Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  3. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  4. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  5. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  6. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  7. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  8. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  9. Hostienmangel in Kuba: Kirche in Panama und Puerto Rico senden Hilfe
  10. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  11. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"
  12. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  13. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  14. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘
  15. P. Regoli, Präsident der Ratzingerstiftung: Immer mehr junge Menschen wenden sich Benedikt XVI. zu

Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen

21. März 2026 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Beobachter des Heiligen Stuhls bei der UNO, Caccia: Außer Schaffung eines formalen Rechtsschutzes auch Kampf gegen strukturelle Hindernisse vonnöten


New York (kath.net/KAP) Der Vatikan hat bei den Vereinten Nationen einen umfassenderen Ansatz für den Zugang von Frauen und Mädchen zur Justiz gefordert. Der Ständige Beobachter des Heiligen Stuhls bei der UNO, Gabriele G. Caccia, sprach bei der 70. Sitzung der Frauenstatuskommission der Vereinten Nationen von der Notwendigkeit einer "ganzheitlichen Herangehensweise". Der Erzbischof, der kürzlich zum Apostolischen Nuntius in den USA ernannt wurde, betonte, formaler Rechtsschutz allein reiche nicht aus. Vielmehr müssten strukturelle Ursachen bekämpft werden, die Frauen und Mädchen daran hinderten, ihre Rechte wahrzunehmen und ihre Würde zu schützen.


Als zentrale Hürden nannte Caccia Armut und deren Folgen. Betroffene verfügten oft nicht über die Mittel für rechtliche Vertretung, während Hilfsangebote vielfach überlastet seien. Besonders in ländlichen Regionen erschwerten fehlende Infrastruktur, mangelnde Bildungsangebote und Sprachbarrieren den Zugang zu Rechtssystemen. Zugleich verwies er auf fortbestehende geschlechtsspezifische Diskriminierung und forderte gleiche Chancen für Mädchen und Jungen. Unter Bezug auf Papst Leo XIV. unterstrich er, Gerechtigkeit dürfe nicht auf juristische Verfahren reduziert werden.

Ein ganzheitlicher Ansatz müsse laut Vatikan auch Gewalt und Diskriminierung gezielt abbauen, wirksame Rechenschaftsmechanismen stärken und eine "Kultur der Verantwortung" fördern. Ebenso sei die Familie als sicheres Umfeld von Bedeutung. Andernfalls steige das Risiko von erneuter Viktimisierung und Ausbeutung, etwa durch Menschenhandel, von dem Frauen und Mädchen überproportional betroffen seien. Sie würden zudem für Zwangsheirat, Leihmutterschaft oder kriminelle Zwecke ausgebeutet. 

Der Heilige Stuhl sagte den Vereinten Nationen Unterstützung durch kirchliche Einrichtungen zu und betonte, ein verbesserter Zugang zur Justiz sei eine wesentliche Voraussetzung für eine gerechtere Gesellschaft.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Archivfoto Gabriele G. Caccia/ UNO (c) Vatican Media


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Der Petersdom feiert das 400-jährige Weihejubiläum: „Die Pfarrkirche der Welt“
  2. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  3. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  4. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  5. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar

UNO

  1. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden
  2. Deutscher und französischer Außenminister fordern Rücktritt der UN-Sonderberichterstatterin
  3. Vatikan setzt sich für Erneuerung der UN ein
  4. China attackiert Lebensschutz-Maßnahmen der US-Regierung bei den Vereinten Nationen
  5. UN-Sonderberichterstatterin: Leihmutterschaft ist Gewalt gegen Frauen und Kinder

Frauen

  1. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  2. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  3. Vatikan-Kommission: Frauen können nicht zur Diakonenweihe zugelassen werden
  4. Lebe deine Sehnsucht als Frau - Leseprobe 3
  5. Lebe deine Sehnsucht als Frau - Leseprobe 2






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - HEUTE ANMELDESCHLUSS!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  4. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  5. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  6. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  7. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  8. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  9. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  10. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘
  13. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  14. P. Regoli, Präsident der Ratzingerstiftung: Immer mehr junge Menschen wenden sich Benedikt XVI. zu
  15. Öffentlich-rechtliches Jugendformat Funk bringt Bibel als Beispiel für ‚Müll auf dem Mond‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz