Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  3. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  4. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  7. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  8. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  9. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  10. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  11. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  12. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  13. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  14. „Auf dass doch alle eins seien“ (Joh 17,21)
  15. „Pinocchio“ Friedrich Merz

Werden Sie auch an einem Sonntag mit einem Wortgottesdienst beglückt? Dann fliehen Sie!

22. Februar 2025 in Kommentar, 47 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nach Diözesanreformen und Pfarrzusammenlegung werden manche an Sonntagen plötzlich mit einem Wortgottesdienst beglückt und dies obwohl es Priester vor Ort gibt - Ein Kommentar von Roland Noé


Linz (kath.net)
Katholiken wollen laut Befragungen, die einmal von einem Schweiz Institut durchgeführt wurden, am Sonntag eine Hl. Messe feiern und eben keinen Wortgottesdienst. Ignoriert wird dies Faktum derzeit bewusst von manchen Ideologen und „Kirchenreformern“, unter anderem in der Diözese Linz.  So wird in der Diözese Linz bewusst von den Verantwortlichen an Sonntagen in einigen Pfarren ein Wortgottesdienst angesetzt, obwohl ein Priester zur Verfügung stehen würde. Ein Beispiel ist der Linzer Pöstlingberg, sozusagen die Wallfahrtskirche von Linz. Früher war dort immer um 9.05 eine Hl. Messe, jetzt wird den Gläubigen plötzlich an manchen Sonntagen ein Wortgottesdienst vorgesetzt, obwohl es Priester dort gibt und obwohl vor allem im Großraum Linz genügend Priester zur Verfügung stehen. Aber gewisse Funktionäre wollen um jeden Preis Gläubige mit ihren „Wortgottesdiensten“, die in der Praxis kaum Jemand will, beglücken.  Sollten Sie an einem Sonntag einmal plötzlich mit einem mit einem „Wortgottesdienst“ beglückt werden, dann sollte man an Gandalf in „Herr der Ringe“ denken: „Flieht, ihr Narren“. Obwohl, die Narren sind diesmal nicht diejenigen, die fliehen, sondern die bleiben.


Es bleibt daran zu erinnern, dass die Feier der Hl. Eucharistie niemals dasselbe wie ein Wortgottesdienst sein kann. Das 2. Vatikanum spricht von der "Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens".  Alle, die daher hier eine Gleichmacherei versuchen, beerdigen damit diese klare Aussagen aus den Konzilstexten von "Lumen Gentium" und stellen sich gegen das 2. Vatikanum.

Wie schon immer wieder festgestellt wurde: Der Priestermangel ist nur relativ, wir haben vor allem eine Gläubigen-Mangel. In dem Zusammenhang finde ich das Zeugnis der Katholiken aus Nord- oder Ostdeutschland so ermutigend, die an den Sonntagen oft viele Kilometer mit dem Auto fahren müssen, um an einer Hl. Messe teilzunehmen. Auch bei uns in Österreich gibt es in manchen Zonen schon Menschen, die an einem Sonntag längere Strecken mit dem Auto fahren, um noch an einer würdigen Hl. Messe teilzunehmen. Und wenn man etwas in den Norden schaut, in Norwegen, Finnland, Schweden usw. reisen Priester einen halben Tag, um mit ein paar Gläubigen dann die Hl. Eucharistie zu feiern. Was für ein Zeugnis für den Herrn!  Man sollte sich auch bei uns darauf einstellen, dass wir auf die Diaspora zugehen.

Doch ist es wirklich so schlimm, wenn man an Sonntagen eine gewisse Zeit aufwendet, um eine Hl. Messe zu besuchen? Besonders mit einem Auto ist dies doch heute relativ einfach möglich, viel einfacher als früher. Ich erinnere mich an meine Ur-Oma. Die erzählte mir, dass sie und ihre Familie jeden Sonntag eine Stunde zu Fuß zur Hl. Messe in das Nachbardorf gehen mussten. Hin und zurück zwei Stunden zu Fuß, um an einer Hl. Messe teilzunehmen. Wer von uns würde dies heute noch machen? Und das bei jedem Wetter, auch im Winter bei bitterer Kälte. Dieser Glaube, dieses Opfer für eine Hl. Messe hat mich immer wieder beindruckt.

Der Hl. Thomas von Aquin erklärte uns die Hl. Eucharistie mit folgenden Worten: "In diesem Sakrament ist das ganze Geheimnis unseres Heiles beschlossen. Das Sakrament des Herrenmahles ist schlechthin das größte unter allen Sakramenten." AMEN!

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Eine Frage hätte ich da noch

  1. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  2. Die Stunde der Heuchler
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  5. "Was kümmert es den Mond, wenn ihn der Hund anbellt"
  6. Chrupalla ODER wie moralisch verkommen kann man eigentlich in der Politik noch agieren?
  7. "Die Macht der Dummheit"
  8. Wenn der Münchner Erzbischof das unselige "Wir schaffen das" von Angela Merkel verteidigt...
  9. Die Märchengeschichten des Ferdinand Kaineder
  10. Nein, Herr Kardinal Schönborn, die Armut nimmt weltweit ab!







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  3. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  4. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  5. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  6. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  7. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  8. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  9. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  10. „Es ist verlockend aber zweifelhaft zu glauben, wir müssten mit den Moden der Welt Schritt halten“
  11. Mexiko in Angst: Priester spenden auf einem Dach eucharistischen Segen
  12. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  13. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  14. Varden: „Als Jesus erklärte, was es bedeutet, bei ihm zu bleiben und in das Reich Gottes einzugehen…
  15. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz