe anzuweisen, andere Priester zum Bischof zu weihen, dann würde dies bedeuten, dass die Verheißung der Unzerstörbarkeit und Unfehlbarkeit von der katholischen Kirche und dem Papst auf die Piusbruderschaft und ihren Generaloberen Pagliarani übergegangen ist. 

Auch Luther hat sich in seiner Schrift „An den christlichen Adel deutscher Nation“ (1520) auf den Notstand berufen, um ein Konzil aus Laien ohne Bischöfe einzuberufen, „Wenn der Papst ärgerlich der Christenheit ist“ (Weimarer Ausgabe 6,413). Der Unterschied zur Piusbruderschaft ist der, dass Luther aus der katholischen Hermeneutik von Schrift-Tradition-Lehramt die Schrift herausnahm und in seiner Interpretation zu einzigen Maßstab des Glaubens machte, während die Piusbrüder allein die Tradition nach ihrem Gusto zum Maßstab des Katholischen machen wollen. Aber auch die progressistischen Antipoden der Piusbrüder sind mehr protestantisch als katholisch, weil sie die Synode der Bischöfe in eine Versammlung aller Gläubigen aufgrund des Taufsakraments mutieren lassen und damit das apostolische Lehramt der Bischöfe und des Papstes zumindest praktisch leugnen. Woher sie diese Sicherheit gewinnen, dass in ihrer Splittergruppe der katholische Glaube bewahrt ist und dass Christus statt Papst Leo XIV. nun provisorisch Pagliarani zum obersten und unfehlbaren Lehrer der ganzen Christenheit eingesetzt habe, wird auf ewig ein unlösbares Rätsel bleiben; oder ein gordischer Knoten, der nicht gelöst, sondern nur mit dem „Schwert des Geistes“ zu durchzuschlagen ist, nämlich dem „Wort Gottes“ (Eph 6,17).

Nach Irenäus von Lyon ist die Offenbarung allein der ganzen apostolischen Kirche übergeben worden und nicht den Gnostikern, die sich mit ihrem Sonderwissen erhaben fühlten über die einfachen Katholiken und Bischöfe. 

Der apostolische Glaube bleibt präsent in der Heiligen Schrift und der Apostolischen Tradition, wie er authentisch auszulegen nur den Bischöfen in Gemeinschaft mit dem Nachfolger des hl. Petrus in Rom von Christus im Heiligen Geist anvertraut wurde. „ Damit bringen wir alle in Verlegenheit, die auf jede nur erdenkliche Art und Weise, selbstgefällig, in eitler Prahlerei beziehungsweise in Blindheit und übler Absicht abwegige Zirkel gründen. Denn mit der von Petrus und Paulus gegründeten Kirche von Rom… muss wegen ihrer besonderen Gründungsautorität jede andere Kirche übereinstimmen… In ihr ist die Tradition, die auf die Apostel zurückgeht allezeit aufbewahrt worden.“ (Gegen die Häresien III, 3,2). 

Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich. Die Tradition enthält und vermittelt die Offenbarung in der Liturgie und der Lehre der Kirche, besonders in der Eucharistie. Und wenn die Piusbrüder auch tausendmal ihre Vorwürfe gegen das II. Vatikanische Konzil erheben, werden diese durch Wiederholung nicht wahrer. 

Jeder, der die Lehre der Kirche kennt und studiert hat in ihrer begrifflichen Entwicklung und lehramtlichen Vorlage kann mit bloßen Auge sehen, dass das II. Vatikanische Konzil keinen Millimeter vom katholischen Glauben abgewichen ist. 

Die Wahrheit ist, dass das Konzil die katholische Wahrheit kraftvoller und klarer herausgearbeitet hat sowohl gegen den Vorwurf seiner Unvereinbarkeit mit einer Moderne (die sich als „Humanismus ohne Gott“ selbst missversteht) als auch gegen die Versuchung sich dem agnostischen Zeitgeist zu unterwerfen. Alle kirchliche Lehre muss nach der inneren Beziehung zwischen Natur und Gnade, Vernunft und Glaube ausgelegt werden.

Missbrauch in der Liturgie und Verdunkelung von geoffenbarten Wahrheiten sind nicht der Kirche zur Last zu legen, sondern einzelnen Geistlichen und Theologen, die sich dieser Straftaten gegen Offenbarung und Kirche schuldig gemacht haben. 

Auch wer geistlich mehr mit der lateinischen Liturgie in die Variante des Messbuches von 1962 verbunden ist, kann nicht die Gültigkeit der Sakramente in der neuern rituellen Form und das Recht des Papstes den Ritus ordnen und umgekehrt. 

Der Papst übt dieses Recht freilich nicht willkürlich aus, sondern hält sich an die innere Ordnung der von Christus eingesetzten Gottesverehrung und sakramentalen Heilsvermittlung. 

In keinen Fall und unter keiner Bedingung darf man in der katholischen Kirche sich selbst zum Lehrer des Glaubens und oberstem Richter erklären mit dem Hinweis darauf, dass andere das auch illegitim tun. 

Die Einheit der Kirche, die wir im Credo als eine Gabe Gottes bekennen, ergibt sich nicht aus dem K.O.-Sieg im Kampf von Modernisten und Traditionalisten, so als ob die Kirche in Parteien gespalten wäre, oder in einem faulen Kompromiss. 

Vielmehr sollen wir erkennen, dass die Einheit der Kirche in Lehre und Liturgie in der Einheit des Vaters mit dem Sohn im Heiligen Geist begründet und uns geschenkt ist. Gemäß der Orientierung aller Gläubigen an Schrift und Tradition und unter der Leitung des Lehramtes der Bischöfe in Gemeinschaft mit dem Nachfolger Petri „sollen wir zur Einheit im Glauben und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen.“ (Eph 4, 13). Beten wir!

Archivfoto Kardinal Müller beim Konklave 2025 (c) Vatican Media/Screenshot


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 discipulus vor 57 Minuten 
 

@Versusdeum: Jurisdiktionsprimat

Sie sind es, der Unfehlbarkeit und Jurisdiktionsprimat zu verwechseln scheinen. Das I. Vaticanum lehr in Pastor aeternus, daß der Papst jederzeit bei allen Angelegenheit der katholischen Kirche (notabene nicht nur der römischen!) das absolute, unmittelbare und direkte Primat der Rechtssetzung und -auslegung innehat. Das hat mit ex-cathedra-Entscheidungen nichts oder nur indirekt zu tun. Darauf bezog sich @Parcival


0
 
 discipulus vor 1 Stunden 
 

@Versusdeum: Pamphlet

Haben Sie einmal das Pamphlet gelesen, das während der verbotenen Bischofsweihe statt des apostolischen Mandats verlesen wurde? Das begründet die Aussagen von @Richelius hinreichend.


1
 
 Versusdeum vor 1 Stunden 
 

@Parcival

Ihnen ist schon bewusst, dass das I. Vatikanum die absolute (!) Unfehlbarkeit des Papstes nur für den Fall definiert hat, dass er feierlich ein neues Dogma verkündet. Und das ist in den fast 200 Jahren genau zwei Mal passiert. Selbstverständlich haben der Primat und Papstworte hohe Relevanz für uns alle (abgestuft natürlich je nach Relevanz eines Dokuments / einer Aussage bis hinab zu völlig privaten Meinungsäußerungen in Interviews über den Wolken). Und auch ein Papst kann nicht nach Belieben schalten und walten, wie er will, weil er kein Herr, sondern Verwalter ist. So war die Götzenanbetung der Pachamama vor den entzückten Augen von Papst Franziskus nichts, was man mich zwingen kann, gutzuheißen, und erst Recht nichts, was mich selbst ein Papst zwingen kann, nachzumachen.


0
 
 SalvatoreMio vor 1 Stunden 
 

Fangen wir nun sogar an zu simulieren, seit wann die Kirche - Kirche - ist?

Der Geburtstag der Kirche begann mit dem ersten Pfingstfest nach Jesu Auferstehung, wo der Heilige Geist das Regiment übernahm, die Kirche in alle Wahrheit einzuführen! Das dauerte eine Weile! - Schauen wir ins eigene, private Leben: wir wurden wohl als Baby getauft - und wann wird die Heilswahrheit so einigermaßen in uns eingedrungen sein? Wahrscheinlich erst nach der eigenen Auferstehung.


0
 
 Versusdeum vor 1 Stunden 
 

@Richelius

Bitte überdenken Sie Ihr Argument noch einmal: Die Kirche ist zwar wiederholt durch schwere Krisen gegangen, aber selbstverständlich noch nicht untergegangen (was sie ja nach Jesu Vereißung auch niemals wird). Pius zu unterstellen, das zu glauben, ist gleich in mehrfacher Hinsicht absurd. Verwechseln Sie Pius vielleicht mit den Sedesvakantisten (und nicht einmal die können das letztlich glauben)?


0
 
 SalvatoreMio vor 2 Stunden 
 

Die unfassbare Wahrheit der apostolischen Sukzession!

Auch und besonders durch sie zeigt Gott uns, welch unvorstellbare Bedeutung seine Menschwerdung hat: Jesus zog mit den Zwölfen durchs Land: lehrend, heilend, segnend: aus der unsichtbaren, geistigen Welt Gottes gekommen, durchlebte er mit ihnen diese materielle Welt und starb für sie und uns alle. Und seine ewige Verbindung mit der vergänglichen Welt, lebt er bis heute weiter mit uns durch seine 7 Sakramente! Er nimmt uns Sterbliche hinein in seine ewige, göttliche Sphäre, und zwar in vollem Ernst! Priester kann nur werden, wer durch die IRDISCHE GESTE der HANDAUFLEGUNG und GEBET eines schon Geweihten in die apostolische Nachfolge eingegliedert wird, und weil Jesus männlich geboren wurde, müssen alle, die das Sakrament der Priesterweihe empfangen, Männer sein.


1
 
 Paddel vor 2 Stunden 

@Hardenberg

Bei aller Symphatie und Dankbarkeit für Ihre Argumente:), aber als Sekte sehe ich persönlich die Gemeinschaft der Piusbrüder nicht.

Wir sind mit Familien der Piusbrüder seit Jahrzehnten befreundet. Schön dabei ist, dass wir (zu Papst Benedikts Zeiten) bei der ein oder anderen Sakramentenspendung beiwohnen durften, geanuso umgekehrt kommen sie auch zu unseren Feierlichkeiten im ordenltichen Ritus. Ja, ab und an sogar zur hl. Beichte! Nehme sie als freie Gläubige wahr. Vielleicht haben sie andere Erfahrungen. Weiß ich ja nicht.


0
 
 christus_vincit! vor 2 Stunden 
 

Doch wenn der Papst oder die kirchlichen Lehrer etwas lehren was gegen die jahrhundertelange Tradition geht ist man verpflichtet, sich an den überlieferten Glauben zu halten.
Nichts darf gelehrt werden, was der Tradition widerspricht. Pius sucht sich eben nicht willkürlich einzelne Aspekte der Tradition heraus, sondern will den ganzen Glauben unserer Vorfahren bewahren.
Muss man zwischen Tradition und Papst entscheiden, dann hat der Papst einen Fehler begangenen, weil er die Tradition nicht bewahrt hat und gegen seine Lehre ausspielt.
Wir müssen Gott mehr dienen als den Menschen, auch als den Päpsten, wenn diese neue Lehren verkünden, die Lehre verwässern, den Koran küssen oder den Glauben der letzten Jahrhunderte abändern.


0
 
 bernhard_k vor 2 Stunden 
 

@Smaragdos - Tradition

Die Tradition endete nicht mit dem 2VK, sondern läuft immer weiter, d.h. heute aktuell zum 7. Juli ... und morgen weiter usw. usw. ...


1
 
 Cosmas vor 2 Stunden 
 

Sehr schön - hochtheologisch, aber ungerecht, da mit zweierlei Maß gemessen wird.

Wenn dann derselbe Kard. Müller bezüglich "Fratelli Tutti" und der darin enthaltenen "gottgewollten Vielfalt der Religionen" das Dokument würdigt und lediglich bemerkt, "dass eher von der guten Intention der Autoren ausgegangen werden muss, als von einer wissenschaftlichen Präzision im Ausdruck," (Communio. Band 49, Nr. 3, 2020, S. 293–311.) dann wird mit zweierlei Maß gemessen. Es ist nicht richtig, die päpstlichen Ärgernisse (s.auch Amoris laetitia) zu übergehen und oberflächlich zu rechtfertigen, und dann auch noch den Piusbrüdern zur gehorsamen Annahme vorzulegen.


0
 
 Richelius vor 2 Stunden 
 

@ Smaragdos

Der Papst und das Bischofskollegium sind Träger der lebendigen Tradition. Wenn wir dieses Grundprinzip aufgeben, verschrotten wir damit die ganze kath. Dogmatik. Außerdem hat uns Christus versprochen, dass die Pforten der Hölle die Kirche nicht überwältigen würden. Diese Aussage würde ebenfalls nicht stimmen, hätten die Piusse recht.


3
 
 Richelius vor 2 Stunden 
 

@ Hardenberg

Die Weihen der Bruderschaft sind unzweifelhaft gültig.
Ich wüßte auch nicht, wann die Piusbruderschaft die Existenz des Bischofskollegiums bestritten hätten. Selbst, wenn könnten sie ein eigenes aufbauen. Das Argument funktioniert also nicht.
Weiß eigentlich irgendwer, auf welchen Titel die Bischöfe geweiht wurden. In der kath. Kirche hat jeder Bischof eine Diözese, selbst wenn es eine untergegangene ist.


0
 
 Parcival vor 2 Stunden 
 

@Smaragdos - Papst oder Tradition? Das widerspricht dem Lehramt

Ihre Antwort übersieht den eigentlichen Punkt von Kardinal Müller. Niemand bestreitet, dass sich die FSSPX auf die Tradition beruft. Die Frage ist vielmehr, wer verbindlich bestimmt, was zur apostolischen Tradition gehört. Genau darauf antwortet das I. Vat. Konzil. Es lehrt nicht nur den Primat des Papstes, sondern auch seine volle und höchste Jurisdiktionsgewalt über die ganze Kirche – ausdrücklich auch in Fragen der Disziplin und Kirchenleitung (DH 3064). Wer diese Autorität relativiert und stattdessen einzelne Elemente der Tradition nach eigener Beurteilung gegen den Papst in Stellung bringt, macht die eigene Traditionsauslegung zum Maßstab. Genau das meint Kard. Müller. Kath. Tradition ist kein Steinbruch, aus dem man auswählt, sondern das lebendige Glaubensgut der Kirche, das vom authentischen Lehramt verbindlich bewahrt und ausgelegt wird. Papst und Tradition gegeneinander auszuspielen widerspricht daher bereits dem Kirchenverständnis des I. Vat. Konzils.


1
 
 Kostadinov vor 3 Stunden 

@Smaragdos - ich formuliere Ihre Frage um

Was passiert, wenn einmal ein Papst sein Recht willkürlich ausübt und sich nicht an die innere Ordnung der von Christus eingesetzten Gottesverehrung und sakramentalen Heilsvermittlung hält?
Ich masse mir nicht an, dass das aktuell der Fall ist; aber was wenn? Oder kann man diesen Fall mit Paster Aeternus komplett ausschließen?
Zweite Frage: Dass VII die katholische Wahrheit kraftvoller und klarer herausarbeiten wollte, will ich nicht bestreiten. Aber angesichts der Entwicklung der Kirche post VII scheint davon in der Praxis nicht alles angekommen. Und wenn das nicht an den Texten sondern an einzelnen Leuten liegt, müsste man die dann nicht wenigstens besser "einfangen"? Ich halte große Stücke auf Kardinal Müller, aber dieser Text klingt ein wenig zu sehr nach "es kann gar nix schief gehen". Natürlich werden die Pforten der Unterwelt die Kirche nicht überwältigen, aber daraus folgt ja nicht, dass immer alles glatt geht?


0
 
 Smaragdos vor 4 Stunden 
 

Treue dem Papst oder Treue der Tradition gegenüber ?

Eine etwas harsche Kritik von Kardinal Müller:

"...während die Piusbrüder allein die Tradition nach ihrem Gusto zum Maßstab des Katholischen machen wollend."

Das trifft ja gerade nicht zu: die Piusbrüder berufen sich gerade nicht auf die Tradition "nach ihrem Gusto", sondern auf die lange Tradition bis zum Zweiten Vaticanum.

Die Frage läuft letztlich darauf hinaus: Muss man mehr dem Papst oder der Tradition treu bleiben?


1
 
 Hardenberg vor 5 Stunden 
 

Sicherheit...

"Die "Sicherheit" beruht darauf, dass Pius sich (ob zurecht oder zu unrecht, wird die Kirchengeschichte zeigen) nach all den Wirren und Häresien der Nachkonzilszeit bis heute (zuletzt u.a. Lage in Deutschland / Pontifikat Franziskus!) ausschließlich auf Glaube, Lehre und Liturgie stützt, wie sie bis zum Beginn der (Nach-) Konzilszeit 400+ bis 1900 Jahren absolut zweifelsfrei katholisch waren und in zentralen Fragen auch bis heute auch sein müssen (andernfalls wäre die Kirche selbst damals häretisch gewesen, was nicht sein kann)."

Damit verurteilen Sie sich selber. Der Glaube der Kirche beruht auf der Wahrheit, die Christus den Aposteln anvertraut hat und der seit bald 2000 ununterbrochen und unbeschädigt in der vom Papst geleiteten Kirche gegenwärtig ist.
Ich glaube nicht wie Sie die Inhalte von 1500 willkürlich ausgewählten Jahren. Ich bekenne und vertraue auf den unversehrten Glauben der Apostel.


3
 
 Paddel vor 5 Stunden 

Ursünde des Paradieses

Mir kommen da Parallelen. Adam und Eva waren Gott Ungehorsam und aßen vom Baum der Erkenntnis.

Diese Frucht aber ist verboten.

Gottes Weisheit übersteigt alles menschliche Verstehen. Gehorsam gegenüber dem Hl. Vater hat Gottes Weisheit selbst so verfügt.

"Gehorsam ist besser als Opfer" "Denn wie Sünde der Wahrsagerei ist Widerspenstigkeit, / wie Frevel mit Götzenbildern ist Auflehnung."

Aus dem 1. Buch Samuel


4
 
 Versusdeum vor 5 Stunden 
 

Die "Sicherheit" beruht darauf,

dass Pius sich (ob zurecht oder zu unrecht, wird die Kirchengeschichte zeigen) nach all den Wirren und Häresien der Nachkonzilszeit bis heute (zuletzt u.a. Lage in Deutschland / Pontifikat Franziskus!) ausschließlich auf Glaube, Lehre und Liturgie stützt, wie sie bis zum Beginn der (Nach-) Konzilszeit 400+ bis 1900 Jahren absolut zweifelsfrei katholisch waren und in zentralen Fragen auch bis heute auch sein müssen (andernfalls wäre die Kirche selbst damals häretisch gewesen, was nicht sein kann). Und ich bin absolut sicher, dass Pius jeden Papst unterstützen würde, der die Krise der Kirche und vor allem die in ihr grassierenden Häresien offensiv angehen würde - angefangen durch eine Offensive guter Katechese, angefangen bei den Bischöfen bis in die Pfarreien.
Merke: "Der Glaube ist mehr als Gehorsam". Wer das nach dem letzten Pontifikat mit Pachamama, AL (mit 3 dadurch erschütterten Sakramenten) oder dem unsäglichen Segnungspapier) noch nicht begriffen hat, wird es nie begreifen


1
 
 Hardenberg vor 5 Stunden 
 

Bischofskollegium

Schade, dass man mit Cardinal Müller nicht diskutieren und ihn rückfragen kann. Mich würde interessieren, wie er die Frage sieht: Kann man in ein Kollegium aufgenommen werden, an dessen Existenz man nicht glaubt? Die Piussekte bestreitet ja die Existenz des Bischofskollegiums (ich selber würde die Bestreitung als Widerspruch zu einer offenbarten Glaubenswahrheit und daher als Häresie ansehen). Dann kann man auch nicht in das entsprechende Kollegium durch Weihe aufgenommen werden. Wenn hier aber tatsächlich eine Glaubenswahrheit bestritten wird, die untrennbar mit der Intention des Weihesakraments verknüpft ist, dann war die VERBOTENE Bischofsweihe letzte Woche vielleicht sogar ungültig.


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  2. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  3. Écône, zum Zweiten
  4. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  5. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  6. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“
  7. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  8. Deutsche Medien schweigen zum Bericht über Vergewaltigungsbanden in Großbritannien
  9. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  10. Ehemalige Äbtissin wehrt sich gerichtlich gegen Rauswurf
  11. Freimaurerei „mit einem vollständigen Bekenntnis zum katholischen Glauben unvereinbar“
  12. Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘
  13. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"
  14. Vatikan hofft weiterhin auf Dialog mit der Piusbruderschaft
  15. Papst ernennt Sr. Alessandra Smerilli zur Präfektin des Entwicklungsdikasteriums

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz