Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Burke kritisiert liturgische Änderungen nach dem II. Vatikanischen Konzil
  2. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  3. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  4. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  5. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  6. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  7. USA werden im Jahr 2100 ein katholisches Land sein
  8. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  9. Papst Leo an Politiker: Man kann nicht katholisch sein und gleichzeitig für Abtreibung sein
  10. Sozialethiker Rhonheimer: Jesus war kein Kapitalismuskritiker
  11. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge
  12. Australien wirf Iran Steuerung von antisemitischen Terroranschlägen vor
  13. Wir sind hier, um der Welt zu erklären, dass auch Wladimir Putin für seine Verbrechen bezahlen muss"
  14. US-Erzdiözese Denver: Pfarreien nominieren 900 junge Männer für das Priestertum
  15. „Schick diese Artikel gerne an alle neugierigen und fragenden Freunde weiter!“

UK: Mann wegen stiller Gebete vor Abtreibungsklinik verurteilt

18. Oktober 2024 in Prolife, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Adam Smith-Connor erhielt eine Geldstrafe, will diese aber anfechten. Vor 22 Jahren hat er seine Ex-Freundin veranlasst, das gemeinsame Kind abzutreiben.


Bournemouth/Christchurch/Poole (kath.net/LifeNews/jg)
In Großbritannien hat ein Amtsgericht einen Mann zu einer Geldstrafe verurteilt, weil dieser still vor einer Abtreibungsklinik gebetet hat. Es ist das erste gerichtliche Urteil wegen eines „Gedankenverbrechens“.

Adam Smith-Connor ist im Verwaltungsbezirk Bournemouth-Christchurch-Poole im Südwesten Englands still vor einer Abtreibungsklinik gestanden und hat für seinen verstorbenen Sohn gebetet. Aus Rücksicht auf die Mitarbeiter und die Personen, welche die Klinik aufsuchen, hat er dieser den Rücken zugekehrt. Nach wenigen Minuten wurde er von zwei Angehörigen einer lokalen Polizeieinheit angesprochen und gefragt, was er hier tue. Er antwortete, dass er für seinen verstorbenen Sohn bete.

Die Beamten wiesen ihn darauf hin, dass er sich in einer „Schutzzone“ befinde, in der alle Handlungen und auch Versuche verboten sind, die Zustimmung oder Ablehnung gegenüber Tätigkeiten in Zusammenhang mit Abtreibung ausdrücken. Dazu zählen ausdrücklich auch Gebet und Beratung. Die Verordnung schließt ausdrücklich religiöse Tätigkeiten wie Lesung der Bibel oder Bekreuzigen ein.


Die Beamtin, die mit Smith-Connor, einem früheren Angehörigen der Streitkräfte, sprach, bedauerte den Tod dessen Sohnes, wies aber darauf hin, dass er mit seinem Gebet gegen die geltende Verordnung verstoße.

Smith-Connor wurde von einem Amtsgericht verurteilt und muss die Verfahrenskosten in Höhe von 9.000 Pfund (ca. 10.800 Euro) bezahlen. Anlass dafür ist seine Aussage, dass er für seinen verstorbenen Sohn gebetet hat.

Er wird die Strafe anfechten und wird dabei von der Alliance Defending Freedom (ADF) UK juristisch unterstützt.

„Niemand sollte für das kriminalisiert werden, was er glaubt – insbesondere nicht, wenn er diese Überzeugung still“ ausdrücke. Ähnlich wie Isabel Vaughan-Spruce könnte Smith-Connor nur für seine Gedanken innerhalb einer Zensurzone verfolgt werden. Die schnelle Ausbreitung von Verordnungen, die Freiwillige wie Smith-Connor und Vaughan-Spruce kriminalisiert, sollte ein „Weckruf“ für alle sein, welche die freie Meinungsäußerung hoch halten, ganz unabhängig von ihren Ansichten zur Abtreibung, sagt Jeremiah Igunnobole, ein Rechtsberater von ADF UK.

Smith-Connor sagt über seine Strafe wörtlich: „Vor 22 Jahren habe ich meine Ex-Freundin zu einer Einrichtung gebracht und ihr eine Abtreibung bezahlt. Das war ein Wendepunkt in meinem Leben. Die Folgen meiner Handlungen an diesem Tag sind Jahre später aufgetaucht, als ich trauerte weil mir bewusst geworden war, dass ich meinen Sohn Jacob bei einer Abtreibung verloren habe, die ich bezahlt habe. Vor kurzem stand ich vor einer gleichartigen Einrichtung und habe zu Gott für meinen Sohn Jacob, für andere Babys, die durch Abtreibung ihr Leben verloren haben, für ihre trauernden Familien und für die Mitarbeiter der Abtreibungsklinik gebetet.

Ich hätte mir nie vorstellen können, für ein stilles Gebet strafrechtlich belangt zu werden. In der Vergangenheit habe ich in Krankenhäusern bei Abtreibungen assistiert. Das war Teil meiner militärmedizinischen Ausbildung, aber jetzt bete ich für diejenigen, die Abtreibungen durchführen, weil mir bewusst ist, wie schädlich Abtreibung für Frauen und Familien sind und dass jedes einzelne menschliche Leben wertvoll ist – ganz egal wie klein. Am stärksten bin ich durch das zum Beten motiviert, was meine Sohn Jacob passiert ist.“

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Tennessee: Lebensschützer feiern drei Jahre Abtreibungsverbot
  2. Abtreibungsklinik in Florida schließt nach 23 Jahren
  3. Bundesstaat Texas verschärft Vorgehen gegen illegalen Vertrieb von Abtreibungspillen
  4. Schottland stellt Verfahren gegen 75-Jährige ein, die auf einem Schild Gespräche angeboten hat
  5. Planned Parenthood schließt dieses Jahr 41 Zentren in den USA
  6. Planned Parenthood schließt beide Niederlassungen im US-Bundesstaat Louisiana
  7. Missouri klagt gegen Planned Parenthood wegen Gesetzesverstößen bei Abgabe von Abtreibungspillen

Großbritannien

  1. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  2. Britische Lebensschützerin wurde verurteilt, weil sie vor Abtreibungsklinik Gespräche angeboten hat
  3. Lebensschützerin in Großbritannien vor Gericht, weil sie Gespräche angeboten hat
  4. Muhammad erstmals beliebtester Vorname in England und Wales
  5. "Experiment der offenen Grenzen! – Britischer Premier Starmer kritisiert Einwanderungspolitik
  6. Bischof Egan: ‚Großbritannien ist kein christliches Land mehr.‘
  7. Vier ehemalige Premierminister gegen das geplante Euthanasiegesetz in Großbritannien






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Oktober 2025 mit kath.net in MEDJUGORJE mit P. Leo MAASBURG
  3. Papst Leo an Politiker: Man kann nicht katholisch sein und gleichzeitig für Abtreibung sein
  4. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge
  5. Kardinal Burke kritisiert liturgische Änderungen nach dem II. Vatikanischen Konzil
  6. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  7. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  8. USA: Dominican Sisters of St. Cecilia heißen dieses Jahr 21 Postulantinnen willkommen
  9. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  10. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  11. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  12. Wie zwei Konvertiten spannend den Glauben vermitteln
  13. US-Erzdiözese Denver: Pfarreien nominieren 900 junge Männer für das Priestertum
  14. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  15. Ökumenische Begegnungen zwischen Rom und Konstantinopel

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz