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Spiritualität verbessert Lebensqualität von Krebspatienten

vor 12 Stunden in Chronik, keine Lesermeinung
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"Spiritual Care" hilft laut Forschern, Stress zu lindern, schützt vor Depressionen und Ängsten und verbessert die körperliche Gesundheit.


Wien (kath.net/ KAP)
Spiritualität verbessert die Lebensqualität von Krebskranken und hilft ihnen, besser mit ihrer Krankheit umzugehen: Das hat eine Metaanalyse gezeigt, die im "Journal of Supportive Care in Cancer" (2025) veröffentlicht wurde. Spiritualität in der Onkologie unterstützt demnach dabei, Stress zu lindern, wirkt gegen Depressionen und Ängste, mildert existenzielle Krisen, fördert bessere Anpassung an die Krankheit und hat sogar positive Folgen für die körperliche Gesundheit. Gerade existenzielle Nöte und Sinnfragen, die eine Krebsdiagnose auslösen kann, bräuchten daher eine einfühlsame spirituelle Begleitung von Patientinnen und Patienten, kommentierte der Dienst "Bioethik aktuell" des Wiener IMABE-Instituts die Ergebnisse.
Für die Analyse wurden 26 Studien mit insgesamt 8.522 Krebsüberlebenden aus 17 Ländern zu den Themen Lebensqualität ("Quality of life", QOL) sowie Spiritualität untersucht. Als Hauptaspekte für "Lebensqualität" wurden dabei körperliche Gesundheit, psychische Gesundheit, soziales Wohlbefinden und spirituelles Wohlbefinden berücksichtigt. Auch das Konzept von "Spiritualität" war bei den Forschern vielseitig: Empfundene Verbundenheit, Friede, eine Vorstellung vom Sinn des Lebens, Glaube, Suchen nach dem Göttlichen, Hoffnung, Beziehung mit Gott sowie ein Wertesystem, das Bewältigung von Krisen (Coping-Strategien) ermöglicht, gehörten dazu.
Die Ergebnisse der Analyse seien "eindeutig", hob das von der österreichischen Bischofskonferenz unterstützte IMABE-Institut hervor, das sich mit medizinethischen Fragen beschäftigt. In allen 26 Studien sei eine signifikante Korrelation zwischen Spiritualität und Lebensqualität festgestellt worden. Spiritualität erwies sich als wichtigerer Faktor für Lebenszufriedenheit als soziale Unterstützung und Selbstbestimmung, und war vor allem für emotionales Wohlbefinden entscheidend. Sie könne bei einer Krebsdiagnose eine existenzielle Krise mildern und eine bessere emotionale Anpassung an die Krankheit fördern, so die Wissenschaftler.
Höhere Spiritualität wirkte sich auch positiv auf die körperliche Gesundheit aus, was laut den Angaben des IMABE-Instituts auch durch frühere Studien wie etwa zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen belegt ist: Spiritualität sei dort mit einer 20-prozentigen Verringerung der Sterblichkeit einhergegangen.


Unterschätzte Belastung
Eine zentrale Erkenntnis der Metaanalyse war, dass die wahre Belastung einer Krebserkrankung häufig unterschätzt wird - vor allem dann, wenn die Spiritualität des Patienten ignoriert wird. Das "existenzielle Leiden" der Krankheit sei sehr präsent und könne dennoch leicht übersehen werden, so die Forscher. Viele Krebsüberlebende hätten berichtet, dass das Gesundheitspersonal kaum oder gar nicht über Spiritualität spricht. Ärzte und Pfleger würden oft "den Moment verpassen", über das spirituelle Wohlbefinden mit Patienten zu besprechen. Grund dafür sei die Annahme, dass Gesundheitspersonal könnte und sollte bei solchen Fragen nicht helfen.
Das Gegenteil scheint jedoch der Fall zu sein: Die positive Korrelation zwischen Spiritualität und Lebensqualität weist für die Forscher auf einen großen Bedarf an spiritueller Betreuung sowie an Schulungen für Gesundheitsberufe im Bereich Spiritual Care hin. Medizinisches Personal müsse besser geschult werden, um spirituelle Bedürfnisse von Patienten zu erkennen und zu adressieren. Besonders im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung scheint das Gespräch über spirituelle Nöte eine wichtige Rolle zu spielen, da Krebs häufig Lebenskrisen auslöst.

Über Ängste sprechen können
Das IMABE-Institut verwies auf das Konzept der "Spiritual Care", das auf einfühlsame Begleitung von Patienten abzielt und dabei ihre spirituellen Bedürfnisse und Lebensfragen einbezieht. Dazu gehöre, sich bewusst Zeit für Gespräche zu nehmen, in denen Patienten über Ängste, Hoffnungen oder Sinnfragen sprechen können. Praktische Beispiele dafür seien gemeinsames Beten, das Bereitstellen eines ruhigen Raumes für Reflexion und im Gespräch das Stellen der "richtigen" Fragen. Auch der gegenseitige Austausch über die eigene Spiritualität sowie offenes, wertschätzendes Zuhören ohne Zeitdruck und Vorurteile können für Patienten heilsam sein.
Viele Betroffene haben laut den Ergebnissen in herausfordernden Momenten ein Bedürfnis über ein mögliches Leben nach dem Tod, andere spirituelle Themen oder ihr eigenes Leben zu sprechen. Die Rolle von Seelsorgern, die Patienten, Angehörige und medizinisches Personal unterstützen, werde oft unterschätzt, zitierte der IMABE-Bericht den US-Psychiater Robert Klitzman. Sie hätten Zeit für tiefgehende Gespräche und fungierten als Vermittler im Gesundheitswesen, doch werde ihr Beitrag oft nicht ausreichend anerkannt. Die Forschung belege hingegen die positive Wirkung von Seelsorgern auf Patienten. (Abstract der Studie: https://link.springer.com/article/10.1007/s00520-025-09306-y)

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