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Vatikan prüft Teilnahme an Trumps Friedens-Rat für Gaza

23. Jänner 2026 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Auch Italien überlegt Annahme der Einladung - Kardinalstaatssekretär Parolin zu Grönland-Krise: Kontroverse Punkte diskutieren statt auf Polemiken oder Spannungen setzen


Rom (kath.net/KAP) Papst Leo XIV. prüft nach den Worten von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin die Einladung von US-Präsident Donald Trump, an der Stabilisierung des Nahost-Friedens mitzuwirken. Am Rande einer Veranstaltung an der Päpstlichen Universität "Antonianum" bestätigte der Kardinal am Mittwochnachmittag auf Journalistenfragen eine entsprechende Einladung Trumps.

Er führte aus, dass der Heilige Stuhl sich wegen fehlender Kapazitäten nicht an der wirtschaftlichen Seite des Friedensplans mit einem Beitrag zum Wiederaufbau im Gazastreifen beteiligen könne. Deshalb sei vor einer Antwort eine längere Prüfung erforderlich. Der Vatikan sei in dieser Hinsicht in einer besonderen Situation, die zusätzliche Abwägungen erfordere.

Wörtlich sagte die Nummer zwei im Vatikan: "Der Papst hat die Einladung erhalten, und wir sehen, was wir machen können, wir prüfen das. Ich glaube, das ist eine Frage, die vor einer Antwort etwas Zeit erfordert." Zugleich erinnerte Parolin daran, dass auch Italien eine Mitwirkung prüfe. In der jüngeren Vergangenheit haben Italien und der Heilige Stuhl ihre diplomatischen Bemühungen häufiger aufeinander abgestimmt. Papst Leo XIV. hatte unlängst bei seiner Ansprache an das Diplomatische Corps die große Nähe zwischen Italien und dem Heiligen Stuhl besonders hervorgehoben.


Die aktuellen Spannungen zwischen den USA und der EU kommentierte der Kardinalstaatssekretär laut einem Bericht der Tageszeitung "La Repubblica" (online) bei gleicher Gelegenheit mit den Worten: "Sie sind nicht heilsam und schaffen ein Klima, das eine ohnehin angespannte internationale Situation noch weiter erschwert. Ich glaube, es ist wichtig, diese Spannungen zu überwinden. Man muss über die kontroversen Punkte diskutieren, aber nicht auf Polemiken oder Spannungen setzen."

Zu Trumps kritischen Äußerungen über Europa beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos bemerkte Parolin: "Das ist ein Standpunkt. Es genügt, das Völkerrecht zu respektieren, ich glaube, das ist das Wichtigste jenseits der persönlichen Sichtweisen, die legitim sind."

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