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Im Vatikan noch keine Vorbereitungen für Rückkehr des Papstes

12. März 2025 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Italienische Medien spekulieren nach zuletzt verbesserter Mediziner-Prognose bereits darüber, wann Franziskus das Spital verlassen kann


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Vatikan bereitet sich derzeit noch nicht auf eine Rückkehr des Papstes in seine Wohnung vor. Vatikanquellen ließen am Dienstag wissen, es gebe derzeit keine derartigen Aktivitäten. Papst Franziskus sei zwar nicht mehr in Lebensgefahr, doch setze er weiterhin seine medizinische Behandlung sowie die Physiotherapie in der Gemelli-Klinik fort. An den vatikanischen Fasten-Exerzitien, die noch bis zum 14. März dauern, habe der Papst am Dienstag erneut per Videoschaltung teilgenommen, so Vatikansprecher Matteo Bruni. Das Thema der vom Kapuzinerpater und offiziellen Prediger des Päpstlichen Hauses, Roberto Pasolini, geleiteten geistlichen Reflexionen lautet: "Die Hoffnung des Ewigen Lebens".

Am 14. Februar war der Papst mit einer komplizierten Atemwegserkrankung in das römische Gemelli-Krankenhaus gebracht worden. Etwa zwei Wochen lang schwebte er in Lebensgefahr. Seit die behandelnden Ärzte am Montag ihre Prognose geändert haben und nicht mehr von akuter Lebensgefahr für den 88-Jährigen sprechen, wird in italienischen Medien über eine demnächst bevorstehende Rückkehr des Papstes in seine Wohnung im Vatikan spekuliert. Franziskus lebt normalerweise im vatikanischen Gästehaus Santa Marta. Am Donnerstag jährt sich zum zwölften Mal der Tag seiner Wahl zum Papst am 13. März 2013.


Experte rechnet mit baldiger Entlassung

Italiens führender Altersmediziner Dario Leosco rechnet derweil mit einer baldigen Entlassung des Papstes aus dem Krankenhaus. Die verbesserte Prognose der behandelnden Ärzte sei vielversprechend, sagte er der Zeitung "La Repubblica" (Dienstag).

Der Vorsitzende der italienischen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie geht davon aus, dass in einigen Tagen entschieden wird, wann das Kirchenoberhaupt das Spital wieder verlassen kann. "Es ist nicht gut für einen älteren Menschen, so lange im Krankenhaus zu bleiben, auch wenn dort eine bessere Überwachung möglich ist", so Leosco. Er halte eine baldige Verlegung zurück in den Vatikan für ratsam.

Vatikan-Prediger: Erinnerung an das Ewige Leben

Die zentrale Bedeutung der christlichen Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod und die aktuelle Sorge um Papst Franziskus führt derweil der päpstliche Hausprediger Pasolini bei seinen täglichen Meditationen zu den Fastenexerzitien in der vatikanischen Audienzhalle zusammen. In seiner geistlichen Ansprache am Dienstagvormittag sagte der Kapuziner vor zahlreichen Kurienkardinälen, Prälaten und Angestellten der Römischen Kurie mit Blick auf Franziskus: "Wenn er noch länger bei uns bleibt, wird das für uns wunderbar sein." Sollte er sterben, dürfe man davon nicht sprechen, "als ob es eine Tragödie wäre". Er hoffe, dass das Thema des Ewigen Lebens für den Papst in den Stunden seiner Prüfung durch die Krankheit eine besondere Medizin sei.

In einem am Montag veröffentlichten Interview mit dem Portal "Vatican News" hatte Pasolini gesagt, viele Menschen hätten den Sinn für die Rede vom ewigen Leben verloren und seien äußerst sensibel für alles, was zutiefst menschlich sei. Deshalb seien Christen "aufgefordert, die Qualität des ewigen Lebens aufleuchten zu lassen".

Zu der nur indirekten Anwesenheit des Papstes bei den Exerzitien sagte Pasolini, Franziskus begleite die Einkehrtage im Vatikan mit seinem Leiden hoch oben im zehnten Stock der Gemelli-Klinik; das bedeute eine Art Zeugnis: "Sein Zeugnis wird begleitet von all den Zeugnissen der Menschen, die im Stillen, im Verborgenen, in allen Teilen der Welt das gleiche Geheimnis des Leidens, aber auch des Bösen durch Kriege, Gewalt und Tod erleben."

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Foto: Archivbild


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